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Gesellschaftsspiele mit Kultstatus - Roborally: Crash and Burn

Durch die Neuauflage des Spieleklassikers Roboralley konnte sich Amigo 1999 ein weiteres Mal die Gunst der Brettspiele-Liebhaber sichern und den Ruf als "Spieleverlag mit dem richtigen Gespür" festigen.
Auch für jüngere Spieler oder solche, die bislang noch nicht das Vergnügen hatten, bot das Amigo-Roborally zum Preis von 50.-DM einen relativ günstigen Einstieg. Nur alte Hasen schauten Wehmütig auf die längst ausverkaufte Version, die sich mit 8 Personen gleichzeitig spielen ließ - und vielleicht sogar auf die noch heißer begehrten Erweiterungs-Spielfelder, die das Spiel zum nervenraubenden Spektakel werden ließen.

    Worum geht es bei Roborally?
    In aller Kürze (Alternativ siehe Rezension im MD99): Bei diesem Spiel veranstalten vom Spieler programmierbare Roboter eine Rally durch die Gänge großer Werkshallen, die mit allerlei Hindernissen und Gefahren ausgestattet sind. Der taktische Aspekt kommt dadurch ins Spiel, daß der eigene Roboter vor Rundenbeginn fest mittels Spielkarten programmiert werden muß und während des Zuges diesem Schema folgt. Beschädigungen brennen solche Programmierschritte fest. Eine Fehlprogrammierung oder die unb4erücksichtigte Kollision mit einem Hindernis, kann die ganze Programmierung leicht zum Alptraum machen. Sieger ist, wer die Kontrollpunkte einer vorher festgelegten Route als erster passiert hat.

Die beliebte Erweiterung Crash & Burn, die sich vor allem durch Kampf-Modifikationen an den Robotern (Laser, Schilde und andere Goodies) und fiese neue Hindernisse (Öllachen, Portale, Flammenwerfer, ...) stand nun Pate für die erste Erweiterung zum Grundspiel. Zusätzlich wird das Grundspiel durch Roborally: Crash & Burn um weitere 4 Roboter, plus zugehörige Spielmarker erweitert, so daß sich Roborally nun mit 8 Personen spielen läßt, was unvermeidlich auch den doppelten Nervenzusammenburch... äh... Spaß bringt.

Die Erweiterungsbox unterscheidet sich - einmal abgesehen von Farbwahl und Cover, nicht von der Grundbox. Nach dem Öffnen flattern einem eine 12seitige farbige Spielanleitung (A4), vier einseitig bespielbare Spielflächen, 8 beidseitig bedruckte Übersichttafeln (A4, Kurzreferenz über alle Symbole) und ein Tableau mit 66 vorgestanzten Spielmarken () zus. Schadensmarker und Lebenspunkte, Positionsmarker, zus. Schwingtüren und Flammenwerfer) entgegen.

Die vier Roboter (ich nenn sie mal "Rollstuhlfahrer, Düsentrieb, Zyklop und Hover") sind allesamt handbemalte, sehr detailliert gearbeitete Plastikmodelle.

Den Abschluß bilden die 26 neuen Optionskarten, mit denen sich die Roboter ein wenig aufpeppen lassen. Optionskarten kommen dann ins Spiel, wenn ein Roboter bei Rundenende auf einem Reparaturfeld mit zwei Schraubenschlüsseln steht und statt der Reparatur lieber eine Optionskarte aufnimmt.

  • Typ Bewegung: Rammbock, Beschleunigung, Kreiselstabilisator und Bremsen dienen dazu die Bewegung bei bestimmten Programmkarten zu beeinflussen
  • Typ Programmierung: Ersatz-Programm, Zus. Speicherplatz, Reservebefehl dienen dazu die eigene Programmierung nachträglich zu beeinflussen
  • Typ Strahler/Laser: Einige Optionskarten installieren zusätzliche Laser, um den Schaden zu erhöhen, andere Richtungen abzudecken oder den Gegner zusätzlich zu bewegen
  • Typ Schilde: Schutzschirm, Schutzschilde und Schutzhaut verhindern die Schadenswirkung aus einer oder mehreren Richtungen
  • Typ Speziell: Duplikat de Luxe, Fernsteuerung, Zufallsgenerator, ... dienen zur Manipulation des eigenen oder eines fremden Roboters
Der Preis, der zum Erhalt zu zahlen ist (Anfahrt der Reparaturmarke und Verzicht auf Reparatur) mag manchmal hoch sein, aber die Optionskarten können das Spielgleichgewicht erheblich beeinflussen.

Vielleicht noch ein paar Worte zu den Spielflächen:

  • Plan E) stellt eine Mischung aus fies plazierten Wänden, Drehscheiben, Förderbändern und Löchern dar, die zentral kreisförmig angeordnet sind. Durch einen Kontrollpunkt im Mittelbereich wird diese Anordnung zur fiesen Herausforderung.
  • Plan F) ist mit spiralförmig angeordneten Förderbändern vollgestopft, die jedes darauf stehende Objekt unbarmherzig in die Mitte transportieren, wo ein tiefes Loch und diverse Laser auf naive Roboter warten. Damit sich keiner am Rand entlang schleicht warten dort ein paar fiese Schieber.
  • Plan G) sieht schon aufgeräumter aus, allerdings warten hier viele Flammenwerfer, kleine Löcher und Öllachen, sowie ein paar (Tele)-Portale auf die Besucher.
  • Plan H) ist eine ziemlich fiese Mischung aus den Raum durchziehenden Förderbändern, Flammenwerfern und Schiebern, aber auch einigen fies plazierten Löchern.

Fazit:
Besitzern der Roborally-Grundbox kann ich Crash & Burn nur wärmstens empfehlen. Neben der enorm den Spielspaß fördernden 8 Spieler-Erweiterung, bieten die neuen Spielpläne genügend Möglichkeiten, sich entnervt die Haare zu raufen.

LIEBE MITROBOTER: STOPPT DIE ARBEIT UND LAßT DAS RENNEN BEGINNEN ! ;-)



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Name: Roborally: Crash and Burn

Art: Brettspiel für Gesellschaftsspiele mit Kultstatus; Box;

Preis: 26 Euro

Kontakt: Amigo Spiel+Freizeit
Homepage: www.amigo-spiele.de

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Letzte Änderung / Last modify: 2008-01-20