Cthuloide Welten 01

Hier wird ganz ähnlich wie beim 'Gildenbrief' für Midgard schon praktiziert¸ offizielles Material geboten.
Die Ausgabe 1 ist wirklich ein echter Leckerbissen und bestätigt meine persönliche Meinung hinsichtlich der Qualität der Chtulhu Produkte. So wie die Spielmaterialien extrem hochwertig sind¸ so weiß auch das Magazin zu überzeugen¸ und das nicht nur für Chtulhu Spieler.
Hier ein kleiner Überblick über den Inhalt.
Vom Cthulhu-Chefredakteuer stammt auch 'Aus den dunklen Zwischenreichen'¸ ein Beitrag zum Götterboten Nyarlathotep und damit zugleich eine hervorragende Ergänzung zum Abenteuerklassiker 'In Nyarlathoteps Schatten'¸ der zeitgleich zur Messe erscheint.
Hier werden verschiedene Erscheinungsformen diese Chaoskreatur geschildert. Ein Artikel¸ der zukünftig fortgesetzt werden soll¸ denn das Chaos hat bekanntlich viele Gesichter.
Auch weitere namhafte Autoren haben zum Entstehen von Cthuloide Welten #1 beigetragen¸ wie Steffen Schütte¸ der über Cthulhu-Kampagnen von der Wiege bis ins Grab berichtet.
Hier geht es in erster Linie darum¸ was die Abenteuer vor der Begegnung mit dem Mythos erlebt haben und wie man eine Gruppe zusammenführen kann.
Wer es etwas ruhiger mag¸ wird von Ingo Ahrens (Herausgeber des eZines Arkham Chronicle) mit Katzulhu bekanntgemacht. Das ist die Umsetzung des originellen Ansatzes¸ Katzen als Charaktere zu ermöglichen - bei Cthulhu keine allzu merkwürdige Idee.
Ich hab ja schon von einigen Dingen gehört¸ die man spielen kann. Aber Katzen¸ das ist mir neu. Ich denke schon¸ das dies einen gewissen Reiz ausüben kann und nicht unbedingt nur bei Chtulhu. Hier geht es detailliert zur Sache. Von Abenteuerideen¸ über die Charaktererschaffung bis hin zu Charakterbögen wird alles geboten um sein Leben mal als Katze zu verbringen.
In einem umfangreichen Abenteuer von Jan Christoph Steines verschlägt es die Investigatoren in 'Die Bucht der Toten'. Das Abenteuer ist im gewohnt ansprechenden Stil gestaltet und mit aufwendig gemachten Handouts und fiktiven Mythosbuchauszügen von Wolfgang Schiemichen versehen.
Was soll ich sagen ein Abenteuer in den 20ger Jahren in Deutschland. Umfangreich¸ professionell und gut strukturiert. Handouts und Layout in Kaufabenteuerniveau. Für Abenteuer dieser Qualität legt man sonst gern 20-30 Reichsmark auf den Tisch.
Von Frank Heller¸ seines Zeichens Chefredakteur des Magazins¸ stammt eine Adaption von Cthulhu für ein Wild West - Setting: Mit rauchenden Colts gegen degenerierte Kulte.
Ich mußte sofort an das berüchtigte Westernwochenende in Braunschweig denken. Ich zitiere: 'Indianer sind nur eine Sache. Frauen beim Rollenspiel¸ das muß nicht sein.'
Hier bekommt man genau das Regelwerk¸ was man braucht um sich auf die Spuren von Billy the Kid zu begeben. Alles was man für ein Westernrollenspiel benötigt wir hier geboten. Berufe¸ Ausrüstung¸ Ideen.
Inklusive Charakterbogen als Kopiervorlage.
Um 'Die Substanz' dreht sich alles in einer Kurzgeschichte von Andreas Melhorn (bekannt aus dem 'Envoyer'). Diese ist zugleich ein Beitrag für das in Amerika euphorisch aufgenommene Delta Green-Setting.
Jetzt is der Envoyer schon ein Referenz (grinss) Wie auch immer eine nette Geschichte¸ die Appetit auf den versprochenen Delta Green Band für Deutschland macht. Wenn ich Chtulhu spielen würde¸ wäre diese Art Setting genau meine Sache.
Thomas Finn hat für Ausgabe 1 die Hauspläne hervorgezaubert¸ die seinerzeit nicht im Abenteuerband 'Wales - Dunkles Land der Kelten und Geister' untergekommen waren. Hier sind sie nun erstmals der Öffentlichkeit zugänglich.
Mit Delta Green¸ aber auch anderen Themen und Insiderinformationen hat auch ein Interview zu tun¸ das mit Pagan Publishing-Chef John Tynes geführt wurde.
Damit nicht genug: in verschiedenen Rubriken gibt es News¸ cthuloide Webtips¸ praktische Spielleitertips. Deutsche Cthulhu-Seiten im Internet werden vorgestellt. Und noch einige Kleinigkeiten mehr.
Fazit:
Ich bin begeistert. Was will man für acht Mark mehr verlangen? Das Layout ist absolut professionell¸ Die Inhalte genial. Hier kann man bedenkenlos zuschlagen. Auch dann¸ wenn man kein Chtulhu spielt. Qualität¸ Qualität¸ Qualität.
Eine Rezension von: Christoph Böhler