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Romane SciFi - Androidenträume

In ferner Zukunft besiedelten die Menschen das Weltall. Schnell erkannten sie, dass sie nicht die einzigen vernunftbegabten Lebewesen im All sind. Mit den Ausserirdischen nehmen sie Kontakt auf und schmieden Bündnisse, handeln Handelsverträge aus und ähnliches mehr. Auf diese Weise fügt sich die Menschheit in die Gemeinschaft der raumfahrenden Völker ein.
Der Frieden im Weltall ist gefährdet, als bei einer Konferenz an der sich Dirk Moeller beteiligt ein Attentat durchgeführt wird. Die Konferenz findet mit den Nidu statt, die sich hauptsächlich durch Düfte verständlich machen. Aus diesem Grund erhält er ein Gerät in den Enddarm eingepflanzt um die eigenen Darmdämpfe zu sammeln, mit entsprechenden Duftstoffen anzureichern, um so seine Vorstellungen und diplomatischen Wünsche geruchlich zu unterstreichen. Der Attentäter lässt während der Konferenz seine Darmgase entweichen, angereichert mit einem Stoff, der für die Nidu tödlich ist. Die Nidu drohen den Menschen, mal eben die Erde zu entvölkern. Weil die Menschen den Nidu technisch unterlegen sind, sieht es für die Menschen nicht gut aus. Im letzten Moment bieten die Nidu an einzulenken, wenn die Menschen ihnen helfen, eine Rasse von genetisch umgewandelten Schafen zu finden. Dafür bleibt jedoch nicht viel Zeit.
Die Erde beauftragt den altgedienten Krieger und Querdenker aus den Kolonialkriegen, Harry Creek, sich des Problem anzunehmen. Er findet zwar Schafe, er wird in seiner Arbeit jedoch ständig sabotiert, die Schafe getötet. Bis er ein letztes Schaf findet.

John Scalzi schreibt diesmal eine (nennen wir es) Parodie auf die üblichen Space Operas. Sein Buchtitel weist zudem auf Philip K. Dicks DO ANDROID'S DREAM OF ELECTRIC SHEEPS? von 1968, besser bekannt als BLADE RUNNER, hin. Wer John Scalzis andere Bücher kennt, wird daher etwas erstaunt sein. Die wenigsten Leser werden aber die Verbindungen zu den Altmeistern der Science Fiction Literatur wie Isaac Asimov, Philip Kendred Dick, Jack Vance oder Robert Heinlein herstellen können. Wichtig ist jedoch, einfach die Erzählung so nehmen wie sie kommt. Sie ist humoristisch, satirisch, ein wenig zynisch. Sie ist spannend, unterhaltsam und amüsant. Gleichzeitig mit der ironischen Ader nimmt er Kritik an der jetzigen Gesellschaftsform. Er transportiert die Gesellschaft und vor allem die egoistischen Einzelpersonen in eine unbekannte Zukunft und entlarvt dort die Menschen und Aliens mit ihren Machenschaften.

Dies ist eine Rezension aus
Der phantastische Bücherbrief
dem monatlich erscheinenden Newsletter vom Club für phantastische Literatur, Erik Schreiber.



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Name: Androidenträume

Art: Roman für Romane SciFi; 493 Seiten; Taschenbuch;

Publikationsjahr: 2009

ISBN-10: 3-45352-504-3

ISBN-13: 978-3-45352-504-7

Preis: 9 Euro

Kontakt: Heyne

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Letzte Änderung / Last modify: 2009-04-13