Romane Fantasy - Artemis Fowl: Das Zeitparadox

Qualität Text: - | Qualität Optik: - | Nutzen/Spaß: - | Gegenwert: 6
(Wertung in Punkten 1=Schlecht bis 10=Exzellent; 0=Ohne Wertung)

Art: Roman für Romane Fantasy; 380 Seiten; Hardcover;
Publikationsjahr: 2009
ISBN10:
ISBN13: 978-3-47130-012-1
Preis: 20 Euro
(ca. Preis, unverbindlich, ggf.gerundet)
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Nachdem uns John Scalzi in Androidenträume mit geruchsintensiver Kommunikation daher kam, nimmt Eoin Colfer das Thema ebenfalls auf. Er beschreibt, dass auf der Erde nur noch wenige Kraken leben, aber so faul und bewegungsarm sind, dass sie, so gross wie in alten Sagen, auf ihren Körpern eine Art Panzer bilden, etwa Inselgross. Zu diesen Kraken gehört auch eine, die vor Island im Meer liegt. Als sie beschliesst, ihren Panzer loszuwerden, sammelt sie die körpereigenen Gase zu einem gigantisch anmutenden ... Furz.
Was hat das nun mit der vorliegenden Erzählung um geläuterten Meisterdieb Artemis Fowl zu tun? Erst einmal gar nichts. Artemis Fowl ist ein junger Mann von inzwischen stattlichen achtzehn Jahren, sieht nach seinem Abenteuer im Zeitstrom immer noch wie ein 14jähriger aus. Ein finanziell unabhängiger gutaussehender menschlicher Held, dessen Beruf Sohn, und dessen Berufung Abenteuer erleben sind. Er residiert mit seiner Mutter Angeline auf dem englischen Landsitz Fowl Manor und sorgt sich zur Zeit um sie. Angeline Fowl steckte sich mit einer unbekannten und äusserst geheimnisvollen Krankheit an, die mit den Abenteuern von Artimis und seinen unterirdischen Bekannten zusammenhängen muss. Leider hilft gegen die tödliche und ausgestorben geltende Erkrankung von Mrs. Fowl kein Medikament. In der Gegenwart der Erde scheint kein Kraut gewachsen zu sein, um der geplagten Mutter Linderung oder gar Heilung zu verschaffen. Artemis erfährt, dass ein Mittel bestehen könnte, wenn die Lemurenart, nicht bereits ausgestorben wäre. Die Gehirnflüssigkeit der Lemuren wäre ein Bestandteil des Heilmittels, mit dem seine Mutter erfolgreich behandelt werden könnte. Also muss Artemis in die Vergangenheit reisen um einen dieser Lemuren zu fangen und mit in seine Gegenwart zu bringen. In der Vergangenheit verkaufte er jedoch die letzte der Lemuren an die Extinktionisten genannten Menschen, die alle nutzlosen Tiere ausrotten wollten. Nun muss er die letzte Lemurenart vor sich selbst schützen.

Eoin Colfer schreibt wieder einmal begnadet gut. Ein paar Übertreibungen müssen auch mal sein. Sein Roman ist gut zu lesen, aber man muss höllisch aufpassen, um den Handlungsfaden nicht zu verlieren. Mit all den eingesetzten Zeitparadoxa bin ich überrascht, dass er selbst noch den Überblick behalten hat. Die Rückkehr von Artemis in die Vergangenheit ist spannend zu lesen. Vor allem, da er erkennt, was für ein, pardon, Arschloch er früher war. In seiner Begleitung findet sich die Polizeielfe und Captain der Zentralen Untergrund-Polizei Holly Short. Gemeinsam treffen sie auf den Zwerg Mulch Diggums und seine Gegnerin Opal Koboi und den längst verstorbenen Julius Root.
Das neue Abenteuer des Artemis Fowl von Eoin Colfer ist ein rasanter Trip durch die Zeit und gleichzeitig ein lesenswertes Buch. Ich bin begeistert über den Ideenreichtum Eoin Colfers, der mit jedem Band zunimmt.
Wer will, kann auch gern versuchen die Hieroglyphen übersetzen, die auf jeder Seite zu finden sind.

Dies ist eine Rezension aus
Der phantastische Bücherbrief
dem monatlich erscheinenden Newsletter vom Club für phantastische Literatur, Erik Schreiber.

Erik Schreiber vom Bücherbrief

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