Zauberstäbe = Kampfstäbe ???

Hallo !

Mein Name ist Malte (noch ohne alias) Schmick und ich spiele seit einigen Jahren Midgard. Vielen Dank für Eure Mühen, mir gefällt der Digest sehr gut und ich stöbere recht regelmäßig darin herum. Das Abenteuer "Macht des Bösen" z.B. hat in meiner Gruppe rege Begeisterung hervorgerufen und auch sonst habe ich schon viele Anregungen verwenden können.

Genug der Lobpreisung, zur Sache. Mein erster Charakter ist ein Magier, der inzwischen Grad 7 erreicht hat. Irgendwann auf Grad 5 hatte er einen Haufen KEP, aber Dolch schon auf +10, sodaß der eine Punkt mehr nicht mehr so sinnvoll erschien. Also überlegt man sich, ob nicht eine andere Waffe, oder eine Verteidigungswaffe sinnvoll wäre.

Im tiefsten Inneren sind wir glaube ich alle knallharte Punkterechner, und auch wenn es unromantisch erscheint, vergleicht man ja doch so Sachen wie Lernkosten und Schaden. Auf jeden Fall stellte ich fest, daß es sinnvoller ist, Kampfstab zu lernen, als z.B. Kurzschwert und Parierdolch, weil es etwa ab +9 bei gleichem Effekt weniger KEP kostet Kampfstab zu lernen, als Kurzschwert auf +9 und Parierdolch auf +4.

Außerdem war mir zu dem Zeitpunkt schon der Artikel über Zauberstäbe im Hexenzauber und Druidenkraft geläufig, und der "Doppler" bzw. die "mag. Hand" (Berührungszauber durch Stabangriff) oder der "Speicher", der Stufe 1-2 Zauber zum Dauerbrenner macht, kommen echt genial, wenn man nicht gerade Waffenl. Kampf beherrscht und die entsprechenden magischen Artefakte "requiriert" hat.

Wir haben uns jedenfalls geeinigt in der Gruppe, daß man Zauberstäbe von bis zu 1m Länge wie einen Magierstab führt, und 1,5m-2m als Kampfstab zu verwenden sind. Irgendwie finde ich das Bild eines Zauberstab schwingenden Magiers auch wesentlich harmonischer, als einen Magier mit Kurzschwert und großem Schild.

Gesagt getan, mein Magier führt einen 2m langen Zauberstab, den er sogar schon auf +8 hochgelernt hat (hört, hört - so kommt man auf Grad 6). Leider steckt der Wurm im Detail, und der Ärger wird erst in den Abenteuern klar.

Denn letztens war da doch der fiese Meister, der sagte: "Ist den Deine Waffe auch magisch, NEIN !!!, dann machst Du wohl auch keinen Schaden !!!"

Sehr unbefriedigend, um nicht zu sagen: Ich bin aufgewühlt.

Dies setzte eine immer noch andauernde Diskussion in Brand:

  1. Offensichtlich ist der Zauberstab mit einem Zauber belegt (bis jetzt nur Unzerbrechlichkeit, aber das hat mir auch schon das Leben gerettet -- Türen die sich schließen, Decken die herabstürzen, u.s.w.). Wird er dadurch aber magisch ?
  2. Eigentlich ist ein Zauberstab ein mit Alchimistenmetall überzogenes Stück Holz, genauso wie ein Magierstab. Aber erhält man dadurch auch einen Punkt mehr Schaden, wenn man einen Kampfstab präpariert, und Wissen von der Magie beherrscht ? Laut Gildenbrief soll der eine extra Punkt beim Magierstab (im Vergleich zur Keule) auch magischer Schaden sein, der auch nur durch Magie verletzliche Wesen trifft. Warum aber ist ein Magierstab dann so billig (nur doppelt so teuer, wie eine Keule).
  3. Es könnte ja sogar vorkommen, daß sich der Meister gnädig stimmen läßt, und einen magischen Kampfstab auftauchen läßt (wir sprechen hier von Bestechungssummen im dreistelligen Bereich), dann ist es immer noch fraglich, ob man diesen weiterverzaubern kann und zu einem persönlichen Zauberstab macht, oder ob man dadurch die in ihm vorhandene Magie vernichtet.
Man muß, denke ich, sehen, daß die Stabzauber wirklich teuer bezahlt werden, da man sie ohne Gold lernt, aber dann noch den Thaumaturgen bezahlen. Für mich als Spieler wäre es natürlich befriedigend, wenn eine Kampfstab durch die Verwandlung in einen persönlichen Zauberstab automatisch eine unzerbrechliche magische (+0,+1) Waffe wird -- magisch wegen des Stabzaubers und des Rituals, mit dem das Alchimistenmetall aufgetragen wird, durch den ersten Stabzauber eben unzerbrechlich, und durch das Alchimistenmetall und 'Wissen von der Magie' den eine Punkt Bonus auf Schaden. Zumal Kampfstab für einen Magiekundigen durch den Lernfaktor 8*2 auch nicht billig kommt.

Andererseits verstehe ich das Argument, daß dies an sich schon eine ziemlich dicke Waffe ist, die man bei 100 FP für den Stabzauber Unzerbrechlichkeit, ein paar hundert Goldstücke Alchimistenlohn und einen Kampf auf Leben und Tod, bei der man einen Treffer landet und eine Abwehr schafft, fast geschenkt kriegt.

Wie gesagt, die Diskussion "keeps going and going and going ... " und deshalb dachte ich, ich e-m@-SPAMSCHUTZ-ile Dir mal. Vielleicht hast Du schon mal in Deiner Gruppe darüber diskutiert, oder Du hältst diesen Brief eines Artikels für würdig, oder es gibt sogar schon einen Artikel darüber, den ich noch nicht gefunden habe -- in jedem Fall interessiert mich Deine Antwort.

Wenn Du noch Fragen hast, wo wir die Argumente herhaben, oder so, wenn Du diesen Brief anders formatiert haben möchtest, oder wenn ich ihn zu einem Artikel ausbauen soll, dann antworte doch bitte kurz (oder auch länger) ... Selbst wenn Du den Brief sofort löschst, wäre eine kurze Antwort nett, dann kann ich mich wenigstens in den Schlaf weinen und brauch' nicht bang auf Erleuchtung zu hoffen !

Danke für Deine Zeit und hoffentlich bis bald

Dein

Malte


Hallo,
hier mein Beitrag zum Thema Magierstab - Kampfstab

  1. Offensichtlich ist der Zauberstab mit einem Zauber belegt (bis jetzt nur Unzerbrechlichkeit, aber das hat mir auch schon das Leben gerettet -- Türen die sich schließen, Decken die herabstürzen, usw.). Wird er dadurch aber magisch ?

    Bei uns ist jeder Magierstab automatisch magisch (sofern von magisch Begabtem geführt), denn er erreicht seinen relativ hohen Schaden durch magische Endladungen. (Siehe Erklärung der Waffen im Regelwerk) Sonst wäre es regeltechnisch eine Keule, als die er ja auch für nicht magisch Begabte nach Regelwerk automatisch zählt! (dann unmagisch)

  2. Eigentlich ist ein Zauberstab ein mit Alchimistenmetall überzogenes Stück Holz, genauso wie ein Magierstab. Aber erhält man dadurch auch einen Punkt mehr Schaden, wenn man einen Kampfstab präpariert, und Wissen von der Magie beherrscht ? Laut Gildenbrief soll der eine extra Punkt beim Magierstab (im Vergleich zur Keule) auch magischer Schaden sein, der auch nur durch Magie verletzliche Wesen trifft. Warum aber ist ein Magierstab dann so billig (nur doppelt so teuer, wie eine Keule).

    Das kommt dadurch, daß es keine magische Waffe ist. Sie zählt nur als solche, wenn sie von magisch begabten geführt wird. Die magische Energie kommt also nicht aus der Waffe sondern aus dem Anwender.

  3. Es könnte ja sogar vorkommen, daß sich der Meister gnädig stimmen läßt, und einen magischen Kampfstab auftauchen läßt (wir sprechen hier von Bestechungssummen im dreistelligen Bereich), dann ist es immer noch fraglich, ob man diesen weiterverzaubern kann und zu einem persönlichen Zauberstab macht, oder ob man dadurch die in ihm vorhandene Magie vernichtet.

    Es ist nicht möglich eine magische Waffe zum persönlichen Zauberstab zu machen (Siehe Vorbereitung der Herstellung). Ein persönlicher Zauberstab ist aber mit permanenten Zaubern belegt. Er müßte also als magische Waffe (für nicht Zauberer als magische Keule ohne den höheren Schaden!) gezählt werden. Das unterscheidet ihn deutlich vom normalen Magierstab!

Ich handhabe das Problem (persönlicher Magierstab - Kampfstab - Magierstab) folgendermaßen:

viele Grüße

Frank Heidebrunn

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