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Computerspiele - Anachronox

Lang angekündigt und doch immer wieder verschoben ist das Sci-Fi RPG 'Anachronox' nun seit Juli im Handel. Wir haben für euch Testgespielt und sagen euch ob sich das Warten gelohnt hat.
Die ersten Previews zu diesem Spiel gab es bereits 1997/98 jetzt ist das Spiel¸ welches die Quake 2 Engine verwendet schon in punkto Grafikdarstellung nicht mehr auf dem neusten Stand¸ auch wennn sich das Ion Storm Team bemüht hat das maximale aus den optischen Möglichkeiten zu holen.

Doch worum geht's bei dem Spiel?
'Anachronox' (dt: Das Gift aus einer vergangenen Zeit) ist eine uralte Stadt im Zentrum des Universums und gleichzeitig in einer Spehre ¸ einer Art riesigem Sender.
Diese Speher fungiert als Portal für Reisen zu fernen Planeten und wurde offensichtlich von den längst verstorbenen Aliens die in 'Arachnorox' lebten geschaffen.
Die Aliens sind längst (am Gift?) gestoreben und so sammelt sich dort der Abschaum des Universums.
Einer von diesen halbseidenen Gestalten ist der Held dieses Spiels Sylvester 'Sly' Boots. Alte Schulden drücken ihn und so übernimmt er den Job eines Leibwächters. Dieser Auftrag führt ihn auf einen Planeten¸ der kaum nachdem er seinen Fuß auf die Oberfläche gesetzt hat¸ auch schon in die Luft fliegt. Etwas seltsames geht hier vor und unser Held ist mitten drin. Es sieht so aus¸ als wolle jemand oder etwas das ganze Universum vernichten.

Der Trailer¸ den ihr Hier downloaden könnt¸ macht euch sicher Appetit und gibt euch einen Vorgeschmack.

Technisch handelt es sich hier um ein Rollenspiel im klassischen Sinne. Der Spieler kann bis zu drei Charaktere gleichzeitig führen. Im Spiel selber stehen ihm bis zu 6 zur Verfügung.Diese Helden allerdings sind nicht die klassischen SCI-FI Helden¸ die man vielleicht erwartet.
Es handelt sich viel mehr um Helden¸ die ihre besten Tage schon hinter sich haben. Aber nur sie können das Universum retten.
Wer sich jetzt an das gute alte 'Superheldenliga von Hobocken' erinnert fühlt liegt nicht einmal so falsch¸ Auch wenn 'Arachnorox' nicht ganz so skurrile Charaktere zu bieten hat.
Humor und durchgedrehte Zwischensequencen gibt es hier aber zu hauf. Fieslinge sind richtig fies und die Helden leider nicht immer wirklich kompetent.

Da währe zunächst Grumpos Masavastros¸ ein Gelehrter. Danach schließt sich dann der Roboter (Slys Dien-O-Bot;) an¸ gefolgt von einer alten Freundin¸ die momentan im Söldnergeschäft tätig ist.Dann wäre da noch El Puno.so eine Art Supermann für Fußgänger und nicht zu vergessen Das Hologramm von Slys Sekretärin.
Jeder dieser Charaktere bietet natürlich spezielle Fähigkeiten¸ ohne die das Spiel nicht zu lösen wäre. Beispielsweise ist Slys Dien-O-Bot; der geborene Hacker.
Stoff für jede Menge abgedrehte Aktion.

Steuerung und Feeling
Das Geschehen wird und in der sogenannten Third-Person Perspektive dargeboten¸ wobei sich der Blickwinkel jederzeit mit Hilfe der Maus ( Life-Cursor) ändern läßt. Denkt einfach an einen Egoshooter und ihr wißt wie das so aussieht und abläuft. Dazu wird das Keyboard für Bewegungen und bestimmte Aktionen genutzt. Alles andere wie schauen¸ sprechen und Türen öffnen wird mit dem Cursor in Point und Klick Manier erledigt.
Sobald unsere Helden einigen Fieslingen begegnen wird in den Kampfmodus gewechselt. Es steht ein gewisser Zeitintervall zur Verfügung¸ in dem man seine Aktionen festlegen kann. Die dann ausgeführt werden. Ist also eine Mischung zwischen Echtzeit und Rundenkampf.
Mir persönlich hätte ein reine Rundenkampf besser gefallen¸ aber man kommt zurecht.Folgende Punkte stehen dabei zur Verfügung:
- mit der Primärwaffe angreifen
- auf dem Schlachtfeld umherziehen
- ein Item benutzen
- MysTech nutzen
- die Umgebung ausnutzen
- speziellen Kampfskill anwenden.

Jeder der Charaktere verfügt über seinen speziellen Kampfskill¸ wie z.B. Energieschirm oder zu Boden quatschen. (zum Glück wird das nur ausgewürfelt und man muß das Geschwafel nicht ertragen.)
MysTech steht erst im späteren Spielverlauf zur Verfügung und kann am ehesten mit Magie gleichgesetzt werden.
Der Kampf ist nicht so nervenzerfetzend wie bei Ego Shootern¸ denn man hat die Möglichkeit Beispielsweise Medikits oder Heiltränke zu verwenden.
UND er sieht wirklich gut aus.Kamerafahrten¸ Animationen und Spezialeffekt in der Art von Final Fantasy nur grafisch viel besser.
Wie sich das nach Wochenlagen spielen auswirkt weiß ich nicht. Aber nach drei Tagen ist es noch nicht langweilig.

Plus und Minus
Die Kamarafahrten sind wirklich genial¸ auch bei Zwischensequencen und Dialogen entlocken sie einem immer wieder ein Oh.Schau euch den Trailer an und ihr wißt was ich meine. Ansonsten ist die Grafik nicht mehr auf dem maximal möglich Level¸ aber immer noch sehr gut. Mehr hat die QUAKE 2 Engine eben nicht hergegeben.
Dialoge werden überwiegend gelesen. Nur ein geringer Teil ist mit Audio versehen. Wenn man bedenkt¸ das es ohnehin nur auf englisch verfügbar ist¸ macht das Lesen meist zum Verstehen den größeren Sinn. Bei der deutschen Version sind auch nur die Texte bzw. Untertitel ins deutsche übertragen¸ die Audiosequencen bleiben im Original.
Spaß machen auch die zahlreichen Puzzles¸ die man braucht um Türen o.ä. zu öffnen. Man kann sie lösen¸ wenn es einem Spaß macht oder einen Skill benutzen. Das erspart eine Menge Frust.
Viel wichtiger als das Aussehen sind aber Story und Hintergrund zu bewerten. Hier wird man schnell in den Sessel gefesselt¸ viele Geheimnisse warten darauf gelüftet zu werden. Atmosphäre satt¸ dazu eine Menge Humor ein PC-Rollenspiel im besten Sinn.

Fazit:
Nicht ein wirkliches Rollenspiel¸ (nach meiner Meinung gibt es ja keine Computerrollenspiele) Aber ein sehr gelungenes Fantasyspiel¸ mit dem auch ein Rollenspieler jede Menge Spaß haben kann...

Eine Rezension von



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Christoph Böhler
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Wie wird gewertet?

Name: Anachronox

Art: Computerspiel für Computerspiele; Windows CD;

Publikationsjahr: 2001

Preis: 20 Euro

Kontakt: EIDOS Interactive

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Letzte Änderung / Last modify: 2008-01-20