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BattleTech Romane - Blut der Kerensky: Blutiges Vermächtnis (112)

Die Clan-Invasoren haben ihr nächstes Ziel ausgemacht - Luthien, die Zentralwelt des Draconis-Kombinats. Haus Kurita muß auf seiner Heimatwelt ums nackte Überleben kämpfen.

Sie sind nicht zu stoppen. Hanse Davion sieht sich einer Situation gegenüber, die er nicht zu erhoffen wagte... die endgültige Niederlage des Drachen - Haus Kuritas. Soll er seinen anderweitig beschäftigten Gegner überfallen und den Feind auslöschen, gegen den seine Familie seit über 300 Jahren Krieg führt? Oder soll er ein Mit-Haus der Inneren Sphäre gegen einen Feind unterstützen, den Davion und das Vereinigte Commonwealth vielleicht sonst nicht besiegen könnten?

Die Clans. Seit sie in der Inneren Sphäre aufgetaucht sind, sind die Clans von einer Welt zur nächsten vorgerückt, ohne die Kräfte, die sich ihnen entgegenstellten, auch nur zu beachten. Ihre Technik ist allem überlegen, was die Innere Sphäre aufzubieten hat. Sie sind durch bewußte Selektion für den Kampf gezüchtet. Sie scheinen unaufhaltsam.

Die einzige Hoffnung der Menschheit - ein Bündnis von Todfeinden - scheint zum Untergang verurteilt. ComStar, die halbmysthische Sekte, versucht eine Situation herbeizuführen, die Davion, Kurita und die Clans in einen Krieg schleudert, an dessen Ende ComStar über den bewohnten Weltraum des alten Sternenbundes herrschen kann.

Im zweiten Band ist den Häusern der Inneren Sphäre schon klar geworden, daß sie es nicht mit Aliens, sondern mit der alten Sternenbundarmee zu tun haben. Die ehemaligen Clanangehörigen, die Söldnertruppe Wolfs Dragoner, lädt deswegen die Führer und ihre Thronfolger auf ihren Heimatplaneten Outreach ein, um sie dort über die Clantaktiken aufzuklären und ihnen Training anzubieten. Diese Szenen sind schon sehr faszinierend, da hier zum ersten Mal eine Annäherung der Erzfeinde Kurita und Davion stattfindet. Bei Theodore und Hanse Kurita geht dies schneller vonstatten als bei ihren Nachfolgern Hohiro und Victor. Einzig Haus Liao läßt sich nicht auf eine Zusammenarbeit ein und dreht sein eigenes Ding.

Währenddessen verfolgt man in den Szenen bei den Clans das Geschehen aus ihrer Sicht und lernt weitere Dinge über ihre Lebensweise. Im Gegensatz zum ersten Band der Trilogie bestimmt allerdings hier die Politik das Geschehen. Der ehemalige Söldner Phelan Kell erlebt, wie sein Khan in der Kritik steht, sich schlußendlich aber erfolgreich verteidigen kann und zum IlKhan, dem Führer aller Clans, gewählt wird. Doch auch Phelan entwickelt sich weiter: Er muß die Prüfungen bestehen, die ihn zum anerkannten MechKrieger machen.

Die Qualität dieses Buches wie auch die der anderen Bände der Trilogie ist durchweg sehr gut. Stackpole versteht es, immer nur so viel von den Plänen der Mächte preiszugeben wie gerade notwendig, wodurch die Spannung immer auf einem hohen Level gehalten wird. Die Roman-Schreibe des Autors selbst ist hochklassig, und auch die von ihm präsentierten Clans sind als Gesellschaft höchst faszinierend. Stackpole entfaltet das Mysterium um diese andersartigen Menschen recht geschickt, auch wenn er sich meiner Meinung nach um ein zentrales Thema, nämlich das Klonen, sehr erfolgreich drückt. Doch vielleicht wollte er nachfolgenden Romanautoren auch noch Stoff lassen. ;-)

Die Schlachten und Kämpfe sind gut dargestellt; Wiederholungen in den Beschreibungen der Kämpfe oder bei den Taktiken sind mir nicht aufgefallen. Gut gefallen tun mir in diesem Zusammenhang der Charakter Kai-Allard Liao, der sich und seine Fähigkeiten stetig unterschätzt, und Victor Steiner-Davion, der sich selbst als Nachfolger Hanse Davions auch noch unter Beweis stellen muß. Was ich bei den Charakteren weniger schön fand, war die Tatsache, daß kein Anti-Held dabei war. Durchweg tauchen in der Trilogie leider wieder lauter hehre Recken auf, die alle mehr oder weniger von der Machart austauschbar sind, auch wenn sie sich natürlich in Nuancen unterscheiden. Ein wenig mehr Farbe täte den Charakteren ganz gut.... ein Manko, daß sich leider durch die meisten der BattleTech-Romane zieht.

Wer etwas über den Ursprung der Clans lesen möchte, dem sei der Vorgängerband sowie der Folgeband der Trilogie wärmstens empfohlen. Außerdem gibt es eine Serie im Classic BattleTech-Universum, die sich mit der Gründung der Clans beschäftigt.

Fazit:
Ein Muß für alle Clan- und Actionfans!


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Markus Pöstinger
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Name: Blut der Kerensky: Blutiges Vermächtnis (112)

Art: Roman für BattleTech Romane; 469 Seiten; Taschenbuch;

Publikationsjahr: 1992/2002

ISBN-10: 3-45305-397-4

ISBN-13: 978-3-45305-397-7

Kontakt: Heyne
Homepage: www.randomhouse.de/heyne/

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Letzte Änderung / Last modify: 2008-01-20