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Gesellschaftsspiele mit Kultstatus - Es war einmal...

Es war einmal ...verwirklicht eine gänzlich andere Art des Kartenspiels. Statt Spielprinzipien wie Skat, MauMau, etc. abzuwandeln, werden in diesem faszinierenden Spiel die Karten als Handlungsstrang für eine Geschichte verwendet.

Man könnte es als "Rollenspiel light" bezeichnen, aber das ist es nicht wirklich. Es geht darum, zu zweit - oder noch besser mit vielen Mitspielern - eine Geschichte im Stil der Gebrüder Grimm zu kreieren. Dazu erhält man je nach Anzahl der Spieler eine Auswahl an "Erzählerkarten". Diese stellen jeweils eines der Elemente dar, die im Verlauf der Geschichte vorkommen sollten. Dabei handelt es sich um Personen oder Tiere, Gegenstände, Orte, Eigenschaften oder Ereignisse die als Begriff und Zeichnung dargestellt sind.

Nachdem alle Spieler Ihre Karten haben, werden die ersten Erinnerungen an einmal gehörte oder erzählte Geschichten wach. Kreative Geister können vielleicht bereits in dieser Phase eine komplette stimmige Geschichte aus ihren Karten zusammenstellen.
Um die Schwierigkeit noch ein wenig zu erhöhen, zieht jeder Spieler noch eine "Märchenende-Karte". Diese enthält den Satz, mit dem einer der Spieler die Geschichte für alle beendet, nachdem er seine letzte Erzählerkarte ausgespielt hat. Man sollte bei seiner Planung also das 'eigene' Ende, immer im Auge behalten. Die anderen Spieler haben natürlich andere Enden für das Märchen und werden demnach versuchen, möglichst eine Geschichte für 'ihr' Ende zu erschaffen.

Der erste Spieler beginnt mit "Es war einmal ..." und umschreibt den Anfang der Geschichte. Wenn er eine Karte ausspielen möchte, muß er das darauf umschriebene Element in den Verlauf der Geschichte logisch einbinden. Ein Beispiel: "... ging Susi in das gläserne Haus (Karte: Haus) und schloß die Türe...". Pro Satz darf nur eine Karte verwendet werden.
Es gibt mehrere Möglichkeiten, wie der Erzähler wechseln kann, entweder durch eigenes Beenden oder durch Einwirken der anderen Mitspieler. Sieger ist, wer keine Erzählerkarten mehr auf der Hand hat und die Geschichte mit seiner Märchenende-Karte beenden kann.

Wer Es war einmal ... vernünftig spielen will, braucht schon eine gemütliche ruhige Gelegenheit - um eine schöne Geschichte zu erfinden, braucht man schon ein wenig Konzentration. Zwar ist das Spielprinzip leicht zu verstehen, aber der Spielspaß hängt bei diesem Spiel (ähnlich wie beim Rollenspiel) sehr stark von den Mitspielern ab. Vor allem Mitspieler, die Es war einmal ... als Wettbewerb sehen und Quantität vor Qualität stellen, verbreiten eher Frust.

Ich habe das Spiel nun ein paar mal auf Conventions in größeren Gruppen gespielt. Es ist zwar nicht ein einziges Mal eine vernünftige Geschichte dabei herausgekommen, aber allein das Rumstottern, Verhaspeln und Rumdrucksen der Mitspieler, wenn sie unbedingt noch eine Karte ausspielen wollen, wird einem schon die (Lach-)Tränen in die Augen treiben. Erwartet von Es war einmal ... nicht das superglatte Spielprinzip - es ist halt eher ein Kultspiel.


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Name: Es war einmal...

Art: Kartenspiel für Gesellschaftsspiele mit Kultstatus; Box mit 168 Karten;

Preis: 9 Euro

Kontakt: Amigo Spiel+Freizeit
Homepage: www.amigo-spiele.de

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Letzte Änderung / Last modify: 2008-01-20