drosi.de | Rezensionen | Romane Fantasy | Des Königs Klingen 2: Der Herr des Feuerlandes
Romane Fantasy - Des Königs Klingen 2: Der Herr des Feuerlandes

Das Leben einer Klinge, eines Kämpfers gehört nicht mehr ihm selbst. Lediglich der Tod ist in der Lage die Zauberkraft zu durchbrechen. Allerdings recht einseitig und dauerhaft. Des Königs Klingen spielt in der Welt der sogenannten Eisenburg. Im ersten Band dieses Zyklus war von Sir Durendal als Handlungsträger die Rede, hier nimmt er jedoch nur mehr oder weniger eine Nebenrolle ein. Die beiden Helden sind diesmal die Klingen, auch vielleicht eher als Leibwächter zu bezeichnen, Wespe und Räuber. In diesem Land ist es Sitte, dass junge Meisterfechter, nach fünfjähriger Ausbildung sich verpflichten, bestimmte Personen Zeit Lebens zu beschützen. Diesmal ist es der König selbst, der neue Klingen sucht und auf sich einschwören will. Dabei geschieht das Undenkbare. Nicht nur einer, nein, gleich zwei Kämpfer versagen dem König den Dienst. Das ist ungeheuerlich. Räuber ist ein Angehöriger des verschmähten und abgelehnten Piratenvolkes. Gleichzeitig ist er der Sohn des ehemaligen Herrschers der Baelen, wie sich die Piraten selbst nennen. Sein Vater wurde hinterrücks ermordet und Räuber hat natürlich vor sein Leben und sein Erbe anzutreten. Und diese will er nicht aufgeben, nur um einem anderen zu dienen. Schon gar nicht dem König, der dazu noch mit ihm verwandt ist. So sagt Räuber dem König ab und weil Wespe sein bester Freund ist, folgt dieser ihm in den hohen Norden. Zum einen sind sie auf der Flucht vor dem König, andererseits wollen sie den Tod von Räubers Vater aufklären.
Dave Duncan präsentiert mit diesen Bänden eine andere Art von Zyklen. Sind es in den meisten Zyklen feste Helden, so ist es hier die Eisenburg mit ihren Türmchen, Erkern und Winkeln und dem Land darum der feste Bezugspunkt. Keine Helden, ein Land, so sieht die Basis der Geschichten aus. Mit diesem Trick gelingt es dem Autor, Platz und Zeit zu haben, Geschichten zu erzählen. Vor den Augen der Leserinnen und Leser entsteht eine Welt, die ein wenig an die Wikinger erinnert, ein wenig aber auch an eine Zeit, die ich eher mit Karl dem Grossen gleichsetzen möchte. Wichtig erscheint mir jedoch einfach nur, hier liegt ein spannendes, unterhaltsames Buch in meiner Hand. Zeitliche, räumliche und personelle †berschneidungen gibt es zum ersten Band. Durch diese Wiedererkennungseffekte erscheint ein komplexes Land, indem man sich gleich wiederfindet.

Dies ist eine Rezension aus
Der phantastische Bücherbrief
dem monatlich erscheinenden Newsletter vom Club für phantastische Literatur, Erik Schreiber.



www.DRoSI.de
die beste Adresse,
seit es Rollenspiele gibt
© Copyright by Dogio
Erik Schreiber vom Bücherbrief
von www.spaet-lese-abend.de
Mehr zum Thema
Links zum Thema
Diesen Artikel kaufen

Diesen Artikel kaufen

Qualität Text
Qualität Optik
Nutzen/Spaß
Gegenwert
Wie wird gewertet?

Name: Des Königs Klingen 2: Der Herr des Feuerlandes

Art: Roman für Romane Fantasy; 667 Seiten; Taschenbuch;

Publikationsjahr: 2007

ISBN-10: 3-40420-422-0

ISBN-13: 978-3-40420-422-9

Preis: 17 Euro

Kontakt: Bastei Lübbe

[Dieses Fenster schließen]

5155 A B C D E F G H I J K L M N O P Q R S T U V W X Y Z
Rezensionen bei drosi.de
Please note:
The names of all or most of the games and their logos on the subsequent pages are trademarks or registered trademarks of the owning company. Any use on this or subsequent pages should not be misconstrued as a challenge to said trademarks, nor as an attempt to infringe upon any copyrights that may be owned by said companies.
The drosi.de content and database is © 1998-2008 by Uwe 'Dogio' Mundt.
Letzte Änderung / Last modify: 2008-01-20