Resident Evil - Die Umbrella Verschwörung (1)
Nach dem großen Erfolg des Computerspiels und
der respektablen Filmumsetzung kommt "Resident Evil" nun auch in
Buchform im Dino-Verlag auf den Markt. "Die Umbrella Verschwörung"
ist nun der erste offizielle Roman zum Videospiel und wurde geschrieben
von S.D. Perry, die unter anderem für ihre zahlreichen "Aliens"-Romane
und die Buchumsetzung von "Timecop" bekannt ist.
In Raccoon City, einem abgelegenen Bergstädtchen kommt es zu einer
Serie grauenvoller Morde. Es gehen Gerüchte um von furchterregenden
Geschöpfen, von Killerhunden und Kannibalen, die angeblich über
Menschen herfallen. Als das Raccoon-Police-Department (RPD) der
Lage nicht mehr Herr wird, kommen die Spezialisten von S.T.A.R.S.
zum Einsatz. Die S.T.A.R.S.-Organisation, von pensionierten Militärs
und ehemaligen Mitarbeitern von CIA und FBI ursprünglich zur Bekämpfung
von kultassoziiertem Terrorismus gegründet, hat ihr Tätigkeitsfeld
inzwischen auf fast jedes denkbare Verbrechen ausgedehnt. Doch selbst
die Spezialisten von S.T.A.R.S sind nicht auf das vorbereitet, was
sie erwartet. Kaum im fraglichen Waldgebiet angelangt, werden sie
von hautlosen Killerhunden angegriffen und können sich unter einigen
Verlusten gerade noch in eine düstere, einsame Villa zurückziehen.
Dieses Gebäude befindet sich schon seit Jahren im Besitz des ebenso
mächtigen wie undurchsichtigen Umbrella-Konzerns, der dort unbemerkt
Genforschung betrieb. Selbstverständlich alles nur zum Wohle der
Menschheit, und dafür kann man ein paar herumirrende Killerzombies
ja problemlos in Kauf nehmen.
Das Buch stellt eine echte Überraschung dar, denn bei einem Roman,
der einem Videospiel nachempfunden ist, bei dem es hauptsächlich
darum geht, mit diversen Waffen Zombies umzubringen, um dann größere
Waffen zu finden, mit denen man noch größere Zombies umbringen kann,
ist die vorliegende Qualität keine Selbstverständlichkeit. Die Story
ist spannend und unterhaltsam erzählt und die Charaktere längst
nicht so eindimensional wie in vergleichbaren Machwerken. Die Figuren
sind ausgefeilt dargestellt und agieren durchaus realistisch. Alle
Fragen der Kampf- und Waffentechnik sind so solide behandelt, wie
man das bei einer Aliens-Autorin erwarten kann. Insgesamt eingelungenes
Buch, das gut zu unterhalten vermag und durchaus Geschmack auf mehr
macht.
Eine Rezension von
|