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Romane - Gateway-Trilogie

Der ehemalige Raumfahrer Robinette Broadhead erzählt in Rückblenden, wie er zu seinem sagenhaften Reichtum gekommen ist. Die Gespräche finden mit seinem Psychiater "Sigfrid Seelenklempner", einer künstliche Intelligenz, statt. Broadhead leidet an einem großen Schuldkomplex, den Sigfrid in langen, analytischen Gesprächen freilegen möchte. Dabei erfährt der Leser die außergewöhnliche Lebensgeschichte des Rob Broadhead. In ärmlichsten Verhältnissen aufgewachsen, erhält er in jungen Jahren durch einen Lottogewinn die Chance, nach Gateway zu fliegen. Gateway ist ein ausgehöhlter Asteroid, in dem sich außerirdische Artefakte einer alten Rasse, der Hitschi, befinden. Dabei handelt es sich um kleinere Raumschiffe mit einer dem Menschen unbekannten Technologie, welche Flüge mit Überlichtgeschwindigkeit ermöglichen. Das größte Problem ist jedoch, dass nicht nur die Technologie, sondern auch die Handhabung und Steuerung für den Menschen unverständlich ist. So weiß man weder das Ziel der Schiffe noch die genaue Flugdauer. Die meisten dieser waghalsigen Prospektoren, welche sich in ein solches Raumschiff setzen, haben nichts mehr zu verlieren und hoffen auf ungeahnten Reichtum. Die Raumfahrer, welche nicht sterben, verloren gehen oder wahnsinnig werden, können nämlich Millionäre werden. Doch dafür müssen sie unbekannte Artefakte von Planeten mitbringen, so dass sie neben einer pauschalen Prämie, welche die Gateway-Gesellschaft zahlt, noch Bonus-Zahlungen aufgrund von weiteren technischen Entwicklungen auf Basis der gefundenen Gegenstände erhalten. Rob Broadhead hat dieses Glück und wird steinreich – doch er zahlt dafür einen hohen Preis, der letzte Flug endet in einer persönlichen Tragödie.

Beyond the blue Event Horizon

Die Abenteuer des Robinette Broadhead gehen weiter. Als reicher und einflussreicher Mann leitet er viele Projekte, welche das Geheimnis der Hitschi-Rasse ergründen sollen. Wer waren sie? Woher kamen sie und wo sind sie nun? Die Erde ist gebeutelt von Überbevölkerung, Armut und vor allem Hunger. Da wird eine Nahrungsfabrik der Hitschi entdeckt, welche aus Kohlenstoff, Wasserstoff, Sauerstoff und Stickstoff ("CHON") Nahrungsmittel produzieren kann. In der Fabrik existiert künstliches und natürliches Leben – doch sind es die Hitschi? Broadhead selbst wird aktiv, um den Dingen auf den Grund zu gehen.

Hechee Rendezvous

Einige Jahre nach den ersten Ereignissen – Rob Broadhead ist mittlerweile in die Jahre gekommen – sind viele Rätsel der Hitschi entschlüsselt. So ist es möglich, die Raumschiffe nach Belieben zu steuern und zu manövrieren. Doch neue Gefahren zeichnen sich ab. Terroristen halten die Welt in Atem und trachten Broadhead nach dem Leben. Zusammen mit seiner Frau und seinem Berater, dem Computerprogramm "Albert Einstein", fliegt er an die verschiedensten Orte der Welt, um die Terrorismus-Gefahr zu bekämpfen und gleichzeitig den Hitschi nachzuforschen. Aus Angst vor einer unglaublichen Gefahr verließen sie vor langer Zeit die Galaxis. Diese schlafende Gefahr droht nun zu erwachen.

Frederick Pohl wurde 1919 in New York als Enkel deutscher Einwanderer geboren. Nach dem Besuch der Technical High School in Brooklyn sympathisierte er in den dreißiger Jahren mit sozialistischen Bewegungen. Bereits im Alter von 20 Jahren übernahm er die Redaktion der SF-Magazine "Astonishing Stories" und "Super Science Stories" und fing zeitgleich mit dem Schreiben an. Nach seinem Kriegsdienst in Italien im Zweiten Weltkrieg begann er eine Karriere als Texter in einer Werbeagentur in New York. In den fünfziger und sechziger Jahren machte Pohl durch zahlreiche satirische Kurzgeschichten und Novellen, bei denen er seine Erfahrungen in der Werbeindustrie geschickt einbrachte, auf sich aufmerksam. Erst Ende der siebziger Jahre beginnt seine Karriere als anerkannter Autor von SF-Romanen. Neben den beiden Werken "Man Plus" und "Jem" ist es vor allem die vorliegende, mit verschiedenen Preisen ausgezeichnete Trilogie, welche ihm großen Ruhm auch außerhalb der USA bescherte.

Die Gateway-Trilogie weist sehr viele sozialkritische Züge auf und kann als moderne Space-Opera bezeichnet werden. Vor allem im ersten Teil gewinnt der Roman durch eingestreute Werbetexte, Kleinanzeigen, Berichte und Aufsätze eine sehr ansprechende Authenzität. Dies und die geschickte Erzähltechnik zeugen von einem ausgefeilten Stil, wie man ihn in der Science-Fiction selten findet. Die aufgebaute Atmosphäre ist atemberaubend – der Leser sieht sich förmlich mit im Zimmer von Sigfrid Seelenklempner sitzen und lauscht gebannt seinen Ausführungen – während er sich auf der nächsten Seite in der schmierigsten Kneipe auf Gateway wiederfindet. Gateway mit seiner Struktur, seinen unverwechselbaren Gestalten und dieser angespannten Stimmung bleiben prägend im Gedächtnis. Ungeahntes Glück von erfolgreichen Prospektoren trifft auf unaussprechliches Leid der Hinterbliebenden, welche einen lieben Menschen in den Weiten des Alls verloren haben.

Pohl bringt dem Leser die Raumfahrt in den Hitschi-Schiffen nicht als romantisch verklärtes Abenteuer dar, sondern als abartigen Trip in die Abgründe der menschlichen Psyche. Die nackte Angst in der Einsamkeit eines Raumschiffs treibt die Prospektoren an die Grenze des Wahnsinns – während der Leser den Atem anhält und weiterlesen muss. Besonders gut im ersten Teil sind die vielschichtigen Therapie-Gespräche mit Sigfrid Seelenklempner, die einzigartige Stimmung und vor allem die Charaktere. Sie sind außergewöhnlich gut entwickelt und sehr lebensecht. Der Leser hat nach einiger Zeit das Gefühl, Rob Broadhead persönlich zu kennen. Dabei gibt es kein Gut-Böse-Schema, was sehr erfreulich ist. So passiert es schon mal, dass der Sympathieträger Rob seiner Freundin in einem Anfall von Eifersucht die Zähne ausschlägt. Beim Lesen wirkt eine solche Situation sehr befremdlich, aber vor allem sehr realistisch und lebensnah. Zusätzlich wird eine gewisse erotische und sexuelle Spannung aufgebaut, was ich in dieser Form bislang in keinem Science-Fiction-Roman erlebt habe. Dies ist jedoch sehr geschickt bewerkstelligt und durchaus ansprechend.

Der erste Teil der Trilogie hat mich dermaßen in seinen Bann gezogen – ein äußerst empfehlenswerter Lesespaß und sicherlich nicht umsonst ein legendäres Werk der Science-Fiction. Die Erwartungen an die nachfolgenden Bände sind daher naturgemäß sehr hoch – und wurden bei mir bitter enttäuscht. Nach dem psychologisch durchdachten ersten Teil mündet die Handlung dann in eine zweitklassige Abenteuergeschichte. Die Enträtselung der Hitschi nimmt viel von dem im ersten Teil aufgebauten Zauber. Es werden zwar zahlreiche interessante Ideen dargestellt – so die Bewohner der Nahrungsfabrik, aber die Handlung kommt dadurch kaum voran. Auch die Darstellung der physikalischen und politischen Zusammenhänge ist sehr simpel konzipiert und mutet teilweise unfreiwillig komisch an. Während im ersten Band viele Dinge, Zusammenhänge und Begebenheiten nur schemenhaft erwähnt wurden, werden später viele Verknüpfungen zu detailliert erklärt – dadurch geht viel Charme und Anziehung verloren.

Die größte Diskrepanz zwischen erstem Teil und Nachfolgebänden ist jedoch in den Charakteren begründet. Diese werden im zweiten und dritten Teil sehr unglaubwürdig entwickelt und dargestellt. Broadheads Frau S. Ya ist ein Paradebeispiel – sie sieht blendend aus, wird zur bestangezogenen Frau der Welt gewählt, ist eine geniale Informatikerin und bekommt mal schnell den Nobelpreis, um danach eine Fast-Food-Kette erfolgreich aufzubauen. Nach der detaillierten und glaubwürdigen Darstellung der Charaktere im ersten Teil ist dies ein sprichwörtlicher Schlag ins Gesicht. Dadurch geht sehr viel Freude an dem Roman verloren und es bleibt ein fader Nachgeschmack. Meine Empfehlung ist daher, den ersten Band unbedingt zu lesen – er verdient das Wort Meisterwerk – und die beiden anderen auszulassen.
Jens Jahn [26.11.2004]

Mit dieser neu überarbeiteten und ungekürzten Fassung von Frederik Pohls Gateway-Trilogie gibt Heyne SF-Lesern Gelegenheit, einen der beliebtesten Klassiker und Meilensteine des SF-Genres zu lesen. Diese Trilogie enhält die Übersetzungen des legendären "Gateway" (1977), "Beyond the Blue Event Horizon" (1980) und "Heechee Rendezvous" (1984).

"Gateway" gewann im Jahre 1978 sowohl Hugo als auch Nebula Award, aber damit nicht genug: Auch Locus und John W. Campbell Memorial Award sowie zahllose weitere heimste der Roman ein. Darüber hinaus inspirierte der Roman ein gleichnamiges Brettspiel und die Firma Legend Entertainment zu zwei ebenfalls hochklassigen Textadventures ("Gateway" und "Homeworld").

Wie kaum ein anderer SF-Roman schafft es Gateway, den Reiz des Fremdartigen, Unbekannten und großer ko(s)mischer Zusammenhänge mit ganz einfachen menschlichen Problemen zu verbinden.

GATEWAY

Eines Tages entdeckt die Menschheit den Asteroiden Gateway. Auf diesem Raumhafen befinden sich Hunderte von kleinen Raumschiffen einer "Hitschi" genannten außerirdischen Rasse. Hitschi-Technologie ist Millionen wert, obwohl man meistens ihre Funktion nicht versteht und darum auch nicht mit ihr umgehen kann. So ist es auch mit den Raumschiffen: Sie können leicht gestartet werden, aber man weiß nie, wann und wo die Reise endet.

Glückspilze finden ferne Planeten und wertvolle Hitschi-Artefakte und werden unendlich reich, Pechvögel verhungern auf übermäßig langen Reisen, kehren niemals oder als Leichen zurück … oder fliegen nur zehn Minuten lang und landen auf dem Erdmond.

Es herrscht dennoch kein Mangel an Freiwilligen für die riskanten Reisen, denn auf der nahezu aller Ressourcen beraubten Erde regieren Not und Elend, Nahrungsmangel und soziale Missstände treiben auch Robinette Broadhead (trotz des Namens ein Mann) nach Gateway. Sein letzter Flug endet in einer persönlichen Katastrophe, die ihn aber zu einem reichen und berühmten Mann macht.

BEYOND THE BLUE EVENT HORIZON

Eine von Robinette Broadhead ausgesandte Expedition entdeckt eine CHON-Nahrungsfabrik der Hitschi in der Oortschen Wolke. Doch was machen ein offensichtlich dort aufgewachsener junger Mensch, elektronische Bewusstseinskopien, Urmenschen und ein Roboter der Hitschi dort? Sind sie für die seit einigen Jahren auftretende, "Traumfieber" genannte Epidemie von regelmäßigen Wahnzuständen der gesamten Menschheit verantwortlich?

Die weitere Erforschung der "Hitschi-Himmel" genannten Fabrik fördert Erstaunliches zutage … In Broadhead keimt Hoffnung auf, seine Geliebte Gelle-Klara Moynlin doch noch retten zu können.

HEECHEE RENDEZVOUS

Dank der Entschlüsselung von Hitschi-Datenspeichern sind Flüge von Gateway aus nun kein russisches Roulette mehr. Doch man bemerkt, welch schrecklichen Fehler man begangen hat: Die Hitschi haben der Galaxis mit gutem Grund den Rücken gekehrt. Es droht eine Gefahr, der bisher noch niemand Widerstand leisten konnte. Wieso und wo die Hitschi sich verstecken, erzählt dieser Roman.

Über den Autor

Frederick Pohl (* 1919, New York) ist einer der SF-Schreiber der ersten Stunde, von den Anfängen in Fanzines bis hin zu den ersten Pulp-Romanen war er dabei. Im Gegensatz zu anderen Gründervätern wie Robert A. Heinlein und Ray Bradbury sind die meisten seiner zahlreichen Werke außerhalb der USA unbekannt, mit Ausnahme der Gateway-Romane.

Seine Romane prangerten stets in stilvoll überzogener und satirischer Weise Trends und Missstände der amerikanischen Gesellschaft an, etwas, das man auch in der Gateway-Trilogie feststellen kann. Mehrere seiner Kurzgeschichten wurden ebenfalls für Nebula und Hugo nominiert und gewannen diese sogar mehrfach.

Mit "Tales and Vignettes of the Heechee" (1990) veröffentlichte Pohl eine Sammlung von Kurzgeschichten im Heechee-Universum (dt. Hitschi), während "The Boy Who Would Live Forever" (2004) direkt an die Gateway-Trilogie anschließt. Diese Romane sind in dieser Trilogie nicht enthalten, man kann dies in etwa mit Star Wars vergleichen: Trotz eines etwas unbefriedigenden Endes ist die im Sammelband enthaltene Serie durchaus in sich abgeschlossen. Aber anscheinend möchte Pohl offene Fragen nach nun so vielen Jahren doch noch beantworten …

Ein Gateway der Ideen

Pohl ist ein witziger und kritischer Autor. So beginnt Gateway auch mit dem Helden, Robinette Broadhead, auf der Couch des psychoanalytischen Therapieprogramms Sigfrid Seelenklempner. In elliptischer Weise erzählt dieser selbst, was sich auf Gateway zugetragen hat und welche Probleme ihn plagen. Insofern ist unser Held geradezu das Paradebeispiel eines reichen Amerikaners mit seelischen Problemen, der seine Sorgen beim Psychiater loswird.

Auf diese Weise erfährt der Leser von den Problemen der Erde: Nahrungsmangel infolge von Überbevölkerung, kein Krankenversicherungsschutz für Arme und Robinettes Schicksal als glückloser Versager, der auf einmal das große Los gezogen hat. Gewürzt mit einer Prise Erotik und Sexismus, wenn Broadhead voller Begeisterung über seine neue Freundin S. Ya. Laworowna spricht - der Name seiner späteren Gemahlin wird nur einmal ganz ausgeschrieben …

Bei Pohl spiegelt sich die Angst vor der von der Malthusschen Bevölkerungslehre postulierten Hungersnot wider: Exponentielles Wachstum der Weltbevölkerung, aber nur lineares der Anbaufläche für Nahrungsmittel. Darum ist auch die CHON-Nahrungsfabrik der Hitschi von so großem Interesse: Kohlenstoff (C), Wasserstoff (H), Sauerstoff (O) und Stickstoff (N) sind die Hauptbestandteile von Kometen, und mit ein paar Vitaminen und Spurenelementen auch der Hauptbestandteil der menschlichen Nahrung … Wenn die Menschheit in Schiefergruben Hefepilzkulturen anbauen und sich davon ernähren kann, warum nicht auch Kometen fressen?

Über solche Fragen kann man natürlich schlecht mit einem robotischen Seelenklempner philosophieren, darum unterhält sich Broadhead darüber natürlich mit Albert Einstein. Beziehungsweise dem Programm Albert Einstein, welches seine liebe Frau S. Ya. oder "Essie" für ihn geschrieben hat. Einen ganzen Schritt weiter ist die Technologie im "Hitschi-Himmel": Der dort geborene Wan hat Jahre seines Lebens mit den elektronisch gespeicherten Bewusstseinsinhalten verstorbener Prospektoren geredet. Hauptsächlich über Sex. Demzufolge ist sein Verhalten den ersten Prospektorinnen gegenüber auch relativ ungebührlich, die sich innerlich auf die Erstbegegnung mit einem Hitschi, nicht aber auf einen pubertierenden Jüngling mit Hormonkoller vorbereitet haben …

Besonders in den damals noch puritanischeren Vereinigten Staaten müssen Pohls sexuelle Eskapaden an Bord von Dreier- oder Fünfer-Schiffen der Hitschi einigen Aufruhr verursacht haben, sogar rein homosexuelle Prospektorengruppen schlugen sich auf ihre Weise die ungewisse Wartezeit im Dreier tot.

Ein weiterer sozialkritischer Aspekt ist der oft angesprochene "medizinische Vollschutz". Der reiche Broadhead kann ihn sich leisten – die meisten nicht. Eine Parallele zum quasi nicht existenten staatlichen Krankenversicherungssystem der USA. Broadhead kann sogar seine von einem Bus zermalmte Frau S. Ya. in strahlender Schönheit vollständig wiederherstellen, kann meterweise Gedärme und reihenweise neue Organe, Hornhäute und sonstiges anfordern, während arme Schlucker ihre Nieren verkaufen müssen – ein wahrer Organhandel-Horror.

Zum Glück ist Gateway nicht so sehr auf amerikanische Probleme zentriert, wie man befürchten könnte, sondern sehr international – der Asteroid Gateway spiegelt die Entwicklung der menschlichen Gesellschaft wider. Treffen sich dort erst locker Angehörige aller Nationen und arbeiten multinational unter der Schirmherrschaft der mächtigen Gateway-Behörde (später eine Gesellschaft, eine AG – moderne Zeiten …), entwickeln sich dort im dritten Band nach und nach nationalistische Tendenzen und die gute, alte Kneipe wird in Sektoren aufgeteilt.

Die Faszination des Unbekannten macht einen großen Reiz der Trilogie aus, die Hitschi werden selbst bei ihrem Erscheinen nicht entzaubert, sondern nur noch mysteriöser. Robinette wird seiner größten Seelenpein, Gelle-Klara Moynlin, schließlich näher kommen – wenn auch auf andere Weise, als wir und er es erwarten würden. Man holt schließlich nicht alle Tage die Ex vom Ereignishorizont eines schwarzen Loches zurück! Die Gefahren des Weltraums schrecken unseren mutigen und dann privat doch so ängstlichen und verstörten Prospektoren nicht:

"Die Assasinen! Sie werden irgendwann herauskommen, und was sollen wir dann tun? Wenn sie den Hitschi Angst einjagen, machen sie mir Todesangst!"

"Keine Feinde, Klara (…) Lediglich Quellen zu neuem Reichtum."

Fazit

Gateways Mix aus Science-Fiction und Menschlichkeit ist unterhaltsam, spannend und amüsant. Alleine die Erzählweise Pohls ist genial, die oft in grauen Kästchen eingeblendeten Zusatzinfos zu Gateway (inklusive des Gateway-Vertrages für Prospektoren) sowie die lustigen, ernsthaften oder auch tragischen Anzeigen aller Art zeugen von seinem Sinn für Humor. Von Organhandel bis hin zu Angeboten zu gemeinsamen Dreierflügen, mit dem Angebot eines späteren Eheglücks in Nordirland im Falle des großen Treffers reicht das Spektrum. "Gateway" zündet ein Feuerwerk der Ideen, dem der zweite Band kaum nachsteht. Lediglich der dritte ist nicht mehr so lustig und fällt deutlich ab, das Buch endet mit dem oben zitierten letzten Satz. Ein ziemlich offenes und unbefriedigendes Ende, was der Trilogie jedoch keinen Abbruch tut. Die Übersetzung ist exzellent, wurde noch einmal korrigiert und man hat sich jegliche Kürzung der Originale verkniffen.

Pohl setzte erst in diesem Jahr (2004) die Handlung fort – hoffentlich kann er sein hohes Niveau halten. Die Hitschis hätten es verdient. Die Gateway-Trilogie sollte in keiner gut sortierten SciFi-Sammlung fehlen. Es gibt keinen besseren Beweis dafür, dass gute Science-Fiction auch ohne die Blaster, Raumgefechte und Laserschwertduelle moderner Soap-Operas faszinieren kann.

Eine Rezension von


Es gibt eine weitere Rezension von Erik Schreiber vom Bόcherbrief zu diesem Produkt! Lesen?


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Name: Gateway-Trilogie

Art: Roman für Romane; Taschenbuch;

Publikationsjahr: 2004

ISBN-10: 3-45387-905-8

ISBN-13: 978-3-45387-905-8

Preis: 11 Euro

Kontakt: Heyne
Homepage: www.randomhouse.de/heyne/

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Letzte Änderung / Last modify: 2008-01-20