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Gesellschaftsspiele - Karten - Pinocchio

Schummeln will gelernt sein!
Tja, mit wieviel Jahren sollte ein Kind lernen zu Lügen ohne rot zu werden? Das vorliegende Spiel beantwortet diese Frage mit "6 Jahren". Sicherlich kein Jahr zu früh.

Bei Pinocchio: Lügen haben lange Nasen, geht es natürlich nicht um die vielen kleinen Notlügen, mit denen man sich als Erwachsener durch den Tag schlägt, sondern um das möglichst geschickte Ausspielen seiner Spielkarten. Spielhintergrund ist eine Sortierungsaktion in Pinocchios Kleiderschrank, der ziemlich durcheinander gewirbelt ist.

Bei Spielbeginn bekommt jeder Mitspieler erst mal einen Pinocchio mit ganz kurzer Nase, die er vor sich ablegt (möglichst mit Platz vor der Nasenspitze!). Danach erhalten alle Spieler gleichmäßig Spielkarten vom gemischten Stapel. Jede dieser Spielkarten stellt ein Kleidungsstück dar. Zur Auswahl stehen Schuhe, Fliege, Mütze, Hose und Hemdchen - jeweils dreimal in den Farben Rot, Gelb und Blau (macht insgesamt 45 Karten). Die Spielkarten werden als verdeckter Stapel vor jedem Spieler abgelegt.

Nun zieht jeder Spieler reihum von 'seinem' Stapel und legt diese verdeckt in die Tischmitte. Dazu sagt er laut, was er gerade abgelegt hat, z.B. "Blaue Schuhe".

Nächster Spieler
Dann ist der nächste Spieler dran. Er zieht ebenfalls eine Karte von seinem Stapel und schaut sie sich an. "Legal" sind alle Kleidungsstücke die farblich zum Vorgänger passen oder das gleiche Kleidungsstück darstellen. Im Fall "Blaue Schuhe", muß man also entweder etwas Blaues oder eine Schuhe-Karte ablegen.
Da man seine Spielkarte ebenfalls verdeckt in die Tischmitte ablegt, kann, bzw. muß man beim Ablegen natürlich auch Flunkern und einfach "Rote Schuhe" sagen, obwohl man eigentlich eine "Rote Mütze"-Spielkarte hat.

Nächster Spieler
Nun kann der nächste Spieler die eben gelegte Spielkarte anzweifeln oder dem Vorgänger glauben. Glaubt er ihm nicht, deckt die eben gelegte Karte auf und erwischt ihn beim Lügen, dann erhält der Lügner eine Lange Nase-Spielkarte an sein Pinocchio-Gesicht gelegt. Wurde er zu Unrecht der Lüge beschuldigt weil er seine Spielkarte richtig angesagt hat, so erhält der Spieler der gezweifelt hat die Lange Nase-Spielkarte.

Spielende
Wenn alle Kleiderkarten ausgespielt (sortiert) wurden, endet das Spiel. Der Pinocchio mit der kürzesten "Nase", d.h. der Spieler, der am seltesten beim Lügen erwischt wurde, bzw. sich am wenigsten geirrt hat, ist der Sieger.

Technisches
Die Spielkarten sind, auch für Kinderhände, klein und griffig genug und der Zielgruppe angemessen übersichtlich illustriert. Die Anleitung ist leicht verständlich und in kürzester Zeit gelesen.

Fazit:
Pinocchio spielt man am besten mit vielen Leuten und am besten mit Kindern die entweder schon ganz gut Lügen ("Pokergesicht") können oder zumindest keine Spielverderber sind. Meine 6jährige Nichte tut sich derweil mit dem Nennen von Variationen noch ein wenig schwer, d.h. wenn "Rote Hose" liegt und sie nichts passendes hat, legt sie eben eine "Rote Hose" und ist damit eher leicht als Lügnerin zu enttarnen. Aber das bekommen wir auch noch hin :-) insgesamt ein schönes Spiel, daß mit zunehmender Spielerfahrung auch jüngeren Teilnehmern mehr Freude bereitet.


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Wie wird gewertet?

Name: Pinocchio

Art: Kartenspiel für Gesellschaftsspiele - Karten; Box;

Publikationsjahr: 2000

Preis: 7 Euro

Kontakt: Amigo Spiel+Freizeit
Homepage: www.amigo-spiele.de

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Letzte Änderung / Last modify: 2008-01-20