drosi.de | Rezensionen | Romane Fantasy | Die Druidin
Romane Fantasy - Die Druidin

Ich dachte, ich hätte inzwischen alles gelesen, was es an historischen Romanen gab. Gute und schlechte, langweilige und spannende Erzählungen und alles was dazwischen liegt. Der Versuch mit dem Erstlingswerk von Birgit Jaeckel war mir jedoch wichtig, um zu sehen, wie deutsche Autorinnen mit der Geschichte ihrer Heimat umgehen. Vor allem, weil es nicht die wiederholte Version eines Mittelalterromans darstellt, sondern weil die Zeitreise bis etwa 120 Jahre vor Christus zurück reicht.
Südlich der Donau ist der örtliche Schauplatz zu Suchen. Im Mittelpunkt steht die junge, vierzehnjährige Talia. Sie wuchs bei ihrer Ziehmutter Vebromara auf und hat ganz besondere Kräfte. Diese will sie einsetzen, um Luguadeon, ihrem Lehrmeister, zu unterstützen. Doch mit ihren vierzehn Jahren ist sie noch sehr naiv. Als die Boir angreifen ist sie mittendrin, die Verwundeten zu behandeln und der Leser steckt ebenfalls mitten in der Geschichte. Es wird nicht lange erzählt oder die Personen vorgestellt. Wir erfahren im Gespräch zwischen Talia und Vebromara dass ihr Vater sie nach der Geburt umbringen lassen wollte. Vebroma rettete das Neugeborene und Talia wurde in einer Druidenschule unterrichtet. Hier erlernte sie die Heilkunst, die sie nun einzusetzen gedenkt. Ihre Fähigkeiten reichen jedoch viel weiter, als nur blosses heilen. Die Kranken fühlen sich in ihrer Nähe wohl und gesunden schneller. Hinzu kommt, dass sie die Seelen der Menschen sehen und vor Ungemach bewahren kann. Als eine Art Seelenwächterin.
Einer der Druiden möchte mit Talia ein Kind zeugen. Das gemeinsame Kind könnte die Druiden und deren Stellung, Macht und Einfluss stärken. Talia ist dazu nicht gewillt. Als der Söldner Atharic im Lager der Druiden eintrifft, flieht sie mit ihm hinter die Mauern von Alte-Stadt.
Talia nimmt eine Anstellung in der Familie ihres Vaters Caran, dem Herrn von Alte-Stadt, an, ohne das ihr Vater weiss, dass sie seine Tochter ist. Als Zofe zählt dadurch zu Carans mächtiger und wohlhabender Sippe, ebenso wie ihr Geliebter Atharic, der als Leibwache eingestellt wird. Gerade letzteres ruft immer wieder Neider auf den Plan. Talia erkennt bald die Ränkespiele die sich innerhalb der Sippe abspielen. Ohne es zu beabsichtigen gerät sie zum Spielball der Intriganten. Sie rettet ihrem Vater das Leben, muss aber fliehen.
Acht Jahre später kommt sie in Begleitung ihrer siebenjährigen Tochter Sumeli wieder zurück. Ihr Vater erkennt sie als Tochter an. Trotzdem gibt es noch genug Verwicklungen. Ihre Tochter wird von einem Druiden entführt, Carans Schwester, die schon immer ihren Bruder umbringen wollte, um die Macht an sich zu reissen muss neue Pläne schmieden.

DIE DRUIDIN ist ein lesenswertes Buch. Man erkennt die liebe zu den Einzelheiten, die Liebe zur genauen Beobachtung und das genaue Wissen über die Zeit, sofern ich das Beurteilen kann. Birgit Jaeckel schreibt und beschreibt jede beteiligte Person, wie sie es verdient. Nichts bleibt flüchtig oder im Nebel ungenauer Beschreibungen. Ein gelungener Roman.

Dies ist eine Rezension aus
Der phantastische Bücherbrief
dem monatlich erscheinenden Newsletter vom Club für phantastische Literatur, Erik Schreiber.



www.DRoSI.de
die beste Adresse,
seit es Rollenspiele gibt
© Copyright by Dogio
Erik Schreiber vom Bücherbrief
von www.spaet-lese-abend.de
Mehr zum Thema
Links zum Thema
Diesen Artikel kaufen

Diesen Artikel kaufen

Qualität Text
Qualität Optik
Nutzen/Spaß
Gegenwert
Wie wird gewertet?

Name: Die Druidin

Art: Roman für Romane Fantasy; 524 Seiten; Taschenbuch;

Publikationsjahr: 2008

ISBN-10: 3-42666-317-1

ISBN-13: 978-3-42666-317-2

Preis: 20 Euro

Kontakt: Droemer Knaur

[Dieses Fenster schließen]

5242 A B C D E F G H I J K L M N O P Q R S T U V W X Y Z
Rezensionen bei drosi.de
Please note:
The names of all or most of the games and their logos on the subsequent pages are trademarks or registered trademarks of the owning company. Any use on this or subsequent pages should not be misconstrued as a challenge to said trademarks, nor as an attempt to infringe upon any copyrights that may be owned by said companies.
The drosi.de content and database is © 1998-2008 by Uwe 'Dogio' Mundt.
Letzte Änderung / Last modify: 2008-03-02