Ueberlebenshandbuch

Nicht nur in ihrer Nachbarschaft ist alles voller Zombies¸ Blutsauger und Geister. Sie sind überall! Zum Glück gilt das auch für Jager. Wir bekämpfen Monster überall. Aber wenn sich die Jäger nicht einigen können¸ werden unsere Waffen¸ unser Wissen und unsere Werkzeuge mit uns zu Grunde gehen. Vereint siegen wir¸ getrennt fallen wir.
Sie sollten besser rennen
Das Überlebenshandbuch für Jäger ist die Quelle für Monsterjäger¸ die lange genug leben wollen¸ um von ihren Taten zu erzählen. Dieses Buch bringt Jäger auf den neuesten Stand über die Aktivitäten ihrer Brüder auf der ganzen Welt und gibt Tips¸ wie manden Feind bekämpfen und besiegen kann. Das Überlebenshandbuch ist nicht nur voller Geschichtsideen für jede Chronik¸ es weist Jäger auch auf Monster hin¸ die noch auf freiem Fuß sind¸ vielleicht sogar in Ihrer Heimatstadt.
Meinung:
Das Überlebenshandbuch ist der zweite Band für das deutschsprachige Hunter¸ das hier vor mir liegt.
Auf 150 Seiten gibt es globale Informationen für Jäger aus und in aller Welt. Der Band richtet sich meiner Meinung nach gleichermaßen an den Erzähler wie auch an die Spieler.
Eine fülle an Informationen kann als Grundlage für Abenteuer und Kampagnen dienen¸ bzw. Anregungen zu diesen liefern.
Dabei sind die Darstellungen nie so detailliert¸ das man zum einen gleich ein Abenteuer hat und zum anderen den Spielern¸ das Buch vorenthalten muß.
So werden beide Seiten des Spieltischs bedient.
Das Buch ist in sieben Kapitel gegliedert.
Den Anfang bildet eine zweigeteilte Einleitung. Zum ersten eine gut geschriebene Kurzgeschichte mit dem Titel 'Familiengründung'. Hier bekommt man eine gute Einstimmung und erfährt gleichzeitig etwas über die unterschiedlichen Ausrichtungen der Jäger. Zum anderen beschreibt der Abschnitt 'das Wahre Leben' das Hunternet und wie es darin zugeht. Quasi eine Anleitung für die Benutzung des Buches und die Hunter Liste.
Kapitel 1 allgemeinen Überlebenstips für Jäger. Hier bekommt man einige Regeln¸ die sich als essentiell für das Weiterleben erwiesen haben dargebracht. Wie geht man vor? Wie findet man Kontakt usw.
Kapitel 2 bis 7 befassen sich mit Jägern und Monstern auf den jeweiligen Kontinenten (in Afrika¸ in Asien¸ in Australien¸ in Europa¸ in Nordamerika¸ in Südamerika)
Alle diese Kapitel sind im Stil der Emailmitteilungen des Hunternet verfaßt. Ein Jäger¸ der auf dem jeweiligen Kontinent aktiv ist schreibt seinen Bericht für die Liste. Hier werden spezielle geographische und religiöse Gegebenheiten ebenso berücksichtigt wie Zollbestimmungen und das Beschaffen von Ausrüstung.
Wichtig ist immer die Schilderung über die speziellen Verhaltensweisen und Typen von Monstren¸ und die Darstellung der 'Jägerszene' im jeweiligen Gebiet.
Jeder Jäger hat natürlich seine Eigenen Theorien und Ansichten¸ so das sich die Mails teilweise widersprechen.
Gerade dies und die Bezugnahme auf die reale Welt¸ wie wir sie kennen¸ machen den besonderen Reiz von Hunter aus. Hier baut sich wirklich eine düstere Atmosphäre auf¸ die sich positiv von anderen 'jetzt mal gruselig' Rollenspielen abhebt.
Anhang: Die Meistgesuchten Kreaturen bildet eine Fahndungsliste der gefährlichsten Monster auf der Welt. Widernatürliche Widersacher¸ denen sich nur Jäger stellen sollten¸ die schön alles gejagt haben was es sonst noch gibt.
Der Schreibstil ist angenehm zu lesen und die unterschiedlichen Charaktere bzw. Ausrichtungen kommen gut zur Geltung. Ein Wermutstropfen dabei ist¸ das hin unnd wieder wurde vergessen wurden. Besonders Satzenden sind davon betroffen.
Die schwarz/weiß Grafiken sind einfach nur gut¸ auch wenn sie nicht immer im Bezug zum Text stehen.
Fazit:
Das Überlebenshandbuch ist eine stimmungsvolle Darstellung einer Welt voller böser Wesen. Hier werden nicht Regeln breitgetreten sondern Schilderungen und Visionen der Jägerwelt geboten. Sowohl für Spieler als auch Erzähler ein gut6er Griff¸ denn beide haben etwas davon. Die Eignung für Horrorkampagnen anderer Systeme in der Gegenwart liegt auf der Hand.
Eine Rezension von: Christoph Böhler