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Werewolf-The Apocalypse - Tribebook: Corax

Auch wenn das Coraxbreedbook schon seit längerem auf den Markt ist (eigentlich schon weit bevor überhaupt an eine überarbeitete Regelwerksfassung gedacht wurde) so ist es doch der Erwähnung wert, da es wohl zu den besseren seiner Art gehört und die Corax in einem strahlenden Licht erscheinen lässt, der weit über den Ruf des Spassmachers und Lästermauls hinausgeht.
Die Werraben haben ein breites Spektrum ohne auf verschiedene Vorzeichen oder Stämme zurückgreifen zu müssen und sie bilden eine interessante Alternative zu den doch eher kampflastigen Garou. Aus diesem und vielen anderen Gründen, die im Laufe dieses Reviews offenbahrt werden dürften, ist dieses Buch durchaus weiter zu empfehlen.

Der Aufbau des CBB:Corax ist nicht anders als seine Vorgänger und Nachfolger. Alles beginnt mit einem bunten Comic (den ich nur überflogen habe, und ich inzwischen nicht wirklich behaupten kann dass ich weiss um was es geht). Auch über die einseitige Einleitung kann ich nicht viel sagen, auch diese hat sich mir aus dem gedächtnis gelöscht, aber man mag mir das verzeiehen, es sind nur ein paar Seiten.

Kapitel eins An Oral History beschreibt die Geschichte der Corax, natürlich erzählt aus Coraxmund. Man erfährt dass sie die letzten der Gestaltwandler waren, die 'Second generation', um die Fehler der vorangegangenen Generation auszubügeln. Wie die Nuwisha sind es Trickser, aber ihe Aufgabe geht weit darüber hinaus. Ähnlich den Bastet sind sie Beobachter, doch anders als diese behalten sie die Dinge die sie sehen nicht für sich.
Man erfährt einiges über die Rolle der Corax in den verschiedenen Kriegen (und oft halfen sie anderen Fera und Kinfolk durch ihr Wissen über das Umbra, und mehr als einmal fielen die Garou ihren Tricks und Verschleierungen zumn Opfer). Die Rolle die sie hatten mag klein gewesen sein, aber wichtig für diejenigen die ihnen ihr Leben verdanken. Aber niemand dankt es ihnen, das Vorurteil des Lästermauls haftet ihnen immer noch an, aber sie sind die letzten die es ändern würden.

Going Through Customs, das zweite Kapitel bringt dem Leser die Gesellschaft der Corax näher. Dazu gehören neben einer Beschreibung der Gesetze des Rabens (sozusagen die Litanei der Corax) und verschiedener Camps (ähnlich der Garou, wobei dabei durchaus einige sehr interessante dabei sidn, auch wenn sie sich weniger für Spieler eiggnen, beispielsweise die Sun Lost, die fast nur noch im Umbra zu finden sind oder die gefürchteten Morrigamns, von denen es nur drei Mitglieder gibt) auch die Beschreibung von Coraxversammlungen oder die Angewohnheit die Augen von Toten zu trinken um das Wissen zu erlangen.
Dieses Kapitel verleiht den Corax viel Tiefe und es hat bei mir viel dazu beigetragen mein Interesse an diesen Fera zu wecken. Sie haben durchaus etwas sehr sympathisches an sich.

A Birds Eye view zeigt die Welt aus den Augend er Corax, das deutet der Titel ja auch schon an. Nur selten sidn die Corax willkommen, weil andere Fera bereits Besitzansprüche geltend machen. Die Bastet und Ananasi verteidigen den afrikanischen Kontinent udn die Hengeyokai Asiens sind etwas zu fremdartig für den westlichen Corax-Geschmack (auch wenn die Tengu an sich selbst Corax sind, aber da hört die Gemeinsamkeit schon auf).
Das Umbra wird nur kurz geschildert, obwohl die Corax sich dort sehr gut auskennen sollen. Schade, aber es gibt andere Bücher die das Umbra beschreiben udn mehr hätte wohl den Rahmen des Buches gesprengt.
Die Meinungen zu den verschiedenen Garoustämmen sind sehr unterschiedlich, genauso wie unterschiedlich die Stämme auch sind. Die Kinder Gaias werden als niedlich angesehen, die Roten Klauen sind nicht mehr als Tiere. Mit einigen Stämmen verkehren die Corax häufiger als mit anderen.
Und natürlich halten sich die Corax in Bezug auf die anderen übernatürlichen Wesen kein Blatt vor den Schnabel.
Auch die Frage nach Coraxvampiren wird geklärt: Es scheint möglich zu sein, aber der zu zahlende Preis ist zu hoch als dass eine solche Missgeburt eine lange Überlebenschance hat.

Trait and Secrets bildet das Charakterkapitel, welches dazu dient den Corax mehr Tiefe zu verleihen und ihn mit einigen Dingen auszustatten, welche weit über die im Players Guide beschriebenen hinausgehen.
An sich enthält dieses Kapitel all das was in vergleichbaren Kapiteln ebenfalls zu lesen ist: Kurzbeschreibungen der verschiedenen Bruten (es gibt keine Metis, was bedingt ist durch die Entstehung der Corax durch ein Ei im Umbra), die Beschreibung der Rabenfähigkeiten, neue Fähigkeiten (unter anderem auch Fliegen), Neue Hintergründe (Other People's Secrets, Umbra) Maps), Beschreibungen der verschiedenen Formen (wobei Corax nur drei haben: Homid, Crinos und Corvid), Merits und Flaws, Gaben (Corax erhalten zwar drei Gaben am Anfang der Charaktererschaffung allerdings müssen sie nicht unter Vorzeichen, Brut und Stamm wählen), Riten und Fetische. Es wird viel geboten und einige sehr unterhaltsame Dinge verbergen sich ebenfalls in diesem Kapitel (die Merits und Flaws sind ausnahmslos sehr unterhaltsam udn bieten viele Möglichkeiten für unterhaltsames Rollenspiel, wenn beispielsweise ein mensch sich nach wie vor wie ein Vogel verhält, oder wenn er plötzlich Heisshunger auf den totgefahrenen Igel bekommt).

Der Anhang stellt Corax-Templates und bekannte Persönlichkeiten der Raben vor.

Auch wenn Corax nicht ganz so dick ist wie die anderen CBBs (abgesehen von Nuwisha) so bietet es doch eine Hülle und Fülle an Informationen und Interessantem aus der Welt der geschwätzigen Lästerschwestern. Und diejenigen die sich in den Ragabash verliebt haben könnten dadurch eine ganz andere Variation des Tricksers erfahren.
Schade ist wohl nur dass man nicht allzuoft die Gelegenheit haben dürfte etwas anderes als einen Garou zu spielen....

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Name: Tribebook: Corax

Art: Quellenmaterial für Werewolf-The Apocalypse; 104 Seiten; Softcover;

Publikationsjahr: 1998

ISBN-10: 1-56504-337-5

ISBN-13: 978-1-56504-337-4

Preis: 20 Euro

Kontakt: White Wolf
Homepage: www.white-wolf.com

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Letzte Änderung / Last modify: 2008-01-20