DSA: Netz der Mörder

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Name: DSA: Netz der Mörder

Art: Soloabenteuer für einen Helden
der 2-5 Stufe. 58 Seiten, SW,
stabiles Softcover in Farbe

Preis: 20.- DM

Kontakt:
FANPRO: Fantasy Productions GmbH
Ludenberger Str. 14
Postfach 1416
40674 Erkrath
Homepage: www.FANPRO.com
EMail: Arnfried@-SPAMSCHUTZ-FANPRO.com

Schreibstil & Qualität

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Illustration & Aufmachung

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Spielspaß & Nutzen

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Kompatibel zu Midgard

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Preis / Gegenwert

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Das Solo-Abenteuer Netz der Mörder kann (bzgl. Szenario- und Charakterentwicklung) im Anschuß an das zuletzt erschienene Solo Schwarzer Druidenwald gespielt werden. Für immer noch einsame Rollenspieler, sicherlich ein interessanter Effekt. Eine Erklärung zum Prinzip des Solo-Rollenspiels findet sich in der anderen Rezension.

Zur Geschichte
Unser (Anti-?) Held, am besten ein Charakter aus dem Diebeslager erreicht die prachtvolle Großstadt Gareth - immerhin die größte Stadt Aventuriens. Im Verlauf des Abenteuers erfährt unser Held recht unsanft, daß es in Gareth mafiaähnliche Organisationen gibt, die die Stadt mit Korruption, Diebstahl und Verbrechen beglücken.
Allerdings zum Glück des Helden, denn eine dieser Organisationen rettet den vermeintlichen Mörder von Travion Domonto, dem bekannten Wohltäter und ehrenwerten Kaufherr, vor der Schlinge.
Es gilt nun sich in die Organisation einzuschleimen, herauszufinden was hinter dem Ganzen steckt und letztendlich seine eigene Unschuld zu beweisen, um die Straßen wieder als ehrenwerter *hüstel* Bürger Betreten zu können.

Netz der Mörder hat einen niedrigen Komplexitätsgrad, was im Abenteuer selbst nichts anderes bedeutet, als daß man tun kann, was man will (bzw. man beliebige Entscheidungen treffen kann), ohne den fetten Roten Faden der Geschichte für mehr als ein paar Einträge zu verlassen. Natürlich gibt es als Alternative zum geplanten Verlauf hier und da Variationen, die jedoch entweder nur winzige Ausreißer sind, oder den Spieler komplett aus der Geschichte nehmen.
Was ich sagen will: Entweder man verläßt das Abenteuer frühzeitig, oder erlebt es quasi stets gleich - egal welche Entscheidungen man trifft.

Eine goldene Regel bei Solo-Abenteuern ist, sich den gespielten Verlauf (spricht die Zahlen der gelesenen Abschnitte) auf seinem Blatt zu notieren, und damit quasi den Spielstand zu sichern, und damit quasi das Prinzip des Solo-Abenteuers auszuhebeln. Tut man dies hier nicht, so wird man zwangsläufig Probleme bekommen, weil der Autor an manchen Stellen verlangt: Gehe dahin zurück, woher Du vor dieser Textstelle gekommen bist. Sowas ist für ehrenwerte (oder schlicht faule) Spieler ein Schlag ins Gesicht ...
Notiert man sich jedoch Schritt für Schritt, so hat man ein Solo-Abenteuer innerhalb kürzester Zeit (ca. 1-2 Stunden) durchgespielt, da man bei Fehlschlägen kaum jedesmal von vorne beginnen wird.
Ebenso sollten alle fett gedruckten Passagen schriftlich festgehalten werden, weil das Abenteuer ansonsten ebenfalls kaum spielbar ist, es sei denn man erinnert sich auch nach einer längeren Spielpause noch, was dies und jenes gekostet hat (der Preis stellt dann das weiterführende Kapitel dar...).

Was leistet das Netz der Mörder ?
Das vorliegende Solo vermag es, den einzelnen Spieler für kurze Zeit abzulenken, ihn in die kriminelle Unterwelt der Stadt Gareth einzuführen und das Gefühl zu geben, ein Abenteuer selbst erlebt zu haben. Im Prinzip ein interaktiver Roman, der allerdings keinesfalls an die meist gute Qualität eines DSA-Romans heranreicht, zumal man die Handlung der Geschichte als 'recht gewöhnlich' einstufen kann und auch die Innenillustrationen eher durchschnittlich sind.

Fazit:
Wer Solo-Abenteuer (aus mir unerfindlichen Gründen) oder DSA-Produkte generell liebt, kann auch bei diesem Solo zugreifen, denn es ist ein spielbares. Mir persönlich sind jedoch die etwa 2 Stunden Beschäftigung mit dem Abenteuer ein bißchen wenig Gegenleistung, wenn man bedenkt, daß ein richtiges Rollenspielabenteuer 6 bis 60 Stunden füllen kann - selbst ein Roman schneidet da bei mir besser ab.
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  • Sehr erfreulich finde ich, daß Fantasy Productions diesmal von seiner 27.-DM Marke abgewichen ist, in der der Vorgänger Schwarzer Druidenwald wohl versehentlich landete. 20.-DM sind schon besser kalkuliert, obwohl ich (abgesehen von der Auflage) immer noch nicht erkennen kann, warum ein Solo mehr kosten soll, als ein durchaus vergleichbarer Roman.
    Einmal vom technischen abgesehen, finde ich auch den Verlauf des Abenteuers nicht so berauschend, daß ich im Anschluß irgendjemand davon habe erzählen wollen... aber wie sagt der Spielkonsolen-Werbespot so schön "...es ist nur wichtig was DU selbst erlebst..."

    Dogio the Witch

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