Rückkehr des Sturmreiters

Die Rückkehr des Sturmreiters richtet sich an Neulinge auf beiden Seiten des Sichtschirms in der Welt von Ars Magica. Zu diesem Zweck ist der Band in zwei Teile gegliedert. Eine Hälfte wird vom Abenteuer eingenommen¸ die andere Hälfte wird von zwei Kurzregelwerken für Meister und Spieler gefüllt..Es macht Sinn den zweiten Teil vor dem eigentlichen Abenteuer zu lesen. Wobei der Teil für die Spieler kopiert werden kann und soll.
Um die Sache einfacher zu machen werden eine Reihe von vorgefertigten Charakteren angeboten¸ die auch verwendet werden sollten¸ da sie ihre eigene Motivation für den anstehenden Plot schon mitbringen.
Worum geht es. Eine dämonische Kreatur sucht sich einen von Rachedurst erfüllten Menschen¸ mit dem sie sich verbinden kann. Ein neues Wesen entstand ¸ das Zerstörung und Chaos in sich vereinte. Der Sturmreiter war geboren. Dieser wurde vor langer Zeit besiegt.
Doch nun versucht erneut ein Magier sich mit dieser dämonischen Wesenheit zu verbinden um so die Unsterblichkeit¸ die damit verbunden ist zu erlangen.
Doch er unterliegt einem großen Irrtum¸ wenn er glaubt zu wissen¸ was er da tut.
Die Helden geraten mitten in eine Spur der Vernichtung¸ und sie werden versuchen den Sturmreiten aufzuhalten. Besonders interessant ist der Aspekt¸ dass sie es schon tun könnten bevor der neue Sturmreiter entsteht. Was natürlich das Abenteuer erheblich abkürzen würde.
Das Abenteuer ist ziemlich gradlinig gestaltet und dürfte so kaum Schwierigkeiten beim Meistern entstehen lassen. Besonders lobenswert ist die Ausarbeitung der NSC¸ die gut beschrieben sind¸ und bei denen selbst auf typische Sprechweise und ähnliches eingegangen wird. Auch Aspekten wie Musikuntermalung und möglichen Klippen im Verlauf wird die nötige Aufmerksamkeit gewidmet.
Wenn ihr mit diesem Abenteuer in die Welt von Ars Magica einsteigen wollt¸ solltet ihr auf alle Fälle Rollenspielerfahrung mitbringen. Generelle Mechanismen sollten bekannt sein. Dieses Abenteuer lebt unter anderem von der Interaktion der SC¸ so sollte das Spielen der Rolle für alle Beteiligten ein Hauptaspekt sein. Strategen und Wertefanatiker bleiben eher auf der Strecke.
Die Verwendung dieses Abenteuers in anderen Systemen steht nichts im Wege¸ weil es sich mit geringer Mühe in jede andere Welt übernehmen läßt.
Zum Ausklang des Abenteuers werden noch einige potentielle Handlungsstränge¸ die sich für die Zukunft ergeben könnten aufgezeigt¸ allerdings hält sich der Autor hier eher bedeckt.
Illustrationen und Karten sind gut¸ auch wenn dem Kopiervorlagen etwas stärkere Kontraste gut getan hätten.
Fazit:
Ein Stimmungsvolles und sehr gut ausgearbeitetes Abenteuer¸ das Spielern mit RPG Grundlagen den Einstieg in die Ars Magica Welt ermöglicht¸ und gleichzeitig die wichtigsten Regelgrundlagen für Meister und Spieler mitliefert. Rollenspielneulinge sind damit überfordert.
Eine Rezension von: Christoph Böhler