drosi.de | Rezensionen | Romane | Black Dagger 3: Ewige Liebe
Romane - Black Dagger 3: Ewige Liebe

Geheimorganisation gegen Geheimorganisation. Auf diesen kleinsten möglichen Nenner kann man die Erzählung bringen. Die Organisation der Lesser, alles herzlose Wesen, im Sinn des Wortes, denn ihnen fehlt gerade jenes lebenswichtige Organ, macht Jagd auf die letzten Vampire dieser Welt. Unter Nutzung neuester Technologien, der stärkeren Kräfte, der Gefangennahme und Folterung von Vampiren, finden die Untoten auch die letzten Verstecke. Den Vampiren steht nur die Minderheit der Black Dagger zur Verfügung. Unter Leitung ihres Königs Wrath, der endlich seinen Thron bestieg, nehmen sie den Kampf gegen die Untoten auf und konnten eine Schlacht, jedoch nicht den Krieg, gewinnen. Trotzdem werden die Vampire stetig weniger.
Das ist der Hintergrund der Romantic Thriller, die Jessica Bird alias J. R. Ward schreibt. Vordergründig geht es jedoch um eine Liebesgeschichte. Rhage, der beste Vampirkämpfer der zur Zeit am Un-Leben ist, wurde von der Jungfrau der Schrift verflucht. Jedesmal wenn er sich gefühlsmässig zu sehr verausgabt muss er damit rechnen, sich in eine wilde hemmungslose Bestie zu verwandeln. In diesem Fall hilft ihm nur ein Kampf oder heftiger, brutaler Sex, um sich aus dieser Anspannung zu befreien. Rhage der Verfluchte, der Vampir der sich fast immer unter Kontrolle hat, der Vampir, der meint sich und seine Umgebung zu beherrschen, verliert eben diese. Rhage der Vampir verliebt sich in eine Sterbliche. Aber seine Liebe, Mary trägt auch eine schwere Bürde, denn sie ist unheilbar an Leukämie erkrankt. Eine Blutkrankheit, etwas schlimmeres hätte einem Vampir nicht geschehen dürfen. Dabei ist es nicht so schlimm, denn die Vampire der J. R. Ward ernähren sich nicht von Menschen, sondern von anderen Vampiren. Damit würde sich weder Rhage vergiften, noch Mary mit dem Vampirismus-Virus anderer Erzählerinnen anstecken. Dieser erzählerische Trick macht die Welt um einiges interessanter und lesenswerter. Die lederbekleideten Hünen der Black Dagger, die sich in den ersten beiden Romanen viel zu sehr einem Klischee näherten erhalten im Laufe der Erzählung viel mehr Schwächen und Stärken, wie man sie sonst nur von den Menschen kennt. Schablonenhafte Muster vermeidet die Autorin um besser mit den Vampiren, Menschen und Lessern jonglieren zu können. Dies beginnt bei den normalen Eigenschaften und geht hin bis zu den erotischen, manchmal den das Pornographische streifende, Beschreibungen. Nur allzu willig geben sich die Vampirinnen den dominanten Vampiren hin, was bis fast zur eigenen Selbstaufgabe führt. In diese Welt führt J. R. Ward nun ihre menschliche Antiheldin Mary. Mary ist eher eine graue Maus, wirkt überhaupt nicht anziehend und wird trotzdem in den Mittelpunkt dieses Romans gestellt. Leider ist auch dieser Roman in zwei Teile gespalten, so dass die Leserin gar nicht dazu kommt, das Ende zu geniessen. Ich betonte eben extra den Begriff Leserin, denn ich sehe hier eindeutig in ihnen das Zielpublikum. Trotzdem fühlte ich mich als Mann auch gut unterhalten. Eine melodramatische Liebesgeschichte, Frau findet Märchenprinz und ... verliert.

Dies ist eine Rezension aus
Der phantastische Bücherbrief
dem monatlich erscheinenden Newsletter vom Club für phantastische Literatur, Erik Schreiber.



www.DRoSI.de
die beste Adresse,
seit es Rollenspiele gibt
© Copyright by Dogio
Erik Schreiber vom Bücherbrief
von www.spaet-lese-abend.de
Mehr zum Thema
Links zum Thema
Diesen Artikel kaufen

Diesen Artikel kaufen

Qualität Text
Qualität Optik
Nutzen/Spaß
Gegenwert
Wie wird gewertet?

Name: Black Dagger 3: Ewige Liebe

Art: Roman für Romane; 267 Seiten;

Publikationsjahr: 2007

ISBN-10: 3-45352-302-4

ISBN-13: 978-3-45352-302-9

Preis: 8 Euro

Kontakt: Heyne
Homepage: www.randomhouse.de/heyne/

[Dieses Fenster schließen]

5155 A B C D E F G H I J K L M N O P Q R S T U V W X Y Z
Rezensionen bei drosi.de
Please note:
The names of all or most of the games and their logos on the subsequent pages are trademarks or registered trademarks of the owning company. Any use on this or subsequent pages should not be misconstrued as a challenge to said trademarks, nor as an attempt to infringe upon any copyrights that may be owned by said companies.
The drosi.de content and database is © 1998-2008 by Uwe 'Dogio' Mundt.
Letzte Änderung / Last modify: 2008-01-20