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Gesellschaftsspiele mit Kultstatus - Roborally

Whow, sicherlich eher ein guter alter Bekannter, als eine Messe-Neuheit und dennoch zum ersten mal als deutsche Version. Der deutsche Spieleverlag Amigo hat den finanziellen Schritt gewagt und sich die Rechte an dem Spiele-Klassiker Roborally gesichert. Damit steht dem Siegeszug hierzulande Tür und Tor offen, denn nun wird man RoboRally auch in den üblichen Spielwaren-Abteilungen finden und nicht nur in den Exoten- und Import-Abteilungen der (Rollen-)Spielläden.

Worum geht's ?
Allzuviel Phantasie gehört ja heute nicht mehr dazu, sich eine verwinkelte Fabrikhalle vorzustellen, in denen nur noch mobile Roboter und Programmierer ihrer Arbeit nachgehen. Was in der Fabrik eigentlich hergestellt wird, ist für's Spiel ziemlich egal. Die Hauptsache ist, daß bei der Produktion möglichst viele Fließbänder, Laser, Drehfelder, Pressen und Schieber benötigt werden. Diese Fabrikhalle wird im Spiel durch eine oder mehrere beliebig kombinierbare quadratische Spielflächen (je 12 x 12 Felder) nachgebildet, von denen im Grundspiel 4 enthalten sind. Dieser im Normalfall eher wenig aufregende Ort wird im folgenden Spiel zu einer Art Arena, in der die Roboter möglichst schnell jeden der maximal 6 Kontrollpunkte (Flaggen) erreichen müssen. In dieser RoboRally übernimmt der Spieler den Part des Programmierers, der mit Hilfe von Programmierkarten den hoffentlich zutreffenden Kurs des Roboters plant. Hoffentlich deshalb, weil man schon etwas strategisches Talent braucht, um die Bewegung der Fließbänder mit einzuberechnen. Ein Zufallselement in jeder noch so perfekten Planung bleibt jedoch: Die Bewegungen der anderen Roboter (bzw. Mitspieler). Eine Kollision kann die eigene Bewegung recht leicht vom Kurs abbringen und aus der Planung (im wahrsten Sinne des Wortes) einen Haufen Schrott machen.

Ablauf
Das Spiel ist rundenbasiert und jede Runde (Programmablauf) ist erneut in Programmier-Schritte eingeteilt, was dem Ausspielen einzelner Karten gleichkommt. Natürlich ist die Zahl der zur Verfügung stehenden Handkarten begrenzt (auf 9 Stück). Aus diesen 9 Karten wird ein 5 Karten langes Programm angelegt - zumindest solange der Roboter unbeschädigt ist.

Tücken
Jeder Schadenspunkt den ein Roboter erhält, mindert anfangs die Zahl möglicher Programmkarten um 1 und brennt (ab 5 Schadenspunkten) je einen Programmschritt fest. Das heißt, daß dieser Programmteil, bis zur nächsten Reparatur, fester Bestandteil jedes Programmablaufs ist. Eine Reparatur findet dann statt, wenn man die Runde auf einem der Reparaturfelder oder Checkpoint beendet, die über die Halle verteilt sind.
Eine radikale (optionale) Möglichkeit ist der Neustart des Roboters. Dazu wird der Roboter für eine Runde ausgeschaltet und erwacht danach wieder ohne Schadenspunkte.
Erhält ein Roboter zuviel Schaden, stürzt in eine Grube oder über den Spielfeldrand, so hat der Spieler eines seiner vier Modelle zerstört. Ein Ersatzroboter muß dann entweder von Anfang an aus starten oder, vom letzten erreichten Checkpoint (Sicherheitskopie).
Besonders heftig wird das Spiel, wenn man jedem Roboter noch einen Laser in Fahrtrichtung aufsetzt.

Wie man sich leicht vorstellen kann, wird das Spiel leicht hektisch und grausam, wenn sich 4 (oder mit Erweiterung auch mehr) Roboter gleichzeitig durch den Hindernisparkcour quälen. Vor allem die durch Schaden zunehmende Einschränkung beim Programmieren des eigenen Roboters kann einen ganz schön ins Schwitzen bringen. Ein Heidenspaß !

Das Original
Da ich schon mal die Möglichkeit zum Vergleich habe, möchte ich kurz ein paar Worte zur englischen Version sagen. Es ist lobenswert und sicherlich sinnvoll, daß Amigo dieses Spiel zu einem Preis von nur 50.-DM (auf der Spielemesse in Essen sogar teilweise für 39.-DM!) verkauft, wenn man bedenkt das der Preis früher bei ca. 85.-DM lag.
Allerdings bot das Original dafür auch 8 Zinnminiatur-Roboter (anstelle der 4 bemalten(!) Plastikmodelle), mehr Spielfelder und Handkarten.
Für mich jedoch insgesamt kein Grund, dem Original nachzuweinen, da das Spielprinzip unverändert blieb und durch den günstigeren Preis einen größeren Markt erreichen wird. Vielleicht sollte Amigo sich überlegen, die 8 Zinnmodelle, zusammen mit den fehlenden Spielfeldern, als Erweiterung herauszugeben - vor allem den TV-Roboter Twinky vermisse ich schon sehr.
Das es Erweiterungen geben wird - daran dürfte kein Zweifel bestehen. Die englische Version hatte zwei Updates, die neue Spielideen und noch fiesere Fabrikhallen boten.

Fazit:
Auf, in eine goldene RoboRally-Zukunft und viel Spaß mit diesem genialen Spiel !


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Wie wird gewertet?

Name: Roborally

Art: Brettspiel für Gesellschaftsspiele mit Kultstatus; Box;

Preis: 26 Euro

Kontakt: Amigo Spiel+Freizeit
Homepage: www.amigo-spiele.de

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Letzte Änderung / Last modify: 2008-01-20