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Myrkgard

Aus den Abenteuern vom Zyklus von den zwei Welten (mit seinen vier Abenteuern Hauch der Heiligkeit, Legion der Verdammten, Das Graue Konzil und Die Schwarze Sphäre) entstand die Idee für eine Parallelwelt zu Midgard. Durch die Handlungen der Helden bildete sich die Parallelwelt. Die dunklen Meister haben im Krieg der Magier 1600nL gesiegt und die Welt Midgard in die Welt Myrkgard verwandelt.
Der Band umfaßt 208 Seiten im schwarzweiß Druck und ist ein Hardcover, daß von Pegasus Spiele unter der Lizenz von Myrkgard Press vertrieben wird.

Myrkard ist keine offizielle Publikation aus dem Hause Midgards, sondern ein genehmigtes Projekt von einer Gruppe von Rollenspielern. Nach der Idee 2001 bis zum heutigen Zeitpunkt der Veröffentlichung haben viele daran gearbeitet.
Teil eins, des in zwei Teilen untergliedertem Band, beschäftigt sich mit den Ländern des Imperiums und die unabhängigen Länder sind Bestandteil des zweiten Teils. Jedes einzelne Kapitel beschreibt nun eine Region, auf die die Veränderungen Auswirkungen gehabt haben und die sich von der Hauptwelt unterscheiden. Dabei haben unterschiedliche Autoren jeweils eine Region bearbeitet. Um so bemerkenswerter ist es, dass es den Machern gelungen ist, bei den meisten Kapiteln einen ähnlichen Aufbau hinzubekommen und somit ein sehr gutes Gesamtbild zu erzielen.

Nach dem Vorwort folgt eine Beschreibungen der Besonderheiten und Wunderlichem von Myrkgard. Dabei fällt dem Weltenreisenden sofort der Himmel auf. Er ist nicht blau, sondern hat einen blauvioletten Farbton. So ist dann auch die violette Grundarbe des Covers zu erklären.
Es folgt eine kurze Erklärung der Geschichte des valianischen Imperiums, eine Überblick über die Zeitrechnung und Sprachen, sowie die besonderen Regeln und Abweichungen. Darunter fallen auch die Wunder ferner Götter und die Beschreibung der Vampire.

Nun folgt in einem ersten Kapitel "Magokratie im Zwielicht" die Beschreibung des Valianischem Imperium. Nach einer Erklärung über die Ausdehnung des Imperiums, die auch auf einer schwarzweiß Karte im Anhang nachvollzogen werden kann, folgt die politische Struktur bzw. das Rangsystem innerhalb des Imperiums. Im weiteren Verlauf werden die Sitten und Gebäuche, die imperiale Politik, der Handel und die Namensmagie, sowie das andere Zauberwerk beschrieben. Sehr interessant sind die ausführlichen Regionalbeschreibungen des chryseischem Kernland, der Insul Valianes (valianischen Inseln) und der Oran Estralu (die Südküste). Dabei werden auch die wichtigsten Siedlungen beschreiben. Leider hat man dabei auf die Einwohnerzahlen verzichtet, die sonst immer mit angegeben sind. Sehr schön ist dafür der Stadtplan von Thalassa.
Das zweite Kapitel "Im Schutz des Ennunswalls" ist Alba gewidmet. Zunächst gibt es eine kurze Beschreibung der Besonderheiten ehe eine Erklärung zu den vier Provinzen Falbean, askiar, Dunatha und Kerguan gibt. Auch hier gibt es ein schöne Karte über die Region. Sehr interessant fand ich die Beschreibung der Elfen und wie mit ihnen umgegangen wird, aber lest selbst.
Unsere Rundreise führt im dritten Kapitel "Die Länder der Wüste" nach Eschar. Dabei wird unterschieden zwischen den valianischen Provinzen und dem wiedererwachten Ta-Meket, Interessant sind die Besonderheiten bei der Religion und der Magie.
In "dunkle Schleier über Moravod" geht es um das valianische Protektorat. Außerdem werden die Städte und Siedlungen der Region vorgestellt.
Die letzte Station auf der Reise durch die Regionen des valianischem Imperium ist "die große Insel im Drachenmeer - Serendib" auf der die Akimba und die Rawindi leben.

Der zweite Teil "die unabhängigen Länder" beginnt mit einer Beschreibung des "land des Feuers und der Intrigen - Aran". Dabei wird zunächst allgemein das Land vorgestellt, ehe auf die aranischen Gepflogenheiten, die Religion, Magie, Militär und andere Völker eingegangen werden.
Im "Vereinten Königreich von Clanngadarn" leben die fünf Stämme von Twynedd (Llanadwyn, Manandwayn, Prdwyn, Wendwyn und Fuardainwyn) unter der Herrschaft des Hochkönigs. Nach einer Beschreibung des Landes folgt eine Erklärung der twyneddischen Gesellschaft und die Besonderheiten der Zauberei und Religion.
Mein persönlicher Liebling auf der Welt Myrkgard ist "Gismolok - die verschlingenden Pforte." Es ist das Pendant zum Pfortenarchipel auf Midgard und nun unter der Herrschaft eines Vampirs. Das Archipel besteht aus den drei Hauptinseln Meluhhan, Umanit und Abbando. Dort leben Blutträger, Blutlose und Dienerkreaturen mehr oder weniger friedlich nebeneinander. Nach einer allgemeinen Beschreibung des Archipels folgt eine Erklärung des Lebens auf Gismolok. Dort gibt es viele interessante Anregungen für das Miteinander von Vampiren und Menschen.
"Alles unter dem Himmel - KanThaiPan" liefert kurz die Beschreibung der Region, des Glaubens und der Mystik, sowie der Wissenschaft, Politik und Kunst.
Der Kampf um Minangpahit steht im Kapitel "Der Zorn der Ahnen" im Fordergrund. Neben der Beschreibung des menschlichem Leben gibt es neue Zauber und Fertigkeiten.
"Im Land des Gottvampir - Nahuatlan" wird nicht nur eine weiteres Untotenreich vorgestellt, sondern es gibt eine andere Art von Vampir.
"Das Land der Orcs - Orcadu" liefert die Beschreibung der orcischen Region und Kultur, wie es "das Land der Todesechsen - Sritrara" für die Echsen macht.
Zum Abschluß gibt es noch ein Beschreibung des "Regem Eferu - Erainn", des "Land der zornigen Winde - Tegarisch Steppe" und "Im Dienst Ihrer Majestäten - Zweikronenreich".
Komplettiert wird das Heft durch eine Karte und ein Index.

Vom Layout und den Illustrationen unterscheidet sich der Band nicht von den üblichen Midgardpublikationen. Lediglich wäre eine Farbkarte schön gewesen, doch die kann man sich aus dem Internet herunterladen.

Fazit:
Myrkgard ist ein sehr gutes Buch. Es ist um so bemerkenswerter, da die Autoren, das alles in ihrer Freizeit bewerkstelligt haben. Es hat mir sehr gut gefallen und ich kann es nur empfehlen.


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Thomas König
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Name: Myrkgard

Art: Quellenmaterial für Myrkgard; 212 Seiten; Hardcover;

Publikationsjahr: 2003

ISBN-10: 3-93063-574-7

ISBN-13: 978-3-93063-574-0

Preis: 28 Euro

Kontakt: Pegasus Press
Homepage: www.drosi.de/to_pegasus.htm

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Letzte Änderung / Last modify: 2008-01-20