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Ars Magica - Parma Fabula

Mit Parma Fabula erscheint eine Spielleiterhilfe für das historisch angehauchte Rollenspiel Ars Magica.
In der schützenden Klarsichthülle befindet sich ein knapp 50 Seiten starkes monochromes Softcover mit Ergänzungen zum Grundregelwerk, ein 3 Doppelseiten großer farbiger Spielleiterschirm und ein Papier-Lesezeichen.
Neben den üblicherweise farblich zum Grundregelwerk passenden Elementen, erscheint der graue Ergänzungsband eher als unscheinbares Heftchen. Doch die traurige Hülle soll nicht über den ordentlich gestalteten Inhalt hinwegtäuschen, der dem Grundregelwerk noch einiges nachreichen kann.

Kapitel I beschäftigt sich mit Hinweisen zum Thema Sagenumwobene Schätze. Hier erfährt der Spielleiter wie man den Inhalt von gefundenen Truhen, Schatzkammern und Reisegepäck interessant und mit dem mystischen Touch dieses Systems gestaltet. Wer Ars Magica kennt, wird hier nicht allzu viele Tabellen o.ä. erwarten. In der Tat beschränken sich die Ratschläge auf knapp 4 Seiten (welcher krasse Unterschied zu anderen Systemen!). Dafür gibt es aber um so mehr praktische Beispiele in Form fertig beschriebener magischer Artefakte, die man auch vereinzelt als Illustrationen vorfindet (9 Seiten).

Kapitel II: Der wahre Magus gewinnt weltlichen Dingen nur wenig ab - es sei denn es handelt sich um eine vorzüglich ausgestattete Bibliothek . Da solchen Orten des Wissens in Ars Magica ein besonderes Augenmerk zusteht (schließlich kommt kein ehrgeiziger Magus an emsigen Studium vorbei), finden sich hier auf 7 Seiten Titel und Beschreibungen von möglichen arkanen und weltlichen Texten.

Um Söldner-Grogs, d.h. angeheuerte, nicht magisch begabte Gehilfen der Magi, geht es im 3. Kapitel. Geld vereinfacht viele Wege und auch Magi wissen diese bezahlten Dienste zu nutzen. Für Spielleiter, die nicht gerne Fragen offen lassen wollen, werden auf den folgenden Seiten eine 10 Persönlichkeiten starke Krieger-Truppe (Langspeer & Kurzschwert) vorgestellt, die sich leicht als Unterstützung einer Spieler-Gruppe einsetzen läßt.

Das letzte Kapitel ist das ausgearbeitete Abenteuer Roncesvalles oder Rolands Ruhe. Die Spieler erfahren von einem legendären Schatz, der in einem ehemaligen Schlachtfeld südlich der Pyrenäen zu finden sein soll. Für die Spieler kann das Abenteuer, je nach Ansichten und Vorgehen, einen beachtlichen weltlichen oder arkanen Schatz und interessante Begegnungen bedeuten. Bis auf die erstklassigen(!) Ortsdarstellungen, ist das Abenteuer erstaunlich karg. Gerade hier wären ein paar zusätzliche Illustrationen angebracht gewesen, wie man sie auf den vorangehenden Seiten häufiger findet.

Insgesamt macht der Band einen ordentlichen Eindruck, wenn ich auch mit der Illustration nur stellenweise zufrieden war. Textlayout und -qualität halten durchgehend einen hohen Standart.

Der Spielleiterschirm
Von den sechs Seiten des Schirms, wurden 5 Seiten mit Tabellen gefüllt. Das Mittelfeld, der den Spielern zugewandten farbigen Front, zeigt das vom Grundregelwerk bekannte Schlangenemblem. Auf der monochromen Innenseite findet man vor allem die im Kampf relevanten Tabellen für Waffen und Magie. Außen befinden sich die eher 'undramatischen' Tabellen, für Heilung, Laboraktivitäten, Reisetabelle, usw.
Angenehm ist mir aufgefallen, daß zu jeder Tabelle eine Quellenangabe existiert. So lassen sich bei Fragen, schneller im Regelwerk antworten finden.
Die Tabellen sind allesamt gut lesbar, obwohl in manchen Fällen eine farbliche Abtrennung der Zeilen nicht geschadet hätte.

Fazit:
Parma Fabula ist eine interessante Materialquelle für Ars Magica-Spielleiter. Ob man die dargebotenen Informationen benötigt, mag jeder angesichts des Preises selbst entscheiden. Bei der Umsetzung hätte ich mir jedenfalls noch ein farbiges Cover für den Quellenband und vor allem beim Abenteuer mehr - oder zumindest andere - Illustrationen gewünscht.


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Name: Parma Fabula

Art: Quellenmaterial für Ars Magica; 48 Seiten; Softcover¸ Spielleiterschirm (3seitig A4)¸ beidseitig bedruckt¸ Papier-Lesezeichen;

Publikationsjahr: 1999

Preis: 16 Euro

Kontakt: Truant
Homepage: www.truant.de

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