Perry Rhodan - Kosmos 2: Alaska Saedelaere
Eine der schillerndsten Figuren wurde der Unsterbliche Alaska Saedelaere. War er zu beginn noch etwas blass und farblos in der Beschreibung. Erst mit seinem Transmitterunfall änderte sich die tragische Figur. Seither trug er eine Maske. Das sich in seinem Gesicht festgesetzte Cappi-Fragment schillerte nicht nur in allen Farben, sondern auch in verschiedenen Dimensionen und trieb jeden, der es sah, in den Wahnsinn. Die typische Theaterfigur, des ewigen Verlierers, des Einsamen Mannes ohne jegliche Bindung, entwickelte bald so etwas wie ein Eigenleben.
Hubert Haensel beschreibt, ähnlich wie bei dem Vorgängerband um Reginald Bull, das Leben des Mannes in Rückblicken. von der Jugend bis zum hohen Alter, angehalten durch Zellaktivatoren, lernen wir den einsamsten Mann der Unsterblichenriege kennen. Der Weg den Alaska zurücklegen muss bis er selbst zu einem kosmischen Wanderer wird, ist lang. Er greift immer wieder in das Schicksal der Menschen ein, auch wenn er nicht immer direkt beteiligt ist. Mit seinem regelmässigen Verschwinden durch die Zeitbrunnen, die anscheinend nur er kennt und findet, verlässt er für einige Zeit die Serie um unvermittelt wieder aufzutauchen. Alaska hat eine feine aber kleine Fangemeinde. Sie fordert immer wieder die Rückkehr in die Serie. Allerdings gelingt die Rückkehr nicht immer.
Eine Zeitlang hatte Alaska wieder sein richtiges Aussehen ohne das Cappin-Fragment. Damit wurde er wesentlich sympathischer geschildert, bis zu dem Augenblick, als er wieder das Cappin-Fragment erhielt. Seither versucht man wieder an die alte, hier im Buch gelungen beschriebene Person heranzukommen. Ohne Erfolg übrigens. Alaska ist eine so vielfältig angelegte Persönlichkeit, dass ein Buch ihn zu beschreiben nicht ausreicht. Diese kurze Besprechung übrigens auch nicht.
Dies ist eine Rezension aus Der phantastische Bücherbrief dem monatlich erscheinenden Newsletter vom Club für phantastische Literatur, Erik Schreiber. |
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