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Romane Fantasy - Tiger Eye

Marjorie Liu entführte mich als Leser gleich in ein Peking, dass ich kannte. Als ich 1992 das erste Mal dort war und dann in den folgenden zehn Jahren noch mehrmals, konnte ich die Entwicklung kennenlernen, die die Autorin mit nur wenigen Zeilen skizzierte. Auch den Gang auf den Pekinger Markt kann ich nachvollziehen. Dela Reese sieht sich dort um. Von einer alten Chinesin wird ihr ein Schmuckkästchen aufgedrängt, dass sie schliesslich auch kauft.
Bevor sie sich jedoch um ihren Einkauf kümmern kann, wird sie von einem Fremden angesprochen und fest gehalten. Sie kann nicht anders und schreit, was ihre Lunge her gibt. Der Erfolg zeigt sich auf die Schnelle als chinesische Soldaten auf den Fremden stürzen und ihr helfen. Nur die Flucht im Taxi hilft ihr.
Auf dem Bett in ihrem Hotelzimmer sitzend gelingt es ihr das Kästchen zu öffnen. Nicht nur Dela bleibt der Mund offen stehen, als dem Kästchen ein sehr gut aussehender, muskelbepackter Held, wie ein Dschinn einer Lampe, entsteigt. Nach anfänglichen Missverständnissen machen sich beide miteinander bekannt. Hari, so der Name des Helden, ist nun Eigentum von Dela. Er hat die undankbare Aufgabe, Dela bis zu ihrem Tod als Sklave zu dienen. Hari wurde vor über 2000 Jahren von einem mächtigen Zauberer in dem Kästchen eingekerkert. Hari war ein Gestaltwandler halb Mensch, halb Tiger, und lebte mit seines Gleichen in Frieden. Doch dann kam ein Zauberer und tötete seine Schwester. Als er Rache für ihren Tode forderte ging einiges schief. Das Ergebnis ist bekannt.
Weil Dela den jungen Mann nicht als Sklaven nutzen will, überredet sie ihn, den Fluch zu brechen. Doch das geht nur, wenn man seine zweite Haut, in diesem Fall das Tigerfell, findet. So macht man sich auf die Suche nach dem Zauberer, der aus anderen Gründen wiederum nach Hari sucht.

Aus dem Roman und seiner Handlung wird schnell klar, dass wir es nicht nur mit einem modernen Mystery-Roman zu tun haben, sondern vor allem auch mit einer Liebesgeschichte zwischen Dela und Hari. ich würde in diesem Fall sogar so weit gehen, und es als einen Liebesroman bezeichnen, der mit sagenhaften Einzelheiten angereichert wurde.
So nebenbei, auf dem Titelbild im Hintergrund finden wir Shanghai mit einem Blick vom Bund und nicht die Stadt Beijing (Peking)

Dies ist eine Rezension aus
Der phantastische Bücherbrief
dem monatlich erscheinenden Newsletter vom Club für phantastische Literatur, Erik Schreiber.



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Name: Tiger Eye

Art: Roman für Romane Fantasy; 446 Seiten; Taschenbuch;

Publikationsjahr: 2007

ISBN-10: 3-44224-497-8

ISBN-13: 978-3-44224-497-3

Preis: 8 Euro

Kontakt: Blanvalet

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Letzte Änderung / Last modify: 2008-01-20