Romane - Die Tränen des Lichts

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(Wertung in Punkten 1=Schlecht bis 10=Exzellent; 0=Ohne Wertung)

Art: Roman für Romane; 381 Seiten; Taschenbuch;
Publikationsjahr: 2009
ISBN10:
ISBN13: 978-3-44247-025-9
Preis: 12 Euro
(ca. Preis, unverbindlich, ggf.gerundet)
Kontakt: Goldmann


Caelan ist der neue Kaiser des Reiches. Dies gelang ihm jedoch nur, indem er seinen Vorgänger vom Thron stürzte. Er bezeichnet sich als Lichtbringer, hat aber anscheinend einen oder mehrere Flecken auf seiner ehemals weissen Weste, was natürlich kein gutes Licht auf ihn wirft, hat er den Thron doch nur durch einen gewalttätigen Putsch in Besitz nehmen können. Da hilft auch die Ausrede, er hat die Sklaverei selbst erfahren, nichts. Angeblich sollen seine Untertanen jetzt unter seiner Herrschaft ein besseres Leben führen.
Lady Lea, die Schwester des Herrschers Caelan, der die dunklen Mächte besiegte, ist scheinbar das Gegenteil zu ihm. Es gibt keine Gerüchte oder gar Tatsachen über einen schlechten Lebenswandel. Sie ist so rein und jungfräulich, durchdrungen von heilenden Kräften, dass die Qualen der Menschen um sie herum sie zum Weinen bringt. Die Tränen die sie dabei vergiesst werden dabei zu Perlen.
Lea ist oft unterwegs und wird auf der Heimreise von einer Gruppe angegriffen, deren Anführer Shadrael ist. Shadrael opferte seine Seele dem Krieg und dem Bösen und steht nun im Dienst des Bösen. Er steht im Dienst der Schattenkrieger, die ihr dunkles Land befreien wollen. Mit der Entführung von Prinzessin Lea, hofft man, Druck auf ihren Bruder ausüben zu können. Die Begleiter in ihrem Tross werden fast alle niedergemetzelt, Shadrael, der über dunkle Kräfte verfügt, kümmert sich persönlich um Lea. Lea erkennt in ihm jedoch eine Persönlichkeit, die nicht einfach nur Böse ist. Gleichzeitig erkennt sie aber noch etwas anderes. Das Leben beider ist eng miteinander verwoben.
Deborah Chester ist eine überzeugende Schriftstellerin, wenn es darum geht, ihre Handlungsträger vorzustellen. Die meisten Figuren verhalten sich wie normale Menschen, nicht Gut nicht Böse, sondern das übliche grau. Die Menschen zeigen deutlich, dass sie Menschen sind, mit ihren Stärken und Schwächen. Etwa, wenn Hauptmann Hervan versucht sich an Lady Lea heran zu machen, um als Schwager des Herrschers an Macht zu gewinnen. Wenn man mal genau hinsieht, dann hat jeder seine dunkle Seite.
Die Verbindung zwischen Lea und Shadrael ähnelt einer romantischen Liebesgeschichte ohne den üblichen Schmalz. Deborah Chester schafft es die Geschichte, Prinzessin trifft bösen Buben, neu zu schreiben. Ihre Welt ist fesselnd beschrieben. Etwas irritierend sind die vielen Handlungsstränge und Perspektivwechsel. Eine andere Sache die mir nicht zusagte, war der Hinweis auf andere Erzählungen. Meine bescheidenen Englischkenntnisse fanden im Internet einen Hinweis auf Ruby Throne. Aber ich kann dazu nichts weiter sagen.
Lesen Sie weiter in Die Krone des Lichts.

Dies ist eine Rezension aus
Der phantastische Bücherbrief
dem monatlich erscheinenden Newsletter vom Club für phantastische Literatur, Erik Schreiber.

Erik Schreiber vom Bücherbrief

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