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D20-System - Phantastische Welt Muin: Muin

Schon vor geraumer Zeit erhielt ich den semiprofessionellen Quellenband 'Die phantastische Welt Muin' für das D20 Regelwerk.
Die Open Game Lizens macht's möglich eine Fantasywelt in deutscher Sprache und aus deutschen Landen, vollkommen zu Dungeon & Dragon3. Edition kompatibel. Hört sich interessant an, ist es aber nicht.

Der Verlag schreibt:
Eine D20 Fantasy Kampagnen Welt mit keltischem Flair, universell Einsetzbar
'Die Phantastische Welt Muin' ist eine, an die keltische Kultur der Erde angelehnte Phantasiewelt, die als eigenständige Hintergrundwelt verwendet, odr in bestehende Welten eingegliedert werden kann. Genaue Regionalbeschreibungen mit den dazugehörigen Begeghnungstabellen, ausführliche Beschreuibungen der Kulturen und der Geschichte des Kontinentes 'Karypto' sollen sowohl dem Spieler, als auch dem Spielleiter als Spielhilfe und Inspiration für Abenteuer in der unendlichen Welt der Phantasie dienen.
'Die Drachengilde', der Herausgeber dieses Buches wird ständig neue d20 Abenteuer veröffentlichen, die in dieser Welt spielen und sie erweitern.

Design:
Hier bemerkt man schlechte Druck bzw Bindungsqualität, die zumindest bei meinem Exemplar die Lesbarkeit teilweise einschränkte. Satz und Layout taten ihr übriges. Hier mal der Schnelldurchlauf der gröbsten Schnitzer:
Schlecht gewählte Schriftarten, unregelmäßiges Design. Fehlende bzw im Textfluss eingebaute Überschriften, eine Rechtschreibung das selbst mir graust (Frauhen nur mal so als Beispiel)
Wie schon so oft gesagt, verzeiht man dem Design einiges, wenn's inhaltlich stimmt.

Muin:
Muin ist eine Welt, die eindeutig versucht keltisches Flair zu vermitteln und damit sehr erdähnlich gerät. Auch wenn die Kontinente und die Götter andere Namen haben, ist das historische Vorbild klar zu erkennen.
Dann werden Regionen und Städte beschrieben. Nichts was man nicht auch in einem anderen Quellenband oder in einem populärwissenschaftlichen Geschichtsbuch lesen könnte. Und dort vermutlich spannender.
Was soll ich davon halten, das die dort lebenden Einwohner bzw. deren Klassen wie folgt beschrieben werden PAL 3.*2, PAL 2.*3, PAL 1.*5...
Ja wozu muss ich wissen, das 3 barbarische Barbarenkrieger der 2 Stufe in der Stadt leben? So was sollte doch eher aus der Beschreibung abzuleiten sein, statt hier zeilenweise irgendwelche Zahlen niederzuschreiben.
Der beste Teil ist der geschichtliche Abriss, der 5000 Jahre wechselvoller Geschichte schildert, mal ganz abgesehen davon, das in einer mittelalterlichen Welt die Geschichtsschreibung wohl kaum so weit zurückreicht. Aber auch hier gibt es nur die übliche Einheitsbrühe, nichts was man nicht schon irgendwann irgendwo gelesen hätte.
Die Novität von Muin TATA sind die Orkelfen. Was das ist wird dann eher knapp und unausgegoren dargestellt. Gerade ausführlich genug, daß man weiß, das man auf diese Rasse getrost verzichten kann.

Spielleiter:
Hier wird zum einen das keltische Alkatraz (R'az T'alka) beschrieben, (sicher haben sich die Autoren diebisch über ihre geniale Wortschöpfung gefreut, die sie auf eine Stufe mit den geistige Perlen aus der DSA Redaktion stellt. ) wäre eine gute Idee. Geht aber wie so vieles in diesem Buch mächtig in die Hose, da es vollkommen unglaubwürdig ist.
Die Begegnungstabellen zeigen einige gute Ideen, die ganz nett wären, wenn das Layout lesbar wäre.
Dem Meister werden zusätzliche Kampagnenregeln angeboten, Das System der Rufpunkte ist eine Art Imagewert für den Charakter, was eine nette Idee ist, was aber die Schicksalspunkte für die Spieler ! sollen, weiß ich nicht.
Gute Idee das Rechtssystem, was universell für D20 nutzbar sein soll. Da hätten die Autoren nur mehr Zeit drauf verwenden müssen um es sinnvoll zu machen. Also ich verlier lieber einen Finger, als 10 Jahre auf einer Gefängnisinsel zu verbringen. Welche Strafe hier schwerer wiegt als die andere ist dem gesunden Menschenverstand nicht unbedingt einleuchtend.
Nicht verkneifen konnte man sich die Einführung einer Prestigeklasse, die natürlich nur für weibliche Charaktere geeignet ist, und deshalb nur diesen einen Satz bekommt.
Die Artefakte, die des weiteren vorgestellt werden, sind teilweise gut und teilweise Mist, womit sie dem Gesamtstil des Bandes treu bleiben.

Fazit:
Im Vergleich mit den zahlreichen Quellenbüchern und Kampagnenhintergründen kann Muin zumindest einen Vorteil für sich verbuchen, es ist in deutscher Sprache.
Ansonsten wird nichts wirklich Neues geboten, und schon gar nichts, was den Preis von 15 Euro rechtfertigen würde.
Vieles was eine durchaus brauchbare Idee gewesen wäre wird leider grauenvoll umgesetzt.

Für Muin sind einige Erweiterungen erschienen, die nicht zum Test vorlagen, so das mir nur zu hoffen blebt, das sich die Autoren diesmla mehr Mühe gegeben haben und aus den Fehlern ihres Erstlingswerkes gelernt haben.
- Saloria ein D20-Abenteuer für 5. - 8. stufige Charaktere
- Die Helden Muins eine Art Charakterguide
- Die Jagd nach der zerbrochenen Sonnenscheibe

Eine Rezension von



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Christoph Böhler
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Name: Phantastische Welt Muin: Muin

Art: Quellenmaterial für D20-System; 130 Seiten; Softcover;

Publikationsjahr: 2002

ISBN-10: 9-08064-921-x

ISBN-13: 978-9-08064-921-7

Kontakt: Drachengilde

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Letzte Änderung / Last modify: 2008-01-20