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Romane Horror - Vampiraten 1: Der Fluch des Ozeans

Wie bereits im PHANTASTISCHEN BÜCHERBRIEF Nr. 408 PIRATEN angekündigt, erscheinen in loser Folge in den verschiedensten Verlagen Piratenromane. Im Prinzip könnte man die beiden Romane um Peter Pan und Capt'n Hook ebenfalls dazu zählen. Omnibus veröffentlicht nun die Reihe Vampiraten, die auf den britischen Inseln bereits 50.000 mal verkauft wurde. Justin Somper sitzt bereits an den Nachfolgebänden.

Connor und Grace Tempest stehen mit ihren vierzehn Jahren sehr alleine da, denn ihr Vater der Leuchtturmwärter von Crescent Moon Bay ist verstorben. Leider hat er ihnen nichts hinterlassen. Weder Verwandte noch etwas auf dem Bankkonto. Mit dem Tod des Vaters müssen sie den Leuchtturm verlassen, weil Ende der Woche der neue Leuchtturmwärter erwartet wird. Obwohl Dexter Tempest den Bewohnern mehr als nur einmal das Leben rettete, gibt es für die beiden Kinder nur zwei Möglichkeiten. Entweder der unsympathische Bankbesitzer Busby adoptiert sie, oder sie müssen ins Waisenhaus. Beide Möglichkeiten fallen für die beiden Geschwister aus. Stattdessen fliehen sie auf dem Boot des Vaters, das eigentlich auch der Bank gehört, um von diesem ungastlichen Ort zu fliehen. Auf der Flucht geraten sie in einen schweren Sturm, der das Boot zum kentern und auseinander brechen bringt. Die Zwillinge werden auf dem Meer getrennt und verlieren sich aus den Augen. Im aufziehenden Nebel sieht Connor ein Schiff auf sich zukommen, doch auf seine Hilferufe reagiert niemand und das Schiff dreht wieder ab. Kurz darauf erscheint ein zweites Schiff und fischt den Jungen aus dem kalten Wasser. Die Diablo, so der Name des Schiffes, ist eines der vielen Piratenschiffe, das im Jahr 2512 vor der australischen Küste sein Unwesen treibt. Der Kapitän des Schiffs, Molucco Wrathes, nimmt den Jungen freundlich auf. Als er jedoch von dem anderen Schiff erzählt, glauben die Matrosen nicht so recht daran. Unter Anleitung von Cutlass Cate lernt er mit Hieb- und Stichwaffen umzugehen. Dabei erweist er sich als ein ungeahntes Talent. Schnell gewöhnt er sich an sein neues leben als Pirat. Er vergisst jedoch nie seine Zwillingsschwester, von der er überzeugt ist, noch am Leben zu sein. Connor Tempest oberstes Ziel ist es, seine Schwester wieder zu finden.

In der Tat wurde auch Grace gerettet. Eben von jenem anderen Schiff, das an Connor ohne Notiz zu nehmen vorbei fuhr. Lorcan Furey heisst ihr Retter, der nichts besseres, so seine Aussage, zu tun, als sie zu ihrer eigenen Sicherheit einzusperren. Ihr kommt das Schiff äusserst seltsam vor, an dem tagsüber an Deck niemand zu sehen ist. Grace ist nicht auf den Kopf gefallen. Sie zählt eins und eins zusammen und kommt zu dem Schluss, sie ist auf dem Schiff der Vampiraten. So ihre eher düstere Vorahnung. Jenes Schiff, dessen Shanty ihr Vater ihnen immer vorgesungen hat. Aber ausser Lorcan hat sie noch niemanden kennengelernt.

Justin Somper erzählt die spannende Geschichte der beiden Jugendlichen, ohne die alten Piratengeschichten wieder aufleben zu lassen. Zudem fällt erst einmal gar nicht auf, dass wir uns fünfhundert Jahre in der Zukunft befinden, wo sich die Klimakatastrophe mit gestiegenen Wassern in Erinnerung brachte. Die Geschichte lässt sich flott und locker leicht durchlesen. Als Erwachsener habe ich sicherlich ebensoviel Spass wie die Kinder, für die das Buch geschrieben wurde. Ausser der Suche nach dem jeweiligen anderen Zwilling, scheint die Erzählung erst einmal kein Ziel zu haben.

Dies ist eine Rezension aus
Der phantastische Bücherbrief
dem monatlich erscheinenden Newsletter vom Club für phantastische Literatur, Erik Schreiber.



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Name: Vampiraten 1: Der Fluch des Ozeans

Art: Roman für Romane Horror; 318 Seiten; Taschenbuch;

Publikationsjahr: 2006

ISBN-10: 3-57021-703-5

ISBN-13: 978-3-57021-703-0

Preis: 7 Euro

Kontakt: Omnibus

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