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Romane Fantasy - Clan der Magier

Es ist ein seltsamer Oktober. Und die Hauptdarsteller in diesem Buch sind nicht etwa die Menschen, sondern Snuff der Hund, Graywalk die Katze, Bubo die Ratte, Nightwind die Eule und einige mehr. Sie sind unter anderem die Familiar von Jack the Ripper, Graf Dracula, Crazy Jill. Auch so bekannte Grössen wie Sherlock Holmes und Dr. Watson, Dr. Frankenstein und der Werwolf treffen sich in jener seltsamen Nacht im Oktober. Snuff, der Wachhund von Jack the Ripper, erzählt hier die Geschichte des Oktober, und die seltsamen Arbeiten, die die Menschen vollziehen. Nur langsam wir klar, dass hier zwei verschiedene Gruppen an einer Zeremonie zusammenwirken. Den ganzen Oktober erzählt Snuff, was an diesen Tagen geschieht. Seinen Tagebucheintragungen zufolge sammelt jeder der Beteiligten irgendwelche Materialien, die er zu benötigen scheint. Snuff selbst ist damit beschäftigt, die Dinger im Spiegel, Das Ding im Überseekoffer und das Ding im Kleiderschrank zu bewachen. Regelmässig unternimmt er auch Rundgänge oder begleitet Jack auf dessen nächtlichen Streifzügen. Dabei trifft er immer wieder die anderen Tiere und beratschlagt sich mit ihnen, ohne selbst Geheimnisse zu verraten. Denn zu Beginn ist nicht ganz klar, wer auf wessen Seite steht.

Langsam steuert alles auf einen Höhepunkt zu. Die Öffner und Schliesser wollen eine Zeremonie ausführen, um ein Tor zu einer anderen Ebene zu öffnen. Und bald muss Jack feststellen, dass er der einzige Schliesser ist und alle anderen Öffner, die den Wesen hinter dem Tor, den Weg auf die Erde ebnen wollen.

Diese Erzählung von Roger Zelazny ist eine sehr gelungene Geschichte aus der Sicht der Tiere. Die Menschen machen irgendetwas und die Tiere unterstützen sie auf ihre Weise. Snuff der Wachhund ist jedoch ganz klar der Handlungsträger dieser Erzählung. Die anderen Tiere wie Graywalk die Katze oder Quickslime die Schlange sind für ihn wesentlich wichtigere Gesprächspartner als etwa sein Herrchen Jack the Ripper. Roger Zelazny macht sehr viele Anleihen und bedankt sich daher schon zu Beginn des Buches bei den Leuten, deren Figuren er sich "auslieh". Bis zum Schluss bleibt die Erzählung offen und Jack scheint bei der grossen Zusammenkunft als Einziger zu verlieren.

Der Roman ist sehr gut. Macht Spass und hat nur einen Nachteil. Der deutsche Titel ist total falsch und verwirrend. Auch das Titelbild passt nicht. Das ist jedoch eine Eigenart des Verlages, die immer wieder von Leserinnen und Lesern bemängelt wird.

Dies ist eine Rezension aus
Der phantastische Bücherbrief
dem monatlich erscheinenden Newsletter vom Club für phantastische Literatur, Erik Schreiber.



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Name: Clan der Magier

Art: Roman für Romane Fantasy; 301 Seiten; Taschenbuch;

Publikationsjahr: 2006

ISBN-10: 3-45319-633-3

ISBN-13: 978-3-45319-633-9

Preis: 7 Euro

Kontakt: Heyne
Homepage: www.randomhouse.de/heyne/

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Letzte Änderung / Last modify: 2008-01-20