Die Herren von Chorhop (A114) (4e)

So wird auch diesmal ein Szenario angeboten¸ welches viel Arbeit vom Meister erfordert¸ aber wenn er diese investiert und die nötige Erfahrung hat¸ ein großartiges Erlebnis für die Spieler werden kann.
Seltsam sind die Zustände in Chorhop. Da wird doch glatt das Amt des Prätors (etwa Polizeichef) in der Lotterie verlost¸ an der sich auch die Zwielichtigsten Subjekte¸ etwa die Helden beteiligen. Wie der Zufall oder der Gott des Dramas es will¸ gewinnt natürlich einer der Helden. Ein Jahr lang ist er jetzt das Gesetz und befehligt die Stadtwache¸ wobei er hoffentlich auf die Hilfe seiner Gefährten zählen kann.
Eine ungewöhnliche Idee¸ die wie man so schön sagt¸ 'endlich mal was anderes ist' Die Helden als Gesetz in einer durch und durch dekadenten Umgebung voller Intrigen und Heuchelei. Ständig müssen sie auf der Hut sein¸ das die Füße auf die sie heute treten nicht zu dem Hintern gehören in den sie morgen kriechen müssen. Auch geht dies Jahr einmal vorbei und wer dann am Ruder sitzt steht auf dem nächsten Blatt. Hier bieten sich schon Ansätze für eine völlig neue Kampagne.....
Die Aufgaben sind vielgestaltig¸ vom Wettbetrug über Sicherung von Besuchern bis hin zur Aufklärung von Anschlägen. Es steht dem Meister natürlich frei und es bietet sich geradezu an hier noch weitere Klippen für unseren frisch gebackenen Prätor einzubauen.
Da es viele kleine Szenerien sind ist die Ausarbeitung eher knapp gehalten¸ so kann der Meister die Stadt nach seinem Wunsch ausgestalten. Wobei die Anforderungen an ihn entsprechend hoch sind. Die Spieler sollten Interesse am Rollenspiel haben nd sich auch an Dingen erfreuen können¸ die nicht immer geradlinig sind.
Fazit:
Genial! Liebe DAS-Redaktion spendiert Herrn Weste seinen persönlichen Kaffekocher und Fussmasseur¸ dieser Mann ist Gold wert. Wer in Folge zwei großartige Abenteuer verfassen kann¸ läßt für die Zukunft um so mehr erwarten. Das Abenteuer wird mit Sicherheit ein Klassiker für spielfreudige Charaktere und Meister.
Eine Rezension von: Christoph Böhler