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Star Trek - TNG 61: Sturm auf den Himmel

Vor Jahrhunderten wurde auf dem Planeten Skerris IV ein planetenweiter Zusammenbruch hervorgerufen, der alles Leben auslöschte. Die ehemaligen Bewohner sandten Raumschiffe in die Weiten des Alls, um ihre Neugier zu befriedigen und neue Welten kennen zu lernen und zu besiedeln. Einige der Orakisaner finden ihre zerstörte Heimatwelt und wagen den Schritt um auf diesem Planeten zu siedeln. Doch trotz ihrer genetischen Veränderungen, die künstlich durchgeführt wurden, droht ihnen der baldige Tod. Die auf den Planeten zurückgekehrten können sich nicht ganz an die Lebensbedingungen anpassen, sie leiden an Verdauungsproblemen, die bis zum Tode führen können. Eine erneute Katastrophe scheint sich anzubahnen. Ihr Stoffwechsel benötigt ein Enzym, das nur aus einer ausgestorbenen Pflanzenart gewonnen werden kann. Die Pflanze N'vashal scheint die Rettung zu sein. Die Gesandte Lelys wird mit zwei weiteren Abgeordneten beauftragt, eine der zahlreichen Kolonien aufzusuchen. Die Kolonie Ne'elat ist die letzte Chance für Captain Jean-Luc Picard und seine Crew, diese Pflanze zu finden. Die Enterprise, das Flaggschiff der Förderation begleitet ein Diplomatenteam dorthin und die Regierung sichert ihnen jede Hilfe zu, die sie erhalten können. Man vermutet einfach, dass die Pflanze N'vashal früher die Kolonisten auf ihre Reise ins All begleitete und auf den fremden Planeten angebaut wurde. Auf der Schwesternwelt Ne'elat hofft man, diese Pflanze zu finden. Allerdings besteht dort noch ein düsteres Geheimnis. Das Treffen der blutsverwandten Völker, die lange keinen Kontakt untereinander hatten verläuft zuerst friedlich. Stammen beide doch von den gleichen Wurzeln ab. Ja man träumt sogar bereits von einer erfolgreichen Zusammenarbeit. Das Kommandoteam der Enterprise, die sich bereits Gedanken machte, die Ne'elat in die Förderation aufzunehmen, erkennt ein tiefgreifendes Problem. Das Volk der Ne'elat besitzt keine Religion mehr. Keine Götter und Heiligen, keine Märtyrer und Dämonen. Die Ne'elat erkannten, das die eigene Kultur darunter leidet und raubten eine fremde Religion, mit allem was dazu gehört. Der benachbarte Planet mit seiner barbarischen Kultur musste dafür herhalten. Seither wird dieser Planet unterdrückt, damit er sich nicht weiterentwickelt.

Captain Picard ist damit natürlich gar nicht einverstanden. Widerspricht dieses Verhalten den Regeln der Förderation. Damit beginnt die Einmischung in die inneren Belange eines Volkes und widerspricht damit der ersten Direktive.

Der vorliegende Roman, den Esther Friesner mit einem philosophischen Thema anreichert, ist Star Trek in reinster Form. Spannend packt die Autorin das Thema Religion an, ohne belehrend zu wirken. Was ist ein Individuum, eine Gesellschaft, ohne den Glauben an eine mächtige Wesenheit, einen Gott? Was ist eine Lebensgemeinschaft ohne einen Glauben? Im vorliegenden 61sten Band der ‚next generation' geht es um Religion, loslösen von Religion und wieder aufnehmen der selben. Damit wird ein Problem beschrieben, mit dem sich Religionswissenschaftler noch nicht abschliessend beschäftigten. Daher macht die Erzählung neugierig auf einen Schluss, den man sich vielleicht vorstellt, aber nicht erwartet. Die Erzählung spiegelt die Grundhaltung des von Gene Roddenberry erfundenen Star Trek Universums wieder. Damit wird sie zu einem Roman, die für die meisten Fans der Serie ein Meilenstein darstellen wird.

Dies ist eine Rezension aus
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dem monatlich erscheinenden Newsletter vom Club für phantastische Literatur, Erik Schreiber.



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Name: TNG 61: Sturm auf den Himmel

Art: Roman für Star Trek; 298 Seiten; Taschenbuch;

Publikationsjahr: 2006

ISBN-10: 3-45352-149-8

ISBN-13: 978-3-45352-149-0

Preis: 8 Euro

Kontakt: Heyne
Homepage: www.randomhouse.de/heyne/

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Letzte Änderung / Last modify: 2008-01-20