drosi.de | Rezensionen | Werwolf-Die Apokalypse | Stammesbuch: Fianna
Werwolf-Die Apokalypse - Stammesbuch: Fianna

Das Buch beginnt mit einem nett gezeichneten, aber eher mäßigen Comic, der den Krieg englischer und irischer Fianna in Belfast am Beispiel darstellt. Der eigentliche Anfang bringt eine ausführliche Darstellung des Wesens der Fianna, ihr Verhältnis zu der Grünen Insel und der daraus resultierenden intensiven Beziehung zu den Feen, sowie der langen Stammesgeschichte. Diese erstreckt sich von der keltische Vorzeit in England und Irland über die Römer, die Besetzung durch Wikinger und Normannen, den Auswirkungen der Industriellen Revolution bis hin zum zweiten Weltkrieg, dem nordirischen Konflikt und unserer Zeit. Gelegentlich geht es dabei chronologisch etwas drunter und drüber, aber es entsteht doch ein komplexes und verständliches Bild dieses Werwolfstammes.
Im Anschluß werden die im Regelbuch für alle Werwölfe dargelegten kulturellen Gegebenheiten (die Litanei, die Beziehung zu Blutsgeschwistern, das Verständnis von der Apokalypse, Feste und Versammlungen et cetera) an den Fiannastamm angepaßt. Interessant sind vor allem die politischen und kulturellen Lager der Fianna, die dem Spielercharakter zusätzlichen Tiefgang verleihen.
Das dritte Kapitel legt dar, wo der Stamm verbreitet ist und welches Verhältnis er zu anderen Stämmen hat. Dies kann bei Konflikten innerhalb eines Werwolfrudels sehr nützlich sein.
Regelerweiterungen bringt das Kapitel vier mit Vorzügen und Schwächen (eine Regel, die das Basisbuch nicht enthält und hier leider nicht erläutert wurde), neuen Fähigkeiten, Gaben, Riten, Fetischen, Totems und Legenden. Daß ausgerechnet letztere so kärglich ausfallen (kurze Literaturanregungen) enttäuscht mich. Wenn die Welt der Dunkelheit tatsächlich ein Storyteller-System sein will, sollte sie wesentlich mehr Schwerpunkt auf solche Hintergründe denn auf Regeln legen. Zudem verstehe ich bei zwei Regeln nicht, was das Wörtchen optional aussagen will. Ich dachte immer, alle Regeln seien optional.
Ein paar vorgefertigte Charaktere, einige Nichtspielercharaktere und Die Legende vom Hund von Ulster, sowie ein vierseitiger (Oh Gott!) an die Fianna angepaßter Charakterbogen schließen die folgenden beiden Kapitel ab.
Dieses Buch kann ich all jenen Empfehlen, die einen Fianna in einer längeren Kampagne spielen und ihn mit den Anregungen des Buches verfeinern wollen. Nur solche Leute dürften wirklich bereit sein, 30,- DM für einen Werwolfstamm auszugeben. Wäre das Buch stärker auf die britische und irische Gegend eingegangen, auf die keltische Kultur im Allgemeinen oder hätte es ein Szenario enthalten, wäre es sicher auch anderen Werwolfspielern zu empfehlen gewesen. Ich fürchte allerdings, daß dies auch für die folgenden Stammesbücher (Nachfahren des Fenris sind angekündigt) gilt. Etwas schade.

Eine Rezension von


Es gibt eine weitere Rezension von Nachtwolf (Schreck-Net) zu diesem Produkt! Lesen?


www.DRoSI.de
die beste Adresse,
seit es Rollenspiele gibt
© Copyright by Dogio
Andreas Funke
von www.fantasy-rollenspiel.de/Sphinx.html
Mehr zum Thema
Links zum Thema
Diesen Artikel kaufen
Diesen Artikel kaufen

Qualität Text
Qualität Optik
Nutzen/Spaß
Gegenwert
Wie wird gewertet?

Name: Stammesbuch: Fianna

Art: Quellenmaterial für Werwolf-Die Apokalypse; 79 Seiten; Softcover;

Publikationsjahr: 1996

Kontakt: Feder&Schwert

[Dieses Fenster schließen]

5155 A B C D E F G H I J K L M N O P Q R S T U V W X Y Z
Rezensionen bei drosi.de
Please note:
The names of all or most of the games and their logos on the subsequent pages are trademarks or registered trademarks of the owning company. Any use on this or subsequent pages should not be misconstrued as a challenge to said trademarks, nor as an attempt to infringe upon any copyrights that may be owned by said companies.
The drosi.de content and database is © 1998-2008 by Uwe 'Dogio' Mundt.
Letzte Änderung / Last modify: 2008-01-20