Ueber dem Gesetz (4)
Dies ist eine Rezension aus Der phantastische Bücherbriefdem monatlich von 1980 bis 2021 erschienenen Newsletter vom Club für phantastische Literatur von Erik Schreiber. |
Der zweite Handlungsstrang beschäftigt sich mit Leonard Kurita. Der haltlose Alkoholiker mit wankelmütigen Geblüt¸ ist derart unzuverlässig¸ dass manch einer seiner Untertanen seinen Tod wünscht. In einem totalitären Staat wie dem Draconis-Kombinat sollte so ein Wunsch jedoch ungeäussert bleiben. Koordinator Leonard Kurita verfolgt ganz eigene Pläne. Daher verwundert es niemanden¸ wenn er plötzlich der ganzen Inneren Sphäre mit einem Krieg droht. Jetzt wird es selbst dem Volk und der Familie Kurita zu viel. Es muss etwas getan werden¸ damit die Selbstzerstörung des Draconis-Kombinats nicht stattfindet.
Michael Diel schreibt eine spannende Geschichte über die Anfangszeit des Sternenbundes. Eine Agentengeschichte gepaart mit einem Polit-Thriller ist ganz nach meinem Geschmack. Was mir weniger gefiel war die allzu grosse Anleihe bei James Bond. Das was David Gibbs¸ Geheimagent seiner Majestät¸ Entschuldigung Agent der SBGK¸ dort ablegt ist mir zu stark Ian Fleming orientiert.
Ein paar Anmerkungen zu den Zeichnern der drei oben genannten Romane. Bekanntlich hat jeder seinen eigenen Stil und so finde ich jedes Titelbild für sich gut gelungen. Les Dorscheid hat im Vordergrund einen Vertreter der Star League abgebildet¸ der sich mit einer Hand an der Wand abstützt. Dabei liegt diese auf einem alten zerfetzten Poster¸ das für die Star League wirbt. Er benutzt wenig schwarz und bekommt durch die verschiedenen Farbtöne seine Schatteneffekte hin. Seine Personen sind gut Proportional. Leider ist das nicht immer bei den Zeichnern im Allgemeinen der Fall. Franz Vohwinkel hingegen umgibt seine Objekte mit einem schwarzen Umriss. Dadurch erhält er immer sehr harte Kanten und vor einem verschwimmenden Hintergrund wie diesem Himmel wirken die Objekte ein wenig Zweidimensional. Da hilft es leider auch nicht¸ mit Schatten zu arbeiten¸ um so einen plastischen Effekt hervorzurufen. Swen Papenbrock zeichnet wieder ganz anders. Bei ihm verschwimmen die Figuren immer etwas¸ um so Bewegung vorzutäuschen. Allerdings schafft er das nicht immer. Die Frau im Kittel und der James Bond Verschnitt wirken eher in der Bewegung erstarrt. Ausserdem ist nicht ganz klar¸ warum der Mann mit einer Maschinenpistole auf einen gepanzerten Mech schiesst. Der Erfolg ist Null und Nichtig und woher denn die Steinbrocken kommen¸ der Hintergrund fehlt nämlich etwas.
Zusammenfassend gefallen mir die Titelbilder aber ganz gut¸ weil sie zum Buch passen und extra dafür angefertigt wurden. Anders als bei den meisten Science Fiction Roman¸ wo man Bilder ankauft¸ die mal eben so zum Inhalt passen könnten.
Eine Rezension von: Erik 'vom Bücherbrief' Schreiber https://www.facebook.com/erik.schreiber.355