Blood Bowl: Blut und Spiele

Qualität Text: - | Qualität Optik: - | Nutzen/Spaß: - | Gegenwert: 6
(Wertung in Punkten 1=Schlecht bis 10=Exzellent; 0=Ohne Wertung)

Art: Roman für Blood Bowl; 116 Seiten; Taschenbuch;
Publikationsjahr: 2009
ISBN10:
ISBN13: 978-3-86607-549-8
Preis: 17 Euro
(ca. Preis, unverbindlich, ggf.gerundet)
Kontakt: Panini


Blood Bowl als Tabletopspiel hat in Deutschland eine vernachlässigbare Grösse. Bislang habe ich auf keinem Rollenspielcon, noch nicht einmal in Dreieich, ein entsprechendes Spiel gesehen. Daher war ich auf den Comic sehr gespannt.
Der vorliegende Sammelband enthält fünf Comics aus dem amerikanischen Original. Daher ist es nicht weiter verstörend, wenn plötzlich ein Spiel beendet ist und eine neue Mannschaft auf dem Spiel auftritt. Wenn man diese Information nicht besitzt, sieht das jedenfalls anders aus.
Die Handlung: Zwei Mannschaften versuchen in einer Mischung aus britischen Rugby und amerikanischen Football das Spiel zu gewinnen. Die Mannschafften bestehen aus den üblichen Verdächtigen. Menschen, Zwergen, Orks und so weiter. Die eventuellen Helden sind die von Kapitän Dunk Hoffnung (welch ein Nachname) geführten Bad Bay Hackers. Es geht darum die Trophäe zu gewinnen und dazu ist anscheinend jedes Mittel recht. Auf dem Weg zum Sieg bleiben einige Mitspieler auf der Strecke. Zum einen aus dem eigenen Team, zum anderen aus den gegnerischen Teams. Manchmal sogar die Hälfte eines gegnerischen Teams. Dummerweise gibt es aber bei den Bad Bay Hackers einen kleinen, bösen Verräter. Daher macht der Originaltitel sehr viel mehr Sinn als der deutsche Titel.
Die Erzählungen sind recht einfach gehalten. Der Autor schafft es, den Leser als jemanden hinzustellen, der geistig recht einfach strukturiert ist. Das liegt wohl eher am Autor und seinen Eigenschaften begründet.
Ein Pluspunkt sind die beiden Kommentatoren, die an die Muppetsshow und Walldorf und Stradtler erinnern.
Die Zeichner und Farbgeber gehören in das gleiche Schema wie der Autor. Zumindest fand ich es vom amerikanischen Verlag sehr grosszügig, Amateuren eine Chance zu geben. Da in Deutschland das Tabletopspiel nicht sehr bekannt ist, werden sich die Leser in Grenzen halten. Positiv ist, Panini gab sich mit dem Comic genau so viel Mühe, wie mit den gelungen Warhammer-Comics.

Dies ist eine Rezension aus
Der phantastische Bücherbrief
dem monatlich erscheinenden Newsletter vom Club für phantastische Literatur, Erik Schreiber.

Erik Schreiber vom Bücherbrief

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