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Romane Fantasy - Ausgeblendet

Paul ist ein Junge¸ wie jeder andere auch. Er interessiert sich für viele Dinge¸ unter anderem auch für die Familie und Familienfotos. Eines dieser Fotos hat es ihm besonders angetan¸ da man etwas nicht sieht. Seinen Onkel Adelard gibt es auf diesem Foto nicht zu sehen. Und das¸ obwohl er doch neben seinem Vater direkt stand. Das Foto ist für Paul ein Rätsel und immer wieder bringt er die Sprache auf das seltsame Familiendokument.

Eines Tages hat er aber ganz andere Dinge im Kopf¸ denn seine geliebte Tante Rosanna kam wieder in die Stadt zurück. Und als er sie wieder sieht¸ verliebt er sich mit seinen dreizehn Jahren sofort in sie.

Und dann kommt auch noch Onkel Adelard wieder. Sein Onkel macht ihn auch mit der seltsamen Gabe vertraut¸ von der er manchmal wohl wie alle Jungen träumte. Unsichtbar werden. Er hatte die seltsame Gabe bereits angewandt¸ ohne es wirklich zu bemerken. Jetzt aber¸ kann er sie ganz bewusst einsetzen. Bald schon versteht er es¸ sie ohne grössere Anstrengung gezielt anzuwenden. Als sie ihn eines Tages als eine düstere Stimme in seinem Kopf zu einer Gewalttat verleitet¸ schwört er¸ diese Kraft nie wieder einzusetzen.

Viele Jahre später ist Paul auf der Suche nach seinem Neffen Ozzie. Die Gabe der Unsichtbarkeit geht seltsame Wege¸ denn nur Onkel zu Neffe geht die Gabe über. Onkel Theophile war es¸ der die Gabe an Onkel Adelard weitergab¸ Onkel Adelard an Paul¸ Paul an seinen Neffen Oswald. Und gerade Ozzie ist es¸ der der Stimme im Kopf gehorcht. In seiner Unsichtbarkeit verübt er erst kleinere und dann grössere Straftaten.

Robert Cormier ist ein¸ im wahrsten Sinne des Wortes¸ ausgezeichneter Autor. Oder besser¸ er war. Der ehemalige Journalist starb am 2. November 2000 im Alter von 75 Jahren. Durch seine Jahrelange Arbeit als Journalist in Leominster fand er zu seinen Themen¸ die er in der Zeit als Rentner in Bücher umsetzte. Seine Bücher sind alle anspruchsvoll. Von der Handlung¸ die immer irgendwie in Kleinstädten angesiedelt ist¸ bis hin zu den Handlungsträgern und Nebenfiguren¸ sind seine Geschichten der Wirklichkeit näher als der Phantastik. So erscheint selbst der Roman ‚Ausgeblendet' eher wie ein wirklichkeitsgetreues Werk. Die Möglichkeit¸ sich unsichtbar zu machen¸ nimmt der Leser¸ in der Regel wohl Jungen¸ als ganz normal hin. Es geht dabei vor allem um die Auswirkungen des Bösen auf den normalen Menschen¸ ausgeführt von einem ‚UN'normalen Menschen. Betrachtet man als Leser die Geschichte und den unwilligen Helden der Erzählung¸ findet man in ihm jedoch auch die ganze Normalität wieder.

Dies ist eine Rezension aus
Der phantastische Bücherbrief
dem monatlich erscheinenden Newsletter vom Club für phantastische Literatur, Erik Schreiber.



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Name: Ausgeblendet

Art: Roman für Romane Fantasy; 382 Seiten; Taschenbuch;

ISBN-10: 3-57030-262-8

ISBN-13: 978-3-57030-262-0

Preis: 8 Euro

Kontakt: Bertelsmann

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Letzte Änderung / Last modify: 2008-01-20