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Romane Fantasy - Elfenritter 1 - Die Ordensburg

1000 Jahre sind vergangen, nachdem wir die Elfen das letzte Mal verlassen haben, nachdem Emerelle mit ihrem Ritter die Herrschaft den Trollen überlassen hatte. Überrascht (oder doch nicht so überrascht) stellen wir fest, dass Emerelle wieder auf dem Thron sitzt. Wie gut, auch Ollowain scheint ihre Verführungs(koch)künste überlebt zu haben – scheint aber gegen die Reize seiner Königin schon fast unhöflich immun geworden zu sein. Doch Moment, was ist da denn passiert? Wo kommt eigentlich Ollowain plötzlich her? Wo ist Falrach geblieben? Diese Fragen muss man für diesen Band zurückstellen, wir erfahren in diesem Band nichts über das Schöne Volk, abgesehen von den Sorgen der Mächtigsten unter ihnen um die weitere Existenz Albenmarks. Denn wieder einmal spricht der Spiegel Emerelles von Untergang.

Die Menschen spielen hier nun die erst Geige. Nach so langer Zeit haben erste technische Entwicklungen im Menschenreich Einzug gehalten – wir befinden uns ungefähr auf dem Stand der Renaissance. Vorangetrieben und geschätzt werden die Neuerungen von den Tjured-Anhängern, für die der Kampf mit Schusswaffen gegen die verhassten und im Nahkampf überlegenen Elfen unschätzbare Vorteile hat, vor allem da die Bleikugeln die magischen Fähigkeiten der Elfen blockieren. Dies und die wachsende Anzahl der Tjured-Anhänger macht den Nachkommen Alfadas und Mandreds schwer zu schaffen, denn gerade ihre Verbundenheit mit den Elben macht sie zum Mitfeind der mächtigen neuen Religion.

So wird die temperamentvolle kleine Prinzessin Gishild aus dem Fjordland auf die Ordensburg der Tjuredpriester entführt, um so ihren Vater zur Kapitulation zu zwingen. Mit ihr auf dem Thron hätte man dann bei erfolgreicher Umerziehung auch zumindest eine Tjured-Sympathisantin, welche den erbitterten Krieg mit den Fjordländern nach der Inthronisierung überflüssig machen würde und vielleicht sogar die Möglichkeit eröffnen würde, den Krieg nach Albenmark zu tragen.
Gishild freundet sich in der Ordensburg trotz tapferer Gegenwehr mit Luc an, dem einzigen Überlebenden eines Pestdorfes, der ebenso schwer unter Beobachtung steht wie sie. In ihm wird aufgrund seiner Überlebensfähigkeit ein Wechselbalg vermutet. Die harsche Erziehung und der Leidensdruck knüpfen ein Band zwischen den beiden Kindern, welches die Geißel des Elfenlandes zu werden droht.

Juhu, da ist er wieder, der alte Hennen! Nach dem letzten, schwächlichen Band "Elfenlicht" findet er hier wieder zu alter Hochform zurück. Spannend, sprachgewandt und abenteuerlich ist der neue Auftakt zur Trilogie um den/die Elfenritter. Trotz der Action und des Schlachtengetümmels verliert Hennen jedoch nie den Blick für das Zwischenmenschliche – diese ungewöhnliche Mischung gut abzuschmecken ist etwas, woran viele sich schon die Finger verbrannt haben, die Hennen jedoch sehr gut beherrscht. Ein sehr schönes Buch, welches jeder Fantasyleser im Regal auf Sicht stellen sollte.

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Rebecca Hagelmoser
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Name: Elfenritter 1 - Die Ordensburg

Art: Roman für Romane Fantasy; 640 Seiten; Taschenbuch;

Publikationsjahr: 2007

ISBN-10: 3-45352-333-4

ISBN-13: 978-3-45352-333-3

Preis: 9.95 Euro

Kontakt: Heyne

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