Ein paar Kommentare und Fragen

Hi there!

Ist ja prima, schon wieder ein neuer Digest! Dann will ich mal meinen Senf dazu abgeben.

Von zwei MeisterZum Thema Atmosphäre

Bei uns haben die Rollenspielrunden im Freien immer irgendwie gehakt und waren nie so toll wie die anderen. Mag daran liegen, daß wir am liebsten spielen, wenn es draußen schon dunkel ist. Licht lockt leider ungeliebte Plagegeister an. -- Dogio

Warum Priester so wenig ernst genommen werden, ist mir unklar. Mein Kriegspriester hat -trotz eines Aussehens von 06- in seiner Gruppe eigentlich keine echten Probleme. Da streitet jeder mal mit jedem, und spotten geht in beide Richtungen. Mit einer Portion Ruhe übersteht man alles, außerdem muß man ja nicht unentwegt alle Mitspieler missionieren wollen. Man kann die Kraft seines Gottes ja auch durch Taten statt durch Worte beweisen - das ist meistens überzeugender.

Und zum Schluß noch eine Frage:

Wie steht Ihr zur Regelung von Unterwasseraktionen?

Die Regelung von Wasseratmen finde ich irgendwie unzureichend. Keine verbalen Zauber ist ja einzusehen, wenn man den Mund geschlossen halten soll, aber warum sind manuelle und materielle Zauber unmöglich, wenn man seine Hände offenbar zum Kämpfen benutzen kann ?

Was ist mit Runenstäben oder Zaubersiegeln? Braucht man für Runenstäbe auch ein Losungswort, und verwischen ausgelöste Zaubersiegel unter Wasser?

Die Kampfregelung finde ich auch absolut unlogisch. Erstens müßte es einen Bonus für Schwimmer und Taucher geben, da diese wesentlich besser an die Bewegungen im Wasser gewöhnt sind. Zweitens ist eine WM-2 auf Angriff und Abwehr viel zu generell. Meiner Ansicht mach sollte zunächst mal der Einsatz von Schußwaffen ganz unmöglich sein, da sich Geschosse im Wasser einfach völlig anders verhalten als in der Luft und man sich nicht so schnell darauf einstellen kann. Dann müßten Waffen auch weniger Schaden machen, Wasser bremst schließlich wesentlich mehr als Luft, vielleicht sollte man durch den dadurch größeren Kraftaufwand auch die AP- Verluste erhöhen. Wahrscheinlich müßte man auch zwischen den Waffen unterscheiden, ein Dolch ist da sicher viel besser zu benutzen als ein Bihänder. Die Anwendbarkeit von Schilden ist auch fraglich, da sie eine Behinderung darstellen müßten. Rüstungen zu tragen dürfte so gut wie unmöglich sein.

Hmm, da will ich mal meinen Senf dazu abgeben. Ich habe mir in den letzten Tagen das Regelwerk von RuneQuest zum Durchstöbern zugelegt. Das Buch enthält neben den Grundregeln auch viele Beispiele die im Rollenspiel auftauchen können - unter anderem eben auch der Unterwasserkampf. Da es nicht so viel ist, möchte ich hier einfach mal sinngemäß wiedergeben:

'Das Hauptproblem beim Kampf unter Wasser ist das Atmen (ach) - deshalb sind die Regeln über Ersticken [...] zu beachten. Aber es gibt noch weitere Probleme:

1. Hiebwaffen sind unter Wasser praktisch nutzlos, ebenso alle Wurf- und Schußwaffen mit Ausnahme spezieller armbrustartiger Speerkanonen (siehe Harpunen, was ich allerdings nicht verstehe ist, warum ein Langbogen nicht wenigstens ein wenig Schaden anrichten soll. Aquadynamisch ist der Pfeil ja, und der Wasserwiderstand der Sehne dürfte ja nun nicht sooo groß sein, oder ?).

Eine Bogen- / Armbrustsehne ist mit Leim gearbeitet - die ist schon in starkem Regen absolut NUTZLOS! --Robert Wenner
Wenn man so denkt ok - was aber wenn der Bogen magischer Natur ist (laut unserer Definition unzerstörbar, außer durch Bannen von Magie) und ihm damit Wasser wenig ausmacht oder sich ein Thaumaturg, bzw. Alchimist dafür etwas einfallen lies, z.B. einen wasserfesten Leim, etc. ? --Dogio

2. Nur Stoßwaffen (Dreizack, Stoßspeer) und Messer (kleine Stichwaffen) lassen sich unter Wasser verwenden. (Man schaue sich einfach mal den modernen Taucher an - die wissen was geht)

3. Alle Treffer werden so behandelt, als verfüge das Ziel über einen zusätzlichen Rüstschutz. Dieser Rüstschutz hilft sogar gegen kritische Treffer und simuliert einfach die bremsende Wirkung des Wassers auf jede heftige Bewegung.

4. Unterwasserkämpfe verdoppeln den normalen Ausdauerverlust.'

Ich sehe an diesen Zeilen, daß die Hauptursache für den Nichteinsatz von Waffen deren eigener Wasserwiderstand oder die Art zu Kämpfen ist. Keulen haben z.B. einfach eine zu große Oberfläche - bei einem Schwert dagegen, ist der Schwertarm und die komplexe Körperbewegung der Grund für die große Behinderung. Wenn jemand trotzdem unbedingt unter Wasser seine Waffe einsetzen will, würde ich das folgendermaßen machen: Erstmal den Angriff um 10 erschweren. Wem das zuviel ist - that’s water ! - der Andere hat einfach mehr Gelegenheit zum Erkennen, Überlegen und Ausweichen. Beim maximal erzielbaren Gesamtschaden die Würfel durch 1 ersetzen und den Bonus hinzunehmen. Z.B. Zweihandschwert 2W6+3 richtet bei einem Treffer nur 5 Punkte Schaden an - Der zufällige Anteil, der durch eine gelungene Attacke angerichtet werden könnte, entfällt. Außerdem sind ungeeignete Waffen immer erst nach speziellen Unterwasserwaffen mit dem Angriff an der Reihe.

Zum Thema Zaubern: Alle verbalen Zauber fallen weg - klar (blub, blub). Rein mentale Zauber dürften kein Problem sein - wenn der Magier denn die Muße hat sich zu Konzentrieren ! - und auch materielle Zauber sind erlaubt, solange das Material Wasserfest ist und durch Wasser nicht seinen Zustand ändert (wie z.B. ein Edelstein!). Ich würde hier viel vom Stil des Zauberers abhängig machen, ob es klappt oder nicht. -- Dogio

Materielle Zauber sind doch eine Steigerung von manuellen, die wiederum von verbalen eine sind, oder hab ich das falsch in Erinnerung? Das heißt, ein verbaler Zauber ist automatisch auch mental (ach?), ein manueller automatisch verbal (und damit auch mental) und ein materieller Zauber ist materiell, manuell, verbal und mental. -> geit nit. --Robert Wenner

bis bald

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Inga 'Thayet' Seidel

Der Digest (MD/DRoSI/Archont)

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