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Romane Fantasy - Dunkle Schwinge

Die Menschheit hat immer gedacht, sie sei alleine im All. Diese Meinung war so lange vorherrschend, bis sie auf die raumfahrenden Zor traf. Die Zor sind vogelähnliche Wesen, deren unbeugsamer Wille es ist, die Menschen zu vernichten. Es gab bereits mehrere Kriege und Friedensabkommen, die jedoch jedes Mal von den Zor wieder gebrochen wurden. Schliesslich sind die Menschen nichts anderes als minderwertige, zufällig weltrumfahrende Wesen. Nach der letzten missglückten Strafaktion der Menschen, kommt es zu einem erneuten Krieg. Die Admiralität der Menschen muss endlich begreifen, dass etwas anderes hinter der gewalttätigen Fremdenfeindlichkeit der Zor steckt.

Der Auftakt der neuen Auseinandersetzung lässt uns am Leben des Captain Sergei Torrijos teilhaben. Er ist gerade mit einem Shuttle unterwegs, um auf sein Schiff, der Lancaster, zu gelangen. In diesem Moment schrillt der Alarm los und die Zor werden als Feinde erkannt. Mit vierzig bis fünfzig Schiffen stehen sie den Menschen gegenüber, deren meisten Schiffe in einem Manöver stecken. Es kommt wie es kommen muss, der Krieg beginnt.

Bei dem Kampf im Raumgebiet der Menschen kommt es natürlich auch zu Zwistigkeiten untereinander. Der kommandierende Befehlshaber stirbt und der Nachfolger im Amt wird nicht anerkannt, ihm wird die Unterstützung weiterer Einheiten verweigert. Der Schluss einer solchen Weigerung ist bekannt.

Trotzdem geht es mit den Menschen weiter. Sie holen den ehemaligen Admiral Ivan Hektor Charles Marais aus seinem Ruhestand. Marais schrieb während seines Ruhestandes ein Buch über die Zor, und was er machen würde, um ein Ende der Kriege herbeizuführen. Wer sein Buch richtig liest, wird bald wissen, was er wirklich vorhat. Die Admiralität der Erde weigert sich das Buch und die Schlussfolgerung zur Kenntnis zu nehmen. Somit holt sich die Erde ein Kuckucksei in die eigenen Reihen.

Der Roman reiht sich in die zur Zeit gängigen Invasionsromane ein. Es gibt da nichts zu beschönigen, es ist die amerikanische Art, einen Krieg zu beschönigen, der nichts zu beschönigen hat. Es geht um Kampf und Krieg, weniger um persönliche Schicksale. Der sogenannte menschliche Gesichtspunkt bleibt aussen vor. Um so besser gelingt es Herrn Hunt, die nichtmenschlichen Zor zu beschreiben. Ihre Abstammung von den Vögeln ist eindeutig beschrieben, aber auch alles was auf deren Kultur und Lebensstil zusammenhängt wird sehr überzeugend dargestellt.

Eindeutig als Fehler des Buches ist aufzuweisen, dass eine Worterklärung fehlt. Angefangen von Dienstgraden bis hin zu militärischen Begriffen, bis hin zu allem, was mit den Zor zu tun hat. Als unbedarfter Leser hat man Schwierigkeiten, damit zurecht zu kommen. Ignoriert man die Begriffe, fehlt ein wenig der Zusammenhang und übersetzt man für sich, was der Autor gemeint hat, dann kommt es durchaus zu falschen Auslegungen und entstellt damit die Erzählung.

Dies ist eine Rezension aus
Der phantastische Bücherbrief
dem monatlich erscheinenden Newsletter vom Club für phantastische Literatur, Erik Schreiber.



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Name: Dunkle Schwinge

Art: Roman für Romane Fantasy; 526 Seiten; Taschenbuch;

Publikationsjahr: 2001/2006

ISBN-10: 3-45352-184-6

ISBN-13: 978-3-45352-184-1

Preis: 9 Euro

Kontakt: Heyne
Homepage: www.randomhouse.de/heyne/

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Letzte Änderung / Last modify: 2008-01-20