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Werewolf-The Wild West - Wild West Companion

Das Wild West Companion ist für Werewolf - The Wild West dass was das Dark Ages Companion für Vampire - The Dark Ages ist. Okay kein besonders geistreicher Einleitungssatz, aber irgendwie entschlüpfte er meinen kreativen Gehirnwindungen.
Genug des Geschwafels, in meinen Augen ist dieses Companion durchaus gelungen vertieft es doch das Wissen und das Flair des Wilden Westens.
Das einzige was vielleicht als negativ anzumerken sei, ist die doch sehr dunkle Abbildung der Zeichnungen und Kapitelüberschriften, wleche kaum zu lesen sind. Aber vielleicht ist das ja auch nur bei meinem Exemplar der Fall.

Auf eine Einleitungsgeschichte wurde verzichtet, selbst die Einleitung ist sehr kurz geraten und gibt nur eine kurze Inhaltsangabe der kommenden Kapitel wieder. Die insgesamt 143 Seiten sind also vollgepackt mit Wissen über den Wilden Westen udn seine Bewohner.

Kapitel eins, The Savage West, gibt einen Einblick in das alltägliche Leben der Bewohner des Wilden Westens. Was machen Farmer den ganzen Tag, wie leben Schienenarbeiter, und was hat es mi den geheimnisvollen Chinesen auf sich. Über die vertretenen Religionen erfährt man genausoviel wie über die allgemeine Geographie des Wilden Westens. An sich enthält dieses Kapitel, welches dem Leser von dem Nuwisha Laughing Manyskins näher gebracht wird, eine Unmenge an Informationen welche benötigt werden um dem Wilden Westen den Realismus zu geben den er verdient. In meinen Augen ein durchaus gelungenes Kapitel, auch wenn das Hauptaugenmerk auf den Siedlern ruhte, über die Indianer erfährt man so gut wie nichts.

Kapitel zwei, The Storm Umbra, bescheibt das Umbra des Wilden Westens und die seltsamen 'Wetterphänomene' welche dort zu finden sind. Abgeschlossen wird dieses Kapitel mit einigen Ideen für den Erzähler wie er das Umbra und die Spieler verbinden kann, denn damals herrschten dort ganz andere Verhältnisse als heute. Heute ist der Stormeater besiegt und die seltamen Stürme sind verschwunden.

Kapitel drei, Flesh Out Character, ist ein typisches Charakterkapitel und hätte an sich durchaus auch fehlen können. Und was bietet das Kapitel? Merits und Flaws (eine kleinere Schriftart hätte auch ausgereicht), neue Gaben, die Schwächen der einzelnen Stämme (kein Unterschied zur Neuzeit) und Archetypen für Verhalten und Wesen. Auch ohne diesem Kapitel kann man einem Wild West-Charakter Tiefe verleihen.

Das Kapitel vier: Well-Armed Storyteller dürfte man teilweise als Monster-Kompensium sehen. Neben den Werten zu den häufigsten Tierarten (bei deren Aufzählung auch der ziegenblutsaugende Chupacabra, der texanische Pterodactyl und das Jackalope, von dem ich vorher noch nie gehört habe, nicht fehlen) finden sich dort auch Wesen, welche durch die besonderen Begebenheiten des Umbras und seiner Stürme entstehen.
Den zweiten Teil des Kapitels bilden Tips wie man Massenschlachten spielbar macht. ich gebe zu dass ich das nicht weiter gelesen habe, denn obwohl Werwolf (egal ob die moderne Variante oder das WildWest-Spiel) ein eher kampforientiertes Spiel ist, bei wahren Massenschlachten vergeht einem schnell die Lust. Und trotz allem sollte Werwolf, Kampf hin oder her, doch charakterbezogen bleiben.

Kapitel fünf (das letzte, denn ein Appendix existiert auch nicht). The Wanderers of Other Trails, beschäftigt sich mit dem 'Beiwerk', anderen Gestaltwandlern.
Allerdinsg handelt es sich hier nicht nur um die bekannten, denn in diesem Compendium wird einer jener Lost Tribes beschrieben, der in de Neuzeit bereits ausgestorben ist: Die Bunyips. Ich bin zwar ein grosser 'Fan' des Beutelwolfs, und auch die Bunyips sind mir nicht egal, allerdinsg finde ich sie im Wilden Westen doch ziemlich fehl am Platze. Nur weil sie in der damaligen Zeit noch existierten hätte man sie durchaus auch weglassen können. Beutelwölfe welche Bisons jagen, wie lächerlich.
Aber neben den Bunyips werden auch noch ein paar andere Gestaltwandler kurz vorgestellt: Ananasi, Gurahl und Qualmi werden auf jeweils mindestens sechs Seiten beschrieben.
Nuwisha, Pumonca und Corax werden in Frontier Secrets vorgestellt.
Doch auch das war es noch nicht. Ist mir im Moment zwar nicht geläufig ob die Ratkin irgendwo für Wild West beschrieben wurden, so finden sich hier Anmerkungen zu den Cascaras, welche nichts anderes sind als die seltenen, aber bei vielen Powergamern beliebten Abominations, den Werwolfvampiren. Aber die bemitleidenswertesten Geschöpfe unter den Gestaltwandler sind wohl die Infeliz (Los Infelizos). Ausgestossene Bastarde welche aus einer Schattenlord/Uktena-Verbindung hervorgegangen sind. Stolz sind diese bemitleidenswerten Kreaturen wirklich nicht zu nennen, udn so ist es auch nicht verwunderlich, dass der letzte Vertreter dieses 'Stammes' 1937 in einem Krankenhaus stirbt. Nicht sehr heldenhaft.

Abschliessend sei nur noch erwähnt dass das Wild West Companion eine lohnenswerte Erweiterung zum Regelwerk darstellt.

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Name: Wild West Companion

Art: Quellenmaterial für Werewolf-The Wild West; 144 Seiten; Softcover;

Publikationsjahr: 1998

ISBN-10: 1-56504-344-8

ISBN-13: 978-1-56504-344-2

Kontakt: White Wolf
Homepage: www.white-wolf.com

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