drosi.de | Rezensionen | Romane Horror | Der Atem des Rippers
Romane Horror - Der Atem des Rippers

London, am 10. Mai 1903, knapp 30 Jahre nach dem obigen Roman COLIN MIRTH, kommt der Kunstmaler Walter Sickert zurück nach London. Er lebte und arbeitete fünf lange Jahre in Frankreich. Auf der Fähre nach London fallen ihm zwei Personen auf. Da ist ein Geistlicher, hager, mit hervortretenden Augen, der von einem kleinen Kerl mit dunklen Haaren beobachtet und verfolgt wird. Walter Sickert hingegen beobachtete die beiden, da er als Maler immer wieder Interesse hatte, Personen und Gesichter auf Leinwand zu verewigen. Daher beobachtet er alles sehr genau. Bei dem Geistlichen kam er zum Schluss, das dieser lange Zeit im tropischen Klima verbrachte, denn dessen Haut ist braun, wirkt wie gegerbtes Leder. Der kleine Mann jedoch hatte eher Ähnlichkeit mit einem schmierigen Gauner, der sein Opfer auserkoren hat und nun seine schändliche Tat umsetzen will.

Der Geistliche verliert auf der Flucht vor dem Gauner eine Tasche, die der Maler an sich nimmt. Überrascht findet er in der Tasche nicht nur eine Bibel, sondern auch das Tagebuch des legendären Jack the Ripper.

Gleichsam durch die Augen des Malers lernt der Leser die Hintergründe um den Mann kennen, der im Jahre 1888 als Serienkiller in London auftrat. Im Londoner Eastend starben mindestens fünf Frauen, die im Rotlicht-Mileu arbeiteten. Je tiefer sich der Kunstmaler Walter Sickert in das Tagebuch einliest, desto grauenhafter treten die Morde plastisch vor sein Auge. Zum Vorschein kommt ein Psychogramm eines Mannes, den nicht nur die Presse sensationslüstern verfolgte. Martin Clauß beschreibt einen Täter, dessen Leben vor den Augen der Leser entblättert wird. Schnell wird deutlich, einen Menschen vor sich zu haben, der dringend der Hilfe benötigt, die ihm letztlich versagt bleibt. Ein Mensch, der geistig verwirrt ist, der Hilfe in der Kirche sucht, aber nicht findet.

Der Roman ist schon fast eine Fallstudie, ein wissenschaftliches Aufarbeiten des Phänomens Serienmörder am Beispiel des Jack the Ripper. Ich bin gefesselt von der Art, wie Martin Clauß an die Erzählung heran ging.

Dies ist eine Rezension aus
Der phantastische Bücherbrief
dem monatlich erscheinenden Newsletter vom Club für phantastische Literatur, Erik Schreiber.



www.DRoSI.de
die beste Adresse,
seit es Rollenspiele gibt
© Copyright by Dogio
Erik Schreiber vom Bücherbrief
von www.spaet-lese-abend.de
Mehr zum Thema
Links zum Thema
Diesen Artikel kaufen

Diesen Artikel kaufen

Qualität Text
Qualität Optik
Nutzen/Spaß
Gegenwert
Wie wird gewertet?

Name: Der Atem des Rippers

Art: - für Romane Horror; 108 Seiten; Taschenbuch;

Publikationsjahr: 2008

ISBN-10: 3-93674-290-1

ISBN-13: 978-3-93674-290-9

Preis: 7 Euro

Kontakt: Atlantis

[Dieses Fenster schließen]

5367 A B C D E F G H I J K L M N O P Q R S T U V W X Y Z
Rezensionen bei drosi.de
Please note:
The names of all or most of the games and their logos on the subsequent pages are trademarks or registered trademarks of the owning company. Any use on this or subsequent pages should not be misconstrued as a challenge to said trademarks, nor as an attempt to infringe upon any copyrights that may be owned by said companies.
The drosi.de content and database is © 1998-2008 by Uwe 'Dogio' Mundt.
Letzte Änderung / Last modify: 13.06.2008