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Kryomek

Das erste, was einem zu Kryomek in den Sinn kommt, wenn man es sich genauer ansieht, ist: "Das ist ja von Hintergrund her wie ALIENS". Nun, mit Sicherheit hat man sich da inspirieren lassen (oder die Copyrights waren zu teuer, also hat man etwas modifiziert). Naja, jedenfalls hat das Tabletop starke Parallelen zu ALIENS (zu beachten: der 2. Teil der Triologie), sowohl von Hintergrund, als auch vom Aussehen der Figuren und Modelle.

Kryomek wurde vor einigen Jahren auf den Markt gebracht und nach einiger Zeit verschwand es von der Spielfläche. Seit letztem Jahr lebt Kryomek wieder auf und das Regelwerk ist wieder mitsamt seiner ganzen Figurenpalette erhältlich.

Zu den Regeln: Anders als bei manchen anderen Tabletops, bei denen jeder Spieler seinen kompletten Spielzug macht und dann der andere dran ist (so daß einer der Spieler dann immer bloß dumm daneben steht und nichts tut), hat man bei Kryomek versucht, beide Spieler ständig zu beschäftigen (unf gleichzeitig einen vernünftigeren Spielablauf zu gewährleisten). Die Figuren haben eigene Werte, die ihre Erfahrungen wiederspiegeln und verschiedene Waffen und Panzerungen. Details zu den Regeln etwas später. Bei Kryomek gibt es zwei Parteien: Nexus und Kryomek. Die Nexus Truppen sind Menschen. Ihre Armeen bestehen aus Marines. Cyborgs und KIs (genannt Talos Units), Colonial Marines, Swat Teams (Spezialeinheiten), Cyclos (verurteilte Schwerverbrecher (oder solche, die einfach dazu gemacht wurden) die an vorderster Front kämpfen "dürfen") und natürlich eine Bandbreite von Fahrzeugen (Panzer, Geher, Gleiter ...). Die Nexus Einheiten bakämpfen sich auch untereinander - das begründet sich auf der Tatsache, da0 es im Nexus-Imperium machthungrige Menschen und Konzerne gibt, die Truppen (Rebellen) für eigene Zwecke mißbrauchen. Und das trotz der Gefahr durch die Kryomek. Die Kryomek sind eine extrem aggressive Rasse. Die meisten Kryomek sind hochintelligent und außerordentlich gerissen, Sie benutzen Waffen und speziell gezüchtete Fahrzeuge (Lebewesen, die die Funktion von Panzern der Nexus erfüllen). Bei den Kryomek gibt es im Normalfall keine Gefangenen - fast alle Waffen beruhen auf Säure, und die läßt nicht viel von einem Betroffenen übrig. Sollten dennoch einige Gegner eine Schlacht überleben, kommen sie in Gen- und Brutkammern, wo sie zu treuen Dienern der Kryomeks "verbessert" werden oder als Nahrungsmittel enden. Die Kryomek überzeugen durch Masse. Im Normalfall treten die Kryomek nicht gegeneinander an, kann aber trotzdem vorkommen, wenn sie aus der Kommandoreichweite ihres Schwarm-Anführers geraten. Dies geht aus der Kommandostruktur der Kryomek hervor. Ganz oben steht der Hive-Master, der unter sich evtl. noch einige Unter-Hive-Master befehligt. Die Hive-Master sondern eine Art chemische Kontrollsubstanz ab, die es ihnen ermöglicht über weite Strecken ihre War-Master zu kontrollieren und somit auch die Warriors und Helions (die eigentliche Kampfmaschinerie). Dann gibt es da noch einige Zwischenarten (sogenannte Evolutionsstufen) der Kryomek. Im Laufe einer Lebensspanne eines Kryomek (mit Hilfe von Genmanipulationen anderer Kryomek oder von Opfern) kann dieser sich weiterentwickeln bis hin zu einem Zwischending aus Warrior und Hive-Master. Kryomek leben in Tübenförmigen Zylindern (Hive genannt), die weit unter die Erde reichen und sich Kilometerlang erstrecken. Nachdem sie sich auf ihrem Planeten ausgebreitet haben, brauchten sie mehr Platz, den sie sich holten, indem sie sich Raumschiffe bauten (oder ein abgestürztes Raumschiff modifizierten oder nachbauten) und sich aufmachten andere Planeten einzunehmen um ihre Rasse zu verbreiten. So kam es, daß der Krieg der Menschen gegen die Kryomek begann - und somit auch der Terror!

Das Spiel:
Natürlich kann man hier auf ein paar Zeilen nicht alle Regeln ausführen (da gibt es ja nicht umsonst ein ganzen Buch davon), aber zumindest die Grundzüge lassen sich schnell erklären. Die interessanteste Idee ist die Größe der Armeen (Punktesystemvergleich). Da Nexus Truppen mit ihren Waffen laicht das Spiel beherrschen können, bekommt der Kryomek Spieler abhängig vom Gelände mehr oder weniger Punkte als der Nexus Spieler. Ein Beispiel: Bei offenem Gelände (der Großteil aller möglichen Schüße werden auf lange Distanz abgegeben) hat der Kryomek Spieler 3mal soviele Punkte als der Nexus Spieler. Spielt man ein Szenario, denn entscheidet man natürlich selbst, welche Truppen auf's Feld geführt werden. Der Spielverlauf sieht wie folgt aus: Jeder Spieler verteilt verdeckt Motivations-Counter für alle Truppen (Schießen und Bewegen). Später kann man natürlich auch die anderen Motivationen ausführen, muß dann aber negative Modifikatoren hinnehmen. Die Motivationscounter werden jede Runde neu verteilt. Kryomek müssen nicht motiviert werden; die sind immer richtig motiviert. Der Kryomek-Spieler verteilt daher keine Motivations Counter. Statt dessen muß der Warmaster (der die Kryomek-Trppen im Feld anführt) Control Counter verteilen. Unkontrollierte Kryomeks (außer die Warmaster) sind in ihren Handlungen stark eingeschränkt (das heißt, daß der War-Master immer seine "Schäfchen" zusammenhalten sollte). Nach dem Verteilen der Counter kommt der taktische Aspekt ins Spiel. Beide Spieler würfels um die Initiative. Der Sieger darf damit beginnen, eine beliebige seiner Einheiten zu bewegen (oder aber er bewegt nicht und nennt nun eine Einheit, deren Zugmöglichkeit vobei ist). Nachdem er dies getan hat, aktiviert der Gegenspieler eine seiner Einheiten. So entscheiden die Spieler nach der jeweiligen Situation, welche Einheit momentan den taktisch größten Vorteil bringt. Außerdem muß der Nexus Spieler natürlich gut abschätzen, welche Motivation seine Truppen im kommenden Spielzug brauchen werden. Ich denke, daß man da gegen einen taktisch versierten Spieler recht schlecht dasteht. Der Nahkampf läuft nach allgemein üblichen Regeln ab (jeder haut oder schießt mal kräftig drauf, dann schaut man, wer noch steht). Da der Nahkampf erst nach der Schußphase kommt, ist es leicht möglich, daß eine Einheit die im Nahkampf übergeht niemanden mehr hat um anzugreifen. da die Einheit auf dem Weg zum Ziel aufgerieben wurde. Zwischendrin hat man die Möglichkeit verstreute und in Panik geratene Einheiten wieder zusammenzuführen oder zu beruhigen. Das Würfelsystem ist etwas gewöhungsbedürftig - ohne die Tabelle, auf der man das jeweilige Ergebnis abliest, geht's nicht. Die Tabelle ist in verschiedene Zonen eingeteilt, in denen man ablesen kann was dort passiert. Je nach den jeweiligen Modifikatoren und dem Grundwert der Figuren in Nahkampf oder Schußwechsel bestimmt man in der Tabelle eine Spalte und würfelt dann mit dem W20 um die Reihe zu ermitteln. Je höher das Ergebnis des W20, desto höher die Chance eines Treffers und in eine günstigere Zone zu kommen. Danach das gleiche mit Modifikatoren der Waffe um Schaden zu ermitteln.

Man kann nur sagen, daß die Kryomek wirklich harte Zeitgenossen sind, die nicht einfach zu töten sind. Es kommt nur allzu oft vor, daß man ein Alien zwar trifft und sich darüber freut - aber der Schuß wirkungslos an der Panzerung abprallt. Aber es hat niemand gesagt, daß die Aliens eine Papierhaut haben und sich gerne und leicht umbringen lassen. Sie sind eben eine auf Kampf selbstgezüchtete, gefährliche und gemeine Rasse. - Aber wozu gibt es denn die Riesenwummen.

Das war's eigentlich schon im Groben und Ganzen zu den Regeln (natürlich gibt's da noch eine Menge Feinheiten wie z.B. Fahrzeugregeln u.v.m.). Die Miniaturen sind toll gemacht, und es gibt viele Sachen für den Geländeaufbau (Krater, Computerkonsolen, Wände, Bodenplatten, Türen usw.). Unter Umständen ein Manko für manchen Spieler: es ist im Moment nur in Englisch erhältlich. Aber es soll Leute geben, die das Regelwerk schon übersetzt haben. Hört euch einfach um.

Eine Rezension von:



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James Kowalske¸ Sven Barth
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Name: Kryomek

Art: - für Kryomek; Buch;

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