Thorwal Standard (12)
Der Thorwal Standard 12 erscheint wiederum mit der praktischen Mittelheftung im A4-Format mit 68 Seiten¸ und wiederum finden vor allem DSA-Spieler eine Fülle an Materialien für dieses Rollenspiel in diesem Heft. Schauen wir uns die einzelnen Artikel etwas ausführlicher an.
Das Fanzine weist auch diesmal eine Anzahl 'aventurischer Zeitungen' im Heft auf¸ so etwa den eigentlichen 'Thorwal Standard'¸ der von den Ereignissen des rauhen Landes im Nordwesten berichtet. Dazu passend werden dann zwei thorwalsche Städte vorgestellt¸ Gjalskermund und Ifirnshaven. Schließlich folgt einer der Höhepunkte des Heftes: das Abenteuer 'Die rote Frenja'. Die Geschichte spielt in Thorwal natürlich¸ und es geht darum¸ daß die Spielercharaktere das mysteriöse Verschwinden von Schiffen aufdecken sollten. Blutrünstige Piraten¸ rauhe Seen¸ schummrige Spelunken und auch ein Besuch bei Tula von Skerdu auf der Hexeninsel sorgen dafür¸ daß der Spielleiter hier ein waschechtes nordisches Piratenabenteuer in die Hände bekommt. Mit allen notwendigen Angaben ausgestattet¸ samt Gerüchte¸ Motive und einem groben Handlungsfaden¸ verteilt auf 19 Seiten¸ kann man das Abenteuer als sehr gut gelungen bezeichnen.
Ein weiters Abenteuer findet sich gleich im Anschlu߸ genannt 'Amanthallas'. Hier handelt es sich allerdings um eine mehrteilige Kampagne¸ die recht viel Mystik zu beinhalten scheint und in der viel Geheimnisse aus alten Zeiten zu Tage kommen sollten. Beginnen tut es vorerst in einem kleinen Dorf am Raschtulswall¸ und wenn das Abenteuer seinen Lauf nimmt¸ werden die Helden viele seltsame Erlebnisse wohl haben und vielem Fremdartigen begegnen. Eine gewisse Skepsis beim Lesen des Abenteuers war gegeben¸ ob da nicht zuviel des Guten an Geheimnissen vorkommt¸ doch vor dem Lesen der anderen Teile möchte der Rezensent kein endgültiges Urteil abgeben¸ nur die Hoffnung¸ daß denn dann auch die restlichen Teile möglichst schnell in den nächsten Ausgaben auch veröffentlicht werden (war ja nicht immer so mit den TS-Mehrteilern).
Den Rest des TS bilden die Zeitungen 'Der wahre Bote' (wie immer brillant-köstliche Satire)¸ 'Söldner heute' (ebenso) und der 'Rommilyser Landrufer' (eine Art Lokalausgabe des Aventurischen Boten). Betrachtungen über die Magie des Stabes (mit dem sechsten Stabzauber im speziellen) und der Vorstellung einer spätmittelalterlichen Feuerwaffe ('Das Handrohr'; keine Angst jetzt¸ das Teil ist viel zu umständlich¸ daß zu befürchten ist¸ jetzt steigt Aventuriens Techlevel an). Zu guter Letzt gibt's noch zwei Balladen und ein südländisches Liedchen¸ 'Wenn Yshija tanzt'.
Zusammenfassend kann man die zwölfte Ausgabe des TS wieder als sehr gut gelungen bezeichnen. Der Schwerpunkt¸ die Abenteuer¸ sind auf jeden Fall den Kauf wert (auch wenn eines davon erst ein erste Teil ist). Und was man nebenbei erhält¸ ist Kurzweiliges von gehobener Qualität: so haben wir es gerne!
Für DSA-Spieler also eine sehr empfehlenswerte Anschaffung¸ alle anderen Fantasy-Spieler¸ die nicht zu sehr auf ihr Spielsystem eingeengt sind¸ können auch ruhig durchaus mal einen Blick in des TS 12 werfen!
Eine Rezension von: Halle der Helden http://www.halle-der-helden.at
