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Romane Fantasy - Schlüssel zum Königreich 3: Kalter Mittwoch

Band 1: "Schwarzer Montag" Band 2: "Grimmiger Dienstag" Natürlich hat Arthur nicht wirklich erwartet, dass Lady Mittwoch, Herzogin der Grenzsee, warten würde, bis er ihrer Einladung von selbst nachkommt. Trotzdem ist der Zeitpunkt, zu dem sie ihn abholen lässt, äußerst ungünstig. Nicht nur, dass er nach wie vor ein gebrochenes Bein hat, zu allem Übel ist auch noch Blatt bei ihm und wird deshalb mit in die Gefilde des Hauses gespült. Das Schiff, das sie dort erwartet, rettet Blatt, verfehlt aber Arthur. Mit viel Mühe kann er eine Boje mitten im Meer erreichen, ehe sein Krankenhausbett sinkt. Nur leider bezeichnet die Boje einen Ort, an dem der gefürchtetste Piratenkapitän sämtlicher Meere einen Schatz versteckt hat. Dass Arthur sich für diesen Schatz kein bisschen interessiert, spielt natürlich nicht die geringste Rolle ... Diesmal hat Arthur es mit einer höchst ungewöhnlichen Treuhänderin zu tun. Aus irgendeinem Grund hat sie sich in einen gigantischen weißen Wal verwandelt, der nichts anderes tut als unablässig zu fressen. Selbst wenn sie ihre menschliche Gestalt annimmt, was sie einige Mühe kostet, kann sie nicht aufhören zu essen. Der Grund, warum sie Arthur eingeladen hat, ist ein höchst überraschender, noch überraschender allerdings ist die Tatsache, dass die Lady selbst die Lösung des Problems beinhaltet - im wahrsten Sinne des Wortes. Weit mehr Schwierigkeiten als der Wochentag macht Arthur der Pirat Fieberauge. Ein ehemaliger Mensch, der nicht nur skrupellos, gierig und grausam ist, sondern außerdem ein Sklaventreiber erster Güte und auch noch magiebegabt. Kaum ein Schiff, das ihn nicht fürchtet, doch um an den dritten Teil des Vermächtnisses zu kommen, muss Arthur an ihm vorbei. Zum Glück hat er ein paar neue Verbündete gefunden; so den Zauberer Scamandros, dessen Magie der Fieberauges zwar nicht gewachsen ist, der aber dennoch einige nützliche Tricks auf Lager hat; Sonnenstich, den zweiten Offizier der Motte, der Arthur von der Boje gerettet hat; und die Erhobenen Ratten, die einst dem Pfeifer gefolgt sind und mit Informationen handeln. Die Charakterzeichnung dieser neuen Personen ist diesmal etwas blasser geraten als in den Vorgängerbänden, was daran liegt, dass die Antagonisten etwas schwach vertreten sind. Lady Mittwoch gibt in ihrer Walgestalt nicht viel Charakterliches her, und Fieberauge taucht erst gegen Ende persönlich auf. Scamandros und Sonnenstich sind etwas detaillierter dargestellt, reichen aber nicht an Susi Türkisblau heran, wahrscheinlich, weil sie aufgrund ihrer räumlichen Gebundenheit in den nächsten Bänden keine so große Rolle mehr spielen werden. Von den Ratten steht zwar zu erwarten, dass sie noch öfter auftauchen werden, die Gewichtung liegt hier aber weniger auf einzelnen Persönlichkeiten als auf der Gruppe als solcher. Folglich musste die Ausschmückung der Handlung etwas mehr herhalten. Der dritte Vermächtnisteil ist um einiges vernünftiger als der zweite, ganz ohne Schrulle ist es aber auch bei ihm nicht abgegangen. Dazu kamen einige andere, interessante Ideen wie die der Transferuhr, des rotweiß gesprenkelten Krabbenexoskelettes sowie die von Fieberauges Piratenversteck und die der Puzzleportale. Und natürlich muss Arthur bei seinem dritten Besuch in Dem Haus einige Umwege in Kauf nehmen, ehe er an sein Ziel gelangt. Schließlich wird er gleich doppelt verfolgt: zum einen von Fieberauge, zum anderen von Mittwochs Morgengrauen, denn das Schiff, das Arthur aufsammeln sollte, hat ja den falschen Erdenbewohner erwischt, den Arthur selbstverständlich auch noch retten muss. Außerdem stellt sich im Laufe der Ereignisse heraus, dass Blatt nicht die Einzige ist, die auf Rettung wartet ... Arthur hat also wieder alle Hände voll zu tun. Er ist so mit seinen unmittelbaren Gegnern beschäftigt, dass er für die morgigen Tage keinen Gedanken übrig hat. Dementsprechend hört man von diesen nicht viel. Es ist aber nicht anzunehmen, dass sie die ganze Zeit über untätig bleiben. Garth Nix hat sich seinen Hinweis darauf allerdings bis ganz zum Schluss aufgehoben und eröffnet dadurch völlig neue Perspektiven für den vierten Band, auch wenn die beiden besonders akkurat gekleideten Herren aus den ersten beiden Bänden diesmal nicht aufgetaucht sind. Der dritte Band kann problemlos mit seinen Vorgängern mithalten. Allein die Vorstellung von einem Meer innerhalb eines Hauses ist schon ein wenig aberwitzig, dazu kommen die ungewöhnliche Gestalt von Lady Mittwoch und einige Haken durch die Dimensionen, die Arthur schlagen muss. Die ungewöhnliche Umgebung und die damit verbundenen Ideen entschädigen für die etwas schwächere Charakterzeichnung, und das Duell zwischen Arthur und Fieberauge sowie die anschließenden Massenflucht sind genauso spannend wie die Endkämpfe der ersten beiden Bände. Die Schlüssel zum Königreich ist ein bisher durchweg amüsanter und einfallsreicher Jugendbuchzyklus. Garth Nix ist gebürtiger Australier und war nach dem Studium in den verschiedensten Bereichen der Buchindustrie tätig, ehe er selbst zu schreiben begann. Aus seiner Feder stammen - außer dem Zyklus Keys to the Kingdom, der im englischen Original inzwischen bis Band fünf gediehen ist -, der Jugendbuchzyklus Seventh Tower sowie die Trilogie Das alte Königreich. Für die deutsche Übersetzung des vierten Bandes aus der Reihe Keys to the Kingdom, "Sir Thursday", steht leider noch kein Erscheinungstermin fest.


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Birgit Lutz
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Name: Schlüssel zum Königreich 3: Kalter Mittwoch

Art: Roman für Romane Fantasy; 340 Seiten; Taschenbuch;

Publikationsjahr: 2007

ISBN-10: 3-43103-723-2

ISBN-13: 978-3-43103-723-4

Kontakt: Ehrenwirth
Homepage: www.ehrenwirth.de

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Letzte Änderung / Last modify: 2008-01-20