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Romane SciFi - Gallica 2: Die Stimme der Nebel

Wie bereits in seiner letzten Trilogie beschäftigt sich Henri Loevenbruck auch diesmal wieder mit Wölfen. Daher ist es nicht verwunderlich wenn man mit GALLICA meint, auf bekannten Spuren zu wandeln. Leider schlägt auch er erst einmal in die Scharte, dass Wölfe Böse sind und umgebracht werden sollen, bevor man selbst ein Opfer der Wölfe wird. Damit wird er weder der Biologie noch der Verhaltensforschung gerecht. Aber die menschlichen Jäger stehen in hohem Ansehen.

Nun geht in Gallica das Gerücht, der Junge Bohem sei durch ein Feuer gegangen, um einen Wolf das Leben zu retten. Dabei sei der Junge wie durch ein Wunder von den Flammen verschont geblieben. Dieses Gerücht sorgt zumindest für Aufregung, scheint es mit Andeutungen und Erzählungen aus alten Legenden übereinzustimmen. Als Jahre später das Heimatdorf des Jungen von fremden Kriegern angegriffen wird, überlebt er als Einziger. Später trifft er auf zwei Burschen, die Oh Wunder, seine Aura erkennen und sie wissen, welch Zufall, Bohem ist ein Spielball zwischen den Herrschenden geworden.
Auf der einen Seite steht die weltliche Herrschaft in Person des Königs und der Adligen. Ihnen gegenüber steht die kirchliche Herrschaft in Form des Klerus. Auf der Flucht vor den gallicischen Schergen rettet er sich in die Grafschaft Steinlanden. Naiverweise bittet er die Herzogin von Quitenien um Hilfe, nicht wissend, dass diese einmal die Gemahlin des Herrschers von Gallica war. Damit begibt sich Bohem in die Hände einer Frau, die selbst Interesse an ihm und seine Fähigkeiten hat.
Bohem muss sich diesmal darum kümmern, dass die als Nebel bezeichneten mystischen Wesen am Leben bleiben. Die Menschen machen Jagd auf die Nebel und rotten sie fast aus. Bohem hatte einem Einhorn versprochen die Wesen zu retten und muss sich auf den Weg machen, die Tore der Sid zu finden, damit die Nebel ins Exil gehen können.

Die Unterschiede zwischen der ersten Trilogie um die weisse Wölfin und um die neue Trilogie GALLICA sind nicht sehr gross. Wieder geht es um die Geschichte von Frankreich und Britannien, wieder um Fantasy und die übliche Verfolgungsgeschichte, bis sich der Held selbst erkennt und das Rätsel um seine Herkunft löst. Bohem ist im Ansatz etwas einfältiger als Alea aus der ersten Trilogie. Dafür ist seine Geschichte etwas nachvollziehbarer. Doch alles was nicht direkt mit ihm zu tun hat, wirkt auf mich stark gekünstelt.
Der zweite Teil wurde Jahre nach dem ersten geschrieben und man bemerkt die Unterschiede doch. Maike Claußnitzner hat als Übersetzerin ihr bestes gegeben.
Obwohl beide Titelbilder von unterschiedlichen Zeichnern angegeben sind, ist eine Angabe nicht ganz richtig. Die Zeichnungen sind zu ähnlich, als dass sie von so unterschiedlichen Zeichner gemalt wurden.
Ehrlich gesagt, Henri Loevenbrucks Thriller gefallen mir besser als diese Kinderbücher.

Dies ist eine Rezension aus
Der phantastische Bücherbrief
dem monatlich erscheinenden Newsletter vom Club für phantastische Literatur, Erik Schreiber.



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Name: Gallica 2: Die Stimme der Nebel

Art: Roman für Romane SciFi; 456 Seiten; Taschenbuch;

Publikationsjahr: 2009

ISBN-10: 3-44226-601-7

ISBN-13: 978-3-44226-601-2

Preis: 9 Euro

Kontakt: Blanvalet

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Letzte Änderung / Last modify: 2009-03-16