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Computerspiele - Robots

Eine lustige Welt voller Robots, erdacht von Chris Wedge der schon Ice Age kreiert hat, macht sich gerade in unseren Kinos breit, zu uns gebracht von Twentieth Century Fox. Passend zum computeranimierten Kinofilm für die ganze Familie hat Vivendi Universal bzw Sierra ein Computerspiel herausgegeben, um das es im Folgenden geht.

Im Film Robots geht es um eine Stadt in der nur Roboter leben: Robot City. Diese Roboter erinnern auf den ersten Blick an ihre Herkunft als Arbeitsmaschinen - bei genauerem Hinschauen aber entdeckt man, daß sie einen Alltag voller Aufgaben, kleiner Freuden und Sorgen haben. Eben ganz wie die meisten Menschen, nur daß es überall klickt und surrt wo sich etwas regt.
Handlungsinhalt des Films und auch des Computerspiels ist ein böser Tyrann, der Robot City in seine Gewalt bringen will. Roboter-Junge und Jung-Erfinder Rodney Copperbottom wird auf diese Machenschaften aufmerksam und versucht nun seine Freunde und die ganze Stadt vor diesem tragischen Schicksal zu bewahren.
Doch der Weg zu diesem Ziel ist lang, und voller böser Maschinen, die Rodney aufhalten wollen. Zum Glück gibt es aber auch liebenswertes Charaktere, die ihm hier und da weiterhelfen.

Die Installation dauert seine Zeit (obwohl es "nur" 1,3 Gigabyte auf der Platte sind), vermutlich auch weil das Laufwerk aufgrund eines Kopierschutzes öfter unsanft und geräuschvoll ausgebremst wird. Wer möchte kann am Ende der Installation auch seine Direct X-Installation auf den neuesten Stand bringen.
Der Start ins Spiel ist gleich optisch überwältigend, denn im Startmenü vollführt man eine Kamerafahrt durch eine Wohnung der Robots, wo man einige von Rodneys Freunden beim Erholen zuschauen kann - in Echtzeit berechnet.
Dieser gute Eindruck setzt sich dann zum Glück auch nach dem Start des Spiels fort, wo nach einer Video-Eingangssequenz das Tutorial startet, das einen mit der grundlegenden Steuerung vertraut macht. Robots hat alles, was man von einem guten Jump&Run-Spiel in 3D für Konsolen kennt. Eine aktuelle Grafikkarte vorausgesetzt, läuft das Spiel auch auf einem Pentium 4 mit 2 GHz sehr flüssig.
Die Steuerung über Tastatur läßt sich natürlich frei belegen, aber ich vermute, daß das Spiel die beste Figur mit einem Joypad machen wird, wo man die wichtigsten Knöpfe in konzentrierer Form vorliegen hat.
Das Tutorial ist naturgemäß sehr leicht und schult das Springen, Hochziehen und Gleiten, um erhöhte Positionen zu erreichen oder niedrige Stellen zu passieren. Spätestens wenn man die nächste Station "Rathaus" ansteuert, dürften Leute ohne Geschick und oder Geduld schon die Zähne aufeinander beißen - denn den Jump&Run-Parcours über die Vordächer der Geschäfte, um das Material für einen Wunder-Robot zusammen zu basteln, ist nicht für jeden einfach zu bewerkstelligen und muß bei einem Fehltritt immer wieder von vorne begonnen werden.
Aber auch hier entschädigt die wunderschöne Grafik, die witzigen gesprochenen Kommentare (nachdem man sie per Aktionstaste angesprochen hat) der umherstehenden bzw. -laufenden und liebevoll animierten Passanten-Roboter. Beispielsweise kann man auch vor ein Auto laufen, dessen Fahrer dann anhält und hupt, anstatt einen zu überfahren.
Die Bewegungen sind zwar in ihrer Zahl recht simpel, zum Beispiel Sprung, Doppelsprung (Sprung+Sprung) oder Bodenstampfer (Sprung+Sprung+Tritt) aber je nach Situation kann Rodney damit Bodenschalter aktivieren oder Sprungflächen aktivieren. Das Heranspringen an in luftiger Höhe gespannte Seile etwa endet in einer Indiana Jones-reifen Gleit-Darbietung.

In den verschiedenen Phasen des Spiels kann Rodney seine metallische Hülle nach und nach ausbauen, zum Beispiel um mehr Schrott aufnehmen zu können. Bevor es richtig losgeht, lernt er auch noch den Umgang mit dem Schrottwerfer, einer Schußwaffe die mit Schrott als Projektil arbeitet. Alternativ kann Rodney treten oder sich mit dem Schraubenschlüssel verteidigen, wenn ihm einmal die Munition ausgeht. Genügend Treffer vorausgesetzt, geht jeder Gegner zu Boden. Aber Vorsicht: auch Rodney kann nur eine begrenzte Anzahl Treffer einstecken.

Es gibt auch externe Gimmicks, wie der fliegende Wunder-Roboter, die Rodney bei seinen Aufgaben unterstützen. Der Wunder-Roboter kann in späteren Phasen wie Rodney per Tastatur gesteuert und auch mit Extras ausgestattet werden - zum Beispiel um später in der Nähe befindlichen Müll eigenständig einzusammeln.

Wichtig bei einem 3D-Jump&Run-Spiel ist die unabhängige Steuerung von Spielfigur und Kamera, die auch bei Robots akzeptabel umgesetzt wurde. Man kann sich mit alternativen Tasten in alle Richtungen hin umschauen, während man die Figur unbewegt läßt. Während der Bewegung folgt die Kamera Rodney eher wie an einem Gummiband, wobei feste Barrieren wie Wände nicht durchdrungen werden - die Kamera sucht sich die bestmögliche Perspektive in Laufrichtung.

Technisches
Ich habe mich während der Installation mehrmals gefragt, was die CD wohl gerade mit meinem Laufwerk anstellt - es knackte, knarrte und quietschte, so daß ich nicht sonderlich motiviert war, die Installation zuende zu bringen. Das gleiche passiert bei jedem Start des Spiels.
Ich frage mich manchmal, wieviel die Herstellen von Software dem Käufer und seiner Hardware noch zumuten wollen - denn Schadensersatz werden sie einem bei einem vorzeitig verschlissenen oder zerstörten Laufwerk sicherlich nicht zahlen wollen.

Optisch hat mich Robots sehr begeistert und auch die Klangkulisse aus Hintergrundmusik und Sounds hat mein Ohr wohlwollend abgenickt.
Die Spielqualität ist gut und sollte auf allen einigermaßen aktuellen Systemen ein gut spielbares Spiel ermöglichen.
Angesichts der Steuerung würde ich eher zum Joypad als zur Tastatur raten, sonst kann es nach längerem Spiel zu verkrampften Händen kommen.

Spiele lassen sich an definierten Stationen im Spiel abspeichern.

Fazit:
Robots entpuppt sich als anspruchsvolles und durchaus jugendgerechtes Geschicklichkeitsspiel, an dem auch Fans des Jump&Run-Genres ihre Freude haben werden.
Einmal mehr zeigt Vivendi Universal, daß man sehr gute Lizenzspiele programmieren kann, die dem Kinofilm gerecht werden und einen den Spaß am heimischen PC fortführen lassen.
Robots kann aber auch ohne den Kinofilm als Rückendeckung begeistern, vor allem auf dem PC, wo die Konkurrenz im Jump&Run-Bereich noch nicht zu groß ist wie auf den Konsolen.


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Name: Robots

Art: Computerspiel für Computerspiele; CD für Windows 98¸Windows 2000¸Windows XP;

Publikationsjahr: 2005

Preis: 30 Euro

Kontakt: Vivendi Universal Interactive
Homepage: de.vu-games.com

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Letzte Änderung / Last modify: 2008-01-20