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Herr der Ringe Romane - Tolkien: Erbe

Neuauflage der Ausgabe des Wilhelm Heyne Verlages 9161 von November 2001

Nachdem der grosse Rummel um die Verfilmung des ‚Herrn der Ringe' vorüber ist, kann man getrost wieder auf die Erzählungen zurückgreifen, die in Art und Weise Tolkiens Erzählungen ähneln. Zwar ist es weit her geholt, von Tolkiens Erbe zu sprechen, doch ist die Erinnerung an Tolkien in fast jeder der hier angebotenen Erzählungen vorhanden.

Im Buch versammelt sind Zeitgenossen von Tolkien wie Lord Dunsany und E. R. Eddison. Dazu kommen weitere Autoren, die als Erben bezeichnet werden, wie Moorcock, Vance, Le Guin und andere. Das Buch ist absolut empfehlenswert. Die Kurzgeschichtensammlung enthält lesenswerte Schmuckstücke die von Friedel Wahren und Erik Simon zusammengetragen wurden. ‚Tolkiens Erbe' erschien bereits 2001, als Friedel Wahren noch beim Wilhelm Heyne Verlag arbeitete. Mit ihrem Übergang zum Verlag Piper konnte sie für den Verlag einige Perlen der Fantasy übernehmen. Allerdings gestatte ich mir eine eigene Meinung in Bezug auf die veröffentlichten Autoren. So hat meines Erachtens weder Lord Dunsany noch E. R. Eddison etwas mit John R. R. Tolkien gemeinsam, ausser, dass sie zur gleichen Zeit lebten. Und bei Michael Moorcock als Erbe kann ich auch nicht folgen. Sein unendlicher Held hat eine ganz andere Grundlage.

Zugegebener Maßen sind die hier vertretenen Autorinnen und Autoren die erfolgreichsten Fantasy-Autoren. Ich möchte jedoch Erfolg nicht mit Auflagenstärke, sondern mit erzählbaren Geschichten gleichsetzen. Die vorliegende Anthologie ist empfehlenswert. In jeder Hinsicht. Aber der Titel ist nicht treffend. Man versuchte damals wie heute, nur mit dem Namen Werbung zu machen. Schade das es so kommt.

Der Band ist unterteilt in die drei Abschnitte ‚Zwei Zeitgenossen', ‚Tolkiens Erben' und ‚Tollkühnheiten'. Bei den zwei Zeitgenossen handelt es sich um die eingangs erwähnten Lord Dunsany und E. R. Eddison. Der grössere Abschnitt beinhaltet die Erzählungen der Autoren, die eindeutig nach John R. R. Tolkien lebten bzw. zu schreiben begannen. In den Erzählungen geht es um Hexer und Schwertkämpfer, magische Welten und die verschiedensten Arten der Zauberkunst. Von düsterer Fantasy bis hin zur guten Magie findet sich jedes Stilmittel der Fantasy in diesem Abschnitt vertreten.

Die letzte Gruppe unter dem Titel ‚Tollkühnheiten' versammelt spöttische Fantasy-Geschichten, die die Fantasy als Ganzes auf den Arm nimmt.

Mich stört dabei vor allem, dass das Vorwort der beiden Herausgeber nicht überarbeitet wurde. Bereits das Vorwort aus dem Wilhelm Heyne Verlag, dass hier eins zu eins übernommen wurde, war ungenau und ist jetzt extrem veraltet.

Dies ist eine Rezension aus
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Name: Tolkien: Erbe

Art: Roman für Herr der Ringe Romane; 651 Seiten; Taschenbuch;

Publikationsjahr: 2001/2005

ISBN-10: 3-45319-622-8

ISBN-13: 978-3-45319-622-3

Preis: 14 Euro

Kontakt: Piper
Homepage: www.piper-verlag.de/

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