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Gesellschaftsspiele - Brett - Attika

Attika ist ein strategisches Brettspiel, das auf Auslegen und Entwickeln basiert und zugleich einen recht einfachen und doch stets variablen Spielverlauf bietet. Jeder der Spieler stellt eine der vier großen griechischen Stadtstaaten dar: Athen, Sparta, Theben oder Korinth. Ziel des Spieles ist es, seine gesamten Stadtplättchen zu verbauen, und zwar auf einem recht begrenzten Spielplan. Denn zunächst ist nur ein kleiner Teil der zu besiedelnden Welt verfügbar, erst nach und nach (immer wenn ein Spieler einen seiner vier Gebäudestapel verbraucht hat) kommen weitere Spielplanteile ins Spiel.
In seinem Spielzug hat der Spieler zwei Möglichkeiten: entweder er deckt seine Gebäudeplättchen auf und verbaut sie gleich direkt oder er legt sie auf seine Ablagetafel (die so etwas wie sein Plan für zukünftige Bauvorhaben ist und ihm auch einen Überblick über sinnvolles kostengünstiges Bauen bietet), oder aber er verbaut Plättchen von seiner Ablagetafel. Die Gebäude kosten verschiedene Rohstoffe, die Kosten sind darauf zu ersehen. Auf den Spielplanteilen sind immer einige Symbole der Rohstoffe (hier 'Landschaften' genannt), die das Bauen verbilligen können.
Somit besteht ein Großteil der Taktik des Spieles in geschicktem anlegen, aufdecken oder Bauen. Der Spieler, der an der Reihe ist, hat die Qual der Wahl: soll er schnell bauen, dafür aber teurer, weil gerade keine optimalen Felder am Spielplan vorhanden sind oder der Platz wieder mal zu eng ist, soll er Gebäude von seinen Stapeln aufdecken um vielleicht das benötigte Gebäude zu ziehen oder um den Stapel mit den Plättchen zu Ende zu bringen, um mit einem neuen Teil den Spielplan zu erweitern, oder soll er den Gegnern in den Weg bauen, zumal es auch eine Gewinnvariante wäre, mit seinen Gebäuden die zu Beginn des Spieles fix aufgestellten Heiligtümern zu verbinden. Soll man also aufdecken, bauen, oder gar Rohstoffkarten ziehen? Letzteres kann nämlich stets als Ersatz für eine der Aktionen 'aufdecken' oder 'bauen' gewählt werden, und Rohstoffe braucht man früher oder später sicherlich…
Man sieht, eine Menge Variablen sind zu bedenken, und auch die Züge der Mitspieler muss man stets im Auge behalten. Dies macht das Spiel zu einer spannenden Sache, und eine Partie Attika ist eigentlich niemals langweilig, weil der Spielplan und die Reihenfolge der zu bauenden Gebäude immer wechseln. Ein Spiel ist in etwa knapp einer Stunde vorbei mit vier Spielern, das ist gerade die rechte Zeit.
Es finden sich bei Attika etliche Elemente aus den klassischen Legespielen der letzten Zeit (Siedler, Carcassonne), und doch kopiert Attika diese Spiele nicht sondern beweist durchaus Eigenständigkeit. Das Spielprinzip hat man nach ein, zwei Spielen verinnerlicht, und einem flüssigen Spielverlauf steht dann nichts mehr im Wege.
Lobenswert ist eine sehr klar gehaltene, anschaulich illustrierte Spielregel. Man begreift die Spielmöglichkeiten bereits beim ersten Durchlesen der klar verständlichen Spielregel, einem Spielspaß steht somit nichts im Wege. Dazu trägt auch die Aufmachung bei: sehr schön gestaltete Gebäudeplättchen, schöne Ablagetafeln und eine hübsch anzusehende Box. Man kann daher Attika all denen, die mit 'Siedler von Catan' oder 'Carcassonne' schon ihre Freude hatten, ebenfalls bestens empfehlen.

D.G. © Halle der Helden 2003

Eine Rezension von



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Günther Dambachmair
von www.halle-der-helden.at
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Name: Attika

Art: Brettspiel für Gesellschaftsspiele - Brett; Box;

Preis: 27 Euro

Kontakt: Schmidt Spiele
Homepage: www.schmidtspiele.de/

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Letzte Änderung / Last modify: 2008-01-20