Zitadelle in ewiger Nacht (1) (3e)
In den Tiefen der Erde wächst das BöseBei dem ersten offiziellen D&D Abenteuer fällt einem zuerst einmal¸ wie in allen anderen D&D Produkten der dritten Edition¸ das gelungene Layout und die guten Zeichnungen auf. Alleine die beigelegte Karte ist ja schon hübsch anzuschauen. Die 40 dichtbedruckten Seiten haben am äußeren Rand jeweils die üblichen Zierbalken mit den Runen.
- vom Backcover von Die Zitadelle in ewiger Nacht
Zum Abenteuer gibt es nicht viel zu sagen. Die Abenteurer hören von einer versunkenen Zitadelle in der Nähe des Dorfes in dem sie sich gerade aufhalten. Helden wir sie nun mal sind¸ beschließen sie¸ das Böse dort zu vertreiben. Die Seiten 2 bis 4 enthalten die Einleitung¸ die Dorfbeschreibung und wissenswertes zur Taktik der SCs. Auf Seite 5 geht dann das Abenteuer direkt erst mal mit einem Kampf los. Das geht dann auch so weiter¸ bis die Helden auf der untersten Ebene den Obermotz samt Gefolge geplättet haben. Zwischendurch können die Helden von Raum zu Raum gehen¸ Monster töten¸ magische Gegenstände einsammeln und mehr oder weniger sinnvolle Rätsel lösen.
Das war es eigentlich schon was sich zum Verlauf des Abenteuers sagen lässt. Die Helden müssen tatsächlich von Raum zu Raum gehen und praktisch nur Monster töten. Einmal gibt es jedoch die Chance mit einem Stamm von Goblins oder Kobolden in Verhandlungen zu treten. Außer mit dem Kobold bzw. dem Goblinherrscher haben die SCs aber immerhin noch die Chance den Chefgegner auszufragen¸ bevor sie ihn töten sollen. Naja. Es steht sogar allen ernstes bei einigen leeren Räumen¸ das diese zum Ausruhen der Helden geeignet sind¸ sie also Zauber memorisieren¸ beten und sich heilen können. Natürlich schaut kein Monster mal kurz vorbei.
Am Ende des Abenteuers stellt sich dann heraus das die kleinen Holzwesen¸ denen man die ganze Zeit begegnet die Saat eines 'bösen Baumes' sind¸ der von einem wahnsinnigen Druiden gepflegt wird.
Abgeschlossen wird der Band durch eine Auflistung der Werte sämtlicher Kreaturen denen man in der Zitadelle begegnen kann¸ sowie der magischen Gegenstände.
Was soll man jetzt von diesem Abenteuer halten? Es ist etwas mehr als ein ausgewürfelter Dungeon¸ da er immerhin einige besonderer Monster mit ein wenig Beschreibung hat. Wer auf fast sinnentlehrtes Prügeln und Erfahrungspunktsammeln steht wird mit dem Abenteuer gut bedient. Wer ab und zu auch mal mit seinem Charakter interagieren möchte sollte sich aber lieber nach anderen d20 Abenteuer umsehen¸ z.B. der Freeport (Freihafen¸ bei Truant erschienen) Reihe.
Eine Rezension von: Scorpio https://www.die-dorp.de/
