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Vampire-Dark Ages - Iberia by Night

Woran denkt man wenn man an Spanien denkt? In erster Linie an Lasombra. Zumindest geht es mir so. Und genau darum geht es. Ein Grossteil des Buches handelt von den Intrigen des Clans der Nacht, aber auch der Rest der Vampirgesellschaft wird nicht benachteiligt so dass eine sehr interessante Mischung zustandegekommen ist.
Mir hat das Buch sehr gut gefallen, sogar besser als Transylvania by Night. Anders als die vorangegangenen Publikationen für Dark Ages wurde das Setting in das Jahr 1212 gelegt, für die iberische Halbinsel ein interessanteres Jahr und so wird Spielern und Erzählern die Möglichkeit geboten die Bitter-Crusade-Chronik fortzusetzen.
Und wenn die Neuzeit (sprich Maskerade) eitergeht warum sollte nicht auch die Alte Welt voranschreiten. Eine jahrelange Chronik im Jahre 1197 ist auch sehr unrealistisch.

Iberia bei Night ist aufgebaut wie jedes andere Buch dieser Art.
Ich habe sogar die Einleitungsgeschichte gelesen, welche ich sehr spannend fand. Die Geschichte zweier 'Freunde' mit einem interessanten Ende.
In der eigentlichen Einleitung finden sich neben dem üblichen Überblick über die nachfolgenden Kapitel und einer Übersichtskarte auch Auflistungen verschiedener Randgruppen und ihrer Sprachen, denn davon gibt es einige. Das heute gebräuchliche Spaanisch existiert noch nicht, und neben portugiesisch, arabisch und hebräisch gibt es noch einige andere SPrachen die in heutiger Zeit nicht mehr existieren.

Ein Kapitel beschäftigt sich mit der sehr interessanten Geschichte, ein anderes mit den verschiedenen Königreichen, da damals das Spanien wie wir es heute kennen noch nicht existierte.
Interessant ist der Konflikt zwischen Christentum und Moslems, welcher in Iberien bedingt durch die Taifa-Königreiche im Süden, besonders stark ist und welcher sich durch das ganze Buch zieht. Natürlich sind auf beiden Seiten Lasombra vertreten, was zu zahlreichen interessanten Begebenheiten führt und dem Erzähler zahlreiche Möglichkeiten bietet, selbst wenn er sich für eine andere 'Randgruppe' (Beispielsweise Juden oder eher neutrale) Charaktere entscheidet.
Der geographische Teil des Buches wurde in zwei Kapitel gespalten, eines welches sich mit den christlichen Königreichen befasst und das zweite mit den Taifa-Königreichen der Moslems, die weniger miteinander verbündet sidn als man vielleicht annehmen dürfte.
Die Stadtbeschreibungen fallen relativ ddürftig aus, man erhält nur einen kurzen Einblick, aber für mehr reicht der Rahmen des Buches auch nicht aus. Es reicht aber aus um sein Setting zu finden.

Das Kapitel der Vedammten Iberiens ist ziemlich Lasombralastig, wie man durchaus erwarten würde, aber es sidn einige sehr interessante Charaktere dabei die sio gar nicht in das Bild des Clans passen würden. Mein Favorit ist Alfonso Palacios, ein ehemaliger 'Heiler'. Natürlich trifft man auch auf alte Bekannte, Lucita (wieder einmal wenn auch zur Abwechslung mal ohne Anatole) und Moncada, zwei Neugeborene mit allerdinsg nicht gerade geringer Macht. Gerade der Abschnitt der Lasombra gibt viele interessante Möglichkeiten auch Spielercharaktere in interessante Geschichten zu verwickeln.
Das Fehlen von Ravnos und Tzimisce fällt kaum ins Gewicht (zwei in Iberien eher unbedeutende Clans).

Was ich sehr interessant fand war das den Charakterbeschreibungen vorangegangene Kapitel in der einige bedeutende Gruppierungen Iberiens beschrieben werden, vampirische wie auch Sterbliche.
Natürlich fehlen die Freunde der Nacht, die Amici Noctis der Lasombra nicht (auch wenn es durchaus Lasombra gibt die Konkurrenten innerhalb des Clans töten ohne die Erlaubnis dafür einzufordern, und sie überleben das sogar). Daneben ist natürlich auch die Cainite Heresy und die Ashirra vertreten. Unter den menschlichen Gruppierungen sind zwei 'christliche' Vereinigungen, welche Jagd auf Vampire macht (oder machen würde, da The Sword of St James bisher nur einen Neugeborenen und einige Diener der Vampire zur Strecke gebracht haben, dafür ist dieser Orden ziemlich paranoid)

Der Abschluss des Buches bilden diverse Storyteller-Tips wie er eine entsprechende Chronik gestalten kann.

Kein anderes Buch bietet so viele Möglichkeiten für den Erzähler wie Iberia by Night, und so ist für lange interessnate Chroniken gesorgt. Ich kann das Buch durchaus weiterempfehlen, welches neben Konstantinopel bei Nacht wohl zu den Highlights der by Night-Serie der Dark Ages zählt. Die Zeit wird zeigen ob weitere Produkte dieser Art den hochgesetzten Standard halten können.

Eine Rezension von



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Name: Iberia by Night

Art: Quellenmaterial für Vampire-Dark Ages; Buch;

Publikationsjahr: 2001

ISBN-10: 1-58846-212-9

ISBN-13: 978-1-58846-212-1

Preis: 26 Euro

Kontakt: White Wolf
Homepage: www.white-wolf.com

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Letzte Änderung / Last modify: 2008-01-20