Pendraleyria ( Eine Schauschka Ordenskriegerin ) erzählt:

Es war ein schöner Tag, der für Pendraleyria wieder in einer dieser üblichen Kneipen endete. Würde heute endlich ein lohnender Job auf sie zukommen? Pleite war sie jedenfalls fast wieder.
Da sah sie einen alten Bekannten, der die Kneipe betrat. Es war Alamar, der von seiner Profession her Heiler war. Sie beschlossen, sich vielleicht zusammen zu tun. Im Schlepptau von Alamar befand sich noch ein Elf, der sich als Krieger vorstellte.
Alamar hörte sich in der Kneipe um und suchte nach einem Job. Er fand eine Frau mit der er sich nur schwer verständigen konnte, und sie machte ihm klar, daß sie Abenteurer für das Durchsuchen einer Zwergenfestung suche.
Schnell war klar, daß dies wieder ein Job sein könnte, der die finanziellen Probleme der Gruppe lösen könnte. Die Gruppe hatte sich inzwischen um Ali, einem üblen Raufbold und eine Touristin (eine Zivilistin auf Abenteuer) erweitert.
Nun gut, wie es schien wollten alle mitreisen, und so entschloß man sich schnell nächsten Morgen aufzubrechen!
Die Reise verlief bis auf den sehr kurzen Besuch einer Federechse ereignislos. In der Zwergenfestung angekommen wurde diese einfach betreten.
Pendraleyria voran und der Rest der Gruppe hinten drein.
Gefunden wurde eine Treppe, die man schnell hinunterging. Die dort befindliche Etage wurde schnell durchsucht und bis auf ein komisches Loch stand der ersten Begegnung den dort angesiedelten Monstern nix mehr entgegen.
Pendraleyria wie immer vorne weg. Sie wurde von diesem schlitzohrigen Typen namens Ali in der ersten Reihe begleitet. An einem Doppeltor war es dann soweit. 4 düstere Orks wollten sie nicht durchlassen. Aber wie immer beantwortete sie solche Ausladungen mit dem Ziehen ihres Schwertes.
Ein vielschichtiger Kampf entbrannte. Pendraleyria stand in der ersten Reihe und wurde nach kurzer Zeit von 2 Orks attackiert. Als sie fast knietief im Blute der Orks stand zerbrach auch noch ihr so geliebtes und gepflegtes magisches Schwert.
Angeschlagen und frustriert beschloß sie die beiden Orks, die noch auf ihren letzten Zügen geflüchtet waren zu jagen. Die Orks wurden eine Ecke weiter gestellt und auch dem Schicksal ihrer Kollegen folgend in die ewigen Jagdgründe befördert.
Nun, was sich in dem Raum befand, war ein großes Tor. Die Dame, die sie mitgenommen hatten konnte das Gekritzel auf dem Tor entziffern und man kam zu dem Entschluß, daß das Wort Freund zum Eintreten reichen würde.
Nach einer Regenerationsphase, bei der herauskam, daß die restlichen Jungs sich mit ein paar "Goblins" geprügelt hatten, ging es weiter.
Sie trat wie immer als erste durch das Tor. Dahinter befand sich eine Halle mit 4 Särgen. Wie es kommen mußte, ging der erste Sarg auf, als sie sich diesen näher ansehen wollte. Also raus mit dem Schwert und hau wech die Untoten.
Nach dem 2 Zombies aus 2 Särgen gekrabbelt waren, öffneten sich die beiden anderen. In diesen befanden sich jedoch 2 Ghule. Mit einem Gulp überlegte sie, was nun zu tun war, denn wenn man von Ghulen gelähmt wurde hatte das meistens tödliche Folgen.
Alamar zog es vor, wieder mal auf Nummer sicher zu gehen. Er war wohl der zweitbeste Krieger, aber auch der, der immer auf Nummer sicher geht. Ein Flammenkreis bildete sich um ihn herum. Ein Ghul auf der Flucht vor ihm, der andere zog es vor, sich gleich bei Pendraleyria anzustellen.
Eyyyyyy, Alamar dieser Trottel, treibt Pendraleyria den 2. Ghul auch noch in die Schwertreichweite. Na ja für Schauscka zu sterben war schon immer eine Ehre. Die folgenden Runden werden zur Höllenqual für Pendraleyria. Aber sie hat Glück im Unglück. Nach längerem hin und her gelingt es Alamar endlich den 2. Ghul wieder zu vertreiben.
Die Touristin lenkt den Ghul ab, indem sie um eine Säule läuft. Puhhh, das bringt etwas Zeit. Die Krieger beschließen, den 2. Ghul mit einem Flammenkreis einzukreisen und platt zu hauen. Aber was war das, der Ghul sah doch gerade noch anders aus. Nein, wieder 2 Ghule, wo kommt nur der zweite her? Hatten es diese Stümper von Kriegern doch geschafft, den Ghul entkommen zu lassen und nun stellte er sich wieder bei Pendraleyria an um sie zu den Toten zu schicken.
Alamar, dem offensichtlich sofort klar wurde, was er da angestellt hatte versuchte durch einen schnellen Angriff den Ghul wieder zu vertreiben. Er tangierte aber das dort im Raum befindliche Pentagramm und verschwand. Der andere "Krieger" versuchte durch wilde Luftzugbewegungen dem Ghul eine Erkältung auf den Pelz zu fächeln. Als Pendraleyria kurz vor dem Ende ihrer Laufbahn als Ordenskriegerin zu stehen schien, bekam sie noch mal die zweite Luft und entsorgte den Ghul. Vorher jedoch gelang dem "Krieger" auch noch ein guter Treffer, den jedoch Pendraleyria einstecken mußte, weil er die Waffe viel zu tief gehalten hatte. Nach dem Kampf fing er sinnloses Palaver an. Darauf stand Pendraleyria ja nun ganz und gar nicht. Sie entgegnete ihm:
Noch einmal sowas und du verantwortest dich dafür!
Sie plünderte noch eine in einem Raum befindliche Kiste, nach dem sie diese aufgehebelt hatte. Ein weiterer Raum enthielt eine weitere Kiste, die das gleiche Schloß hatte, wie die andere. Sie öffnete auch diese Kiste und steckte den ankommenden Feuerball locker weg. Lohn für ihre Tat war eine gutaussehenden Krone und ein passendes Zepter. Die mitgenommene Auftraggeberin hatte inzwischen eine weitere Kiste leer gemacht, von deren Inhalt Pendraleyria jedoch nichts erfuhr.
Der verrückte Krieger zog es unterdessen vor, ins Pentagramm zu gehen und auch zu verschwinden. Endlich Ruhe dachte Pendraleyria nur.
Die mitgenommene Auftraggeberin versuchte einige walische Worte und das Tor ging wieder auf. Angeschlagen verließ die etwas dezimierte Gruppe den Raum wieder.
Draußen entschloß man sich zu Rasten. Gegen Mitte der Rast kam dann auch Alamar mit seinem Freund, diesem Kriegerelfen wieder. Er hatte einen Zwergengeist gefunden, der ihn gebeten hat, ihm ein Schwert zurückzubringen. Ein lohnender Auftrag schien es Pendraleyria, da man von einer Zwergen-Mine oder was ähnlichem ausgehen konnte. Aber das sollte uns nicht davon abhalten, hier nach einem weiteren Eingang zu suchen, da die Glaspfanne, die unsere Auftraggeberin suchte, nicht gefunden wurde.
Wir suchten daher nach der Rast weiter und fanden einen anderen verschlossenen Eingang, der aber nicht lange verschlossen blieb.
Der Tag war angebrochen und die Tür zu einer Zwergenfeste war fast auf. Pendraleyria erwartete voller Ungeduld, daß die Tür ganz geöffnet würde. Sie schaute sich um und sah 2 Personen auf einem Kamm, die in Richtung dieses Tores und der Gruppe ritten.
Die Personen kamen näher und stellten sich vor. Einer von beiden war ein Ordenskrieger namens Allen McDraw und der andere, übrigens ein Zwerg, stellte sich als Flint Feuerschmied vor.
Seltsam, dachte sich Pendraleyria, sie wollte in eine Zwergenfeste und was taucht noch vor dem Eingang auf ?? Ein Zwerg!
Na, guter Dinge betrat sie den Eingang, der endlich auf war. Sie bildete die Vorhut zusammen mit Ali, der zwar ein ungehobelter Klotz war, aber doch eine Menge Courage an den Tag legte.
Das erste Treffen mit einigen Ratten wurde nach 2 heftigen Schlägen mit dem Langschwert und dem Parierdolch abgehakt.
Danach folgten einige Untote, die aber auch kein großes Problem darstellten. Die Untoten hatten jedoch einen geheimen Gang freigegeben, den es zu erkunden galt.
Wir folgtem dem Gang und Ali geriet in eine Falle, die im Boden eingelassen war. Man versuchte die Eisenstäbe auseinander zu biegen, aber ein anrollendes Rad, was an einen riesigen Mühlstein erinnerte, blockierte die Falle die sich unterdessen mit Wasser füllte. Nun, ein Macht über das Selbst half Ali in der Grube auszuharren, bis der Mühlstein ein Loch hatte, durch das Ali entkommen konnte. Die Gitterstangen wurden aufgebogen, und so konnte Ali aus der Grube befreit werden.
Pendraleyria schaute sich um und fragte in die Runde, wer denn nun mit ihr die erste Kampfreihe bilden würde. Eisiges Schweigen machte sich breit und es war dann Ali, der am Ende seiner Kräfte war, aber mit ihr vorne ging.
Sie überlegte die ganze Zeit, warum sich die Neuen, der Ordenskrieger und der Zwerg, nicht freiwillig gemeldet hatten. Waren sie keine Krieger oder ...
Die Antwort darauf sollte sie bald bekommen ...
Es ging also den Gang weiter, an dessen Ende sich ein Seitengang befand, der in einige Katakomben mit Holzsärgen ging. Nach einiger Betrachtung und dem Einwand der Abenteuer-Touristin, hier sei eine Geheimtür, wurde nach einer Geheimtür gesucht. Und gesucht, gefunden, die Frau schien einen guten Riecher zu haben.
Hinter der Geheimtür befand sich ein Raum mit einem Steinsarg. Keine Frage, danach hatten alle gesucht. Pendraleyria beschloß erstmal in Ruhe die Edelsteine aus dem Sarg zu prökeln, denn wenn man vor dem Untoten, der da vielleicht drin lag, fliehen mußte, dann hatte man wenigstens etwas.
Plötzlich jedoch meldete sich der sonst nur durch Saufen aufgefallene Zwerg mit den Worten: Hier wird nichts geplündert!
Pendraleyria dachte erst daran, daß sie nur eine Halluzination hatte, aber es war keine. Der Zwerg kam plötzlich kampfbereit und drohend auf sie zu. Sie beschloß erstmal zurück zu weichen. Aber vor dem Eingang des Raumes stand der Ordenskrieger und versperrte ihr bewußt den Ausgang.
Sie beschloß, den Ordenskrieger einfach auf die Seite zu drucken, was ihr auch gelang. Sie zog sich taktisch zurück und blockierte den Ausgang aus dem Gang, um den Rest der Gruppe zu schützen.
Es folgte eine längere Diskussion, die aber nichts ergeben hatte. Als Ali sich einen Stoßspeer besorgt hatte, begann er den Zwerg zu, attackieren, der inzwischen alleine da stand, denn der Ordenskrieger hatte wohl eingesehen, daß er eine Verfehlung begangen hatte. Oder hatte er einfach nur Angst, weil er mit dem Zwergen alleine da stand?
Pendraleyria hatte aber in der Situation keine Lust über den Ordenskrieger nachzudenken.
Der Zwerg, der in der ersten Runde gleich Ali's Stoßspeer in den Rippen stecken hatte, griff nun plötzlich Pendraleyria an, obwohl er mit seinem Stielhammer einfach hätte auf Ali zurück- stechen können.
Pendraleyria die gerade überlegte, ob sie Ali mit einem schweren Treffer zurückdrängen sollte, hatte nun keine Wahl mehr. Sie entschloß, sich den Zwerg zu stoppen, der sie einfach grundlos angegriffen hatte. Sie war sich in dem Moment, als sie von dem Zwergen angegriffen wurde, sicher, daß ihre Vermutung, daß der Zwerg lediglich ein gieriger Halsabschneider war, richtig gewesen ist.
Im Kampf stellte sie dann den wahren Charakter des Zwergen fest. Der hatte es auf nichts anderes abgesehen, als sie zu erledigen, was ihm auch fast gelungen wäre.
Aber statt dessen wurde der Zwerg mit Hilfe der anderen schnell zu seinen toten Kollegen geschickt.
Eigentlich hatte sie damit gerechnet, daß der Ordenskrieger sich dabei abgeseilt hätte, aber statt dessen war plötzlich der Elf verschwunden, dem sie eh schon nicht 2 mm weit getraut hatte.
Sie machte sich darüber aber keine Gedanken und begann mit Ali, die Edelsteine aus dem Sarg zu brechen. Als sie fast fertig waren, kam die Touristin reingerannt. Sie hatte sich zwei Pfeile aus einem Langbogen eingefangen, die aus dem Dunklen geschossen wurden.
Die Lösung, wer das war, war klar. Der Elf, der sich abgeseilt hatte, war zurück. Pendraleyria entschloß sich mit Ali und Alamar zu einem Frontalangriff. Der eine Pfeil, der dort kommen würde, war einfach unter Schwund zu rechnen.
Und der Pfeil kam beim um die Ecke laufen. Er traf sie zwar, aber war nicht so heftig, daß er ein Problem darstellte. Es war so, wie sie dachte. Der Elf war etwas überrascht, als er plötzlich umzingelt war. Aber das war ihr klar. Der Elf war genau so dämlich, wie sie es erwartet hatte. Er stand mit dem Bogen in der Hand vor ihr.
Doch es gelang dem Elfen doch noch, sie zu Boden zu schicken. Zuviel hatte sie in der ersten Reihe mitbekommen und schon im Kampf mit dem Zwergen verloren.
Die anderen erledigten den Elfen, indem sie ihn auch auf die Bretter legten, ohne ihn jedoch zu Töten.
Die Rückreise, die folgte erlebte sie nun über ihrem Schlachtroß liegend. Bei einer Begegnung mit einigen Orks, Mist, sie war noch zu verletzt um da Mitzumischen, stellte sich heraus, daß die Auftraggeberin, die sie eh nie verstanden hatte, mit einem Fluch belegt war und sich bei einer Verletzung in einen Werbären verwandelte.
Man beschloß, sich von der Frau zu trennen und alleine auf die Suche nach einem Glasschwert zu gehen, das sowohl die Frau, als auch der Zwergengeist suchten.
Nach einer kurzen Regenerations- und Lernpause hatte sich Pendraleyria wieder auf den Weg gemacht, die anderen zu treffen. So kam sie also wieder in das kleine Dorf in der Nähe des Dungeons, in dem sie die ganzen Verrückten getroffen hatte.
Im Dorf selbst kam ihr gleich Vickybelle entgegen, die ihr mitteilte, daß ein Zwerg in diesem Dorf was zu moppern hatte. Sie machte sich also gleich auf den Weg den Zwerg zu suchen.
Doch leider fand sie keinen Zwerg, der was zu moppern hatte. Sie dachte sich, typisch, wenn sie nicht da ist, haben die Zwerge immer was zu moppern, aber wenn sie ihren Mann stehen sollen, sind sie weg!
Egal, es ging also los, und die alte Truppe reiste weiter. Alamar hatte sich wieder als Vater der Elfen erwiesen und schleppte wieder einen seiner anscheinend vielen Söhne mit. Eine Blondlocke von einem Elfen. Insgeheim dachte, sie was für eine Schwuchtel !!
Nach einer längeren Reise, die eigentlich ergebnislos verlief, kam die Gruppe an einen Punkt, an dem sie wieder umkehren mußte. Dadurch verging zwar ein ganzer Tag, aber das Wetter war nicht schlecht und der Wind wehte ihrem geliebten Schlachtroß um die Nase.
Sie bewegten sich zurück und gerieten in einen Hinterhalt. Es waren einige Zwerge, die kommentarlos ihre Armbrüste erhoben, und Bolzen sirrten durch die sonst friedliche Aue.
Sie hatte unterdessen ihre Lanze aus dem Halfter ihres Schlachtrosses gezogen und bereitete sich auf einen Lanzenangriff vor. "Da, der Zwerg aus dem Dorf" hörte sie von der Seite. Es schien der Zwerg in der letzten Reihe zu sein, der dort feige abzuwarten schien.
Sie wartete nicht und visierte diesen Zwerg und einen, der davor noch in der Anreitrichtung war, mit der Lanze an, um sie in den Boden zu bohren. Der Anritt war einfach und der erste Zwerg war über die herannahende Lanze so verblüfft, daß er fast angewurzelt stehen blieb. Volltreffer, daß Blut spritze im hohen Bogen aus der Wunde, und der Zwerg kippte wie von einem Sandsack getroffen um und stand nicht mehr auf.
Sie zog unterdessen die Lanze mit einem gekonnten Ruck aus der Kettenrüstung und visierte den hinteren Zwerg an. Dieser bekam die Lanze zwar nicht ganz so frontal ab, aber er bekam nach dem Treffer kaum noch Luft.
So wurden die Zwerge kurzerhand erledigt. Jedoch machte sich Ali, nach Meinung der Schwuchtel, etwas zu sehr über die bewußtlosen Zwerge her, mit dem Ergebnis, daß er fast einen umgebracht hätte, wenn nicht noch der Elf gewesen wäre. Es kam zu einem kleinen Geplänkel, daß aber durch Namara Pendraleyria`s Schlachtroß mit einer kreisenden Bewegung zu Ende kam. War auch klar, wer kommt schon gerne unter ein Schlachtross !!
So ritten sie weiter und trafen einen Feenritter, von dem sie erfuhren, wo ihr Ziel liegt, daß er gerade dabei war Vater zu werden, und daß wir nicht in seinem Wald pennen sollten.
Gesagt, getan, wir wollten ja nach dieser Info eh nur Orks jagen, gingen wir dazu über, die Orks in die Umlaufbahn zu schicken. 3 Trupps hatten die Zauberer mit Schlafspruechen ausgeschaltet, bevor es zu einer handfesten Hauerei kam. Leider waren in diese Hauerei auch 2 Oger von der Gegenseite verwickelt, so daß man sich besser entschloß, die Flucht zu ergreifen.
Alamar wurde noch von Pendraleyria im letzten Augenblick gerettet. Er war mit einer schweren Wunde zusammengesackt und Pendraleyria rettete ihn mit ihrem Schlachtross vor den Klauen der Orks.
Nach einigem Hin und Her hatte man sich dann in den Wald gerettet, in dem der Feenritter wohnte. Man haute sich hin, um etwas Kraft zu tanken, schließlich hatte der Feenritter ja zugestimmt, daß wir uns hierher zurückziehen könnten, wenn wir Schutz brauchten.
Wie sollte es anders kommen. Schon tauchte wieder einer dieser langsam penetrant erscheinenden Zwerge auf. Er konnte nichts erkennen, schien aber einen Mortsbammel zu haben. Es stellte sich schnell heraus, daß er scheinbar mit einem Trupp hinter unseren Elfen her war.
Als nächster Besucher kam Minuten später ein Ork vorbei, der uns nur mitteilte, daß, wenn wir nicht in 5 Minuten am Feenbaum wären, auch die Fee hingemetzelt würde, wie ihr Mann.
Der Zwergentrupp wurde von einem Geistwesen am Feenbaum hingerichtet und offensichtlich sollte es dort weiter gehen. Pendraleyria entschloß sich, dort mal nachzusehen. Der Rest wollte zwar eher fliehen, aber das konnte sie nicht mit ihrem Gewissen vereinbaren, eine schutzlose Frau alleine zu lassen. (Für einen Mann hätte sie das wahrscheinlich nicht gemacht)
Also kam man am Feenbaum an, wo die Fee von den Barbarenorks an den Baum genagelt war. Pendraleyria diskutierte kurz mit den Orks und entschloß sich, die Fee zu befreien. Das Geistwesen hatte sich etwas abseits gehalten und die Zeit nur abgewartet.
Sie zauberte zur Sicherheit einen Flammenkreis und lies danach das Schlachtross tänzeln. Einer der Orks hatte zwar die Fee geschlagen, aber den einen Treffer konnte diese wegstecken. Sie schnappte sich die Fee, und unterdessen schnappte sich das Geistwesen die Blondlocke, die vergeblich versuchte die Orks schlafen zu legen.
Pendraleyria aber kam zu spät, die Blondlocke auch noch zu retten. Der mantelbekleidete Typ stand bereits über ihm. Auch ein Flammenkreis würde es nicht verhindern, daß Blondie von dem Typen ins Jenseits geschickt würde.
Da ergriff Vickybelle das Wort. Sie hatte die Situation erkannt und wollte auch helfen. Der Typ war zu Verhandlungen bereit und sagte uns, er habe, was wir suchten. Wie passend, aber er wolle einen magischen Zweihänder haben.
Wenn wir ihm den in einer Woche bringen würden, könnten wir den Elfen als kleinen Bonus mit bekommen.
Pendraleyria wollte schon anfangen zu lachen. Seit Jahren war sie schon auf Abenteuer, aber eine magische Waffe hatte sie noch nie gefunden. Damals als sie von Zuhause weg ging, bekam sie das Langschwert ihrer Mutter als Familienerbstück, doch dieses war in den zahlreichen Schlachten, die sie geschlagen hatte, irgendwann zerbrochen.
Man entschloß sich, den Typen hin zu halten, um nach einem Zweihänder zu suchen. Also ritt man erstmal weg, denn die Situation hier war aussichtslos.
Pendraleyria hatte die Fee auf ihrem Sattelknauf sitzen.
Diese wußte von einem Einsiedler, der irgendwo in der Nähe wohnte. So beschloß man dort hinzugehen, da der schwer verletzte Alamar auch irgendwo unter kommen mußte.
Der Typ hatte ein wildes Verlangen nach Vickybelle, die sich aber hervorragend ihrer Haut wehrte. So brauchte Pendraleyria den Typen nicht auch noch die Leviten zu lesen.
Angeschlagen, übermüdet, überlegten nun alle was zu tun sei, denn eigentlich waren die Orks für die Gruppe schon zuviel ...
Der Rückzug hatte sich doch gelohnt. Die Kammeraden waren erholt und man konnte diesem Untoten endlich auf den Pelz rücken. So zogen sie also los. Auf dem Weg trafen sie noch Curd, einen ungehobelten Klotz, der es sich auf Grund einer Vollrüstung leisten konnte, laufend dumme Sprüche zu bringen. Na egal, den konnte man brauchen.
Weiterhin fand man noch einen Schamanen, der allerdings nur wegen seines Kampfhundes einen Platz in der Gruppe fand. Schließlich hatte Pendraleyria schon genug Leute mit, auf die sie mal wieder ständig aufpassen mußte.
So zogen sie los und erreichten die Schlucht, in der sie sich beim ersten Mal zurückziehen mußten. Dort stand wieder ein Ork auf Posten, den alle aber einfach nicht beachteten. Pendraleyria hatte ihren Anderthalbhänder aufwendig eingepackt, so daß dieser aussah wie ein Bihänder. Der Ork trötete wieder mal in sein Horn, machte aber keine Anstalten, mit seinem Bogen zu schießen.
So passierte die Gruppe diesen Ork und erreichte den Höhleneingang. Zuvor hatte es Ali jedoch vorgezogen, den Ork in einem Bogenduell zu erledigen. Ein weiterer dreister Ork wollte einen unserer Leute in die Höhle locken, mit dem Vorwand sich von der Gesundheit der Goldlocke zu überzeugen. Es ging jedoch niemand mit. So zogen es die Kammeraden vor, zu warten und zu überlegen.
Pendraleyria wurde dies mal wieder zu bunt, und sie entschloß sich in die Höhle zu reiten. Die Höhle hatte die Form eines Schwertes. Die Gänge, die die Parierstangen darstellten, lies sie jedoch außer Acht. So ritt sie direkt geradeaus in die Haupthöhle. Darin hatten sich 4 Orks versteckt. Diese stürmten direkt auf sie zu. Sie wendete ihr Schlachtross und ein Ork bekam die Hufe dieser breiten Stute mitten vor die Nase und legte sich dabei erstmal lang.
Aus der Dunkelheit kamen zwei Untote, also beschloß Pendraleyria erstmal die Flucht zu ergreifen. Unterdessen waren aus den Seitengängen die 2 Oger gestürmt und hinter dem Rest der Gruppe her. Also war Pendraleyria abgetrennt. Draußen vor der Höhle beschlossen die Oger gleich sich an Pendraleyria gütlich zu halten. Diese hatte jedoch inzwischen ihre Lanze in der Hand und galoppierte auf einen der Oger zu. Endlich mal ein großes Ziel, daß man auch treffen konnte. Und es wurde ein Volltreffer. Der Oger knallte zu Boden und blieb dort auch liegen. Der andere holte zwar aus, aber dadurch, daß sein Kollege umkippte, verriß er den Schlag.
Unterdessen hatte Curd sich überlegt, den anderen Oger in die Tonne zu hauen und schaffte dies auch mit dem ersten Schlag.
So war der Weg in die Höhle frei. Und ein zweiter Versuch einzudringen lag an. Curd und Pendraleyria betraten die Höhle unter einem Flammenkreis, der ihnen die Untoten vom Hals halten sollte. So wurde in einem weiteren Scharmützel der Rest der Orks und die Untoten platt gehauen.
Man fand danach die Behausung der Orks, wo jedoch noch ein paar Orks waren, die den Blondelfen als Geisel benutzten. Aber sie waren bereit abzuziehen, wenn wir vorher den Schatz mitnehmen. Hehe, eine einfache Sache. So fanden wir den Schatz und das gläserne Schwert.
Die Orks zogen ab und der Blondelf schien gerettet. Jedoch war dort ein weiblicher Ghul, der auf den Blondie aufpaßte. Wir versuchten einen Angriff, bei dem jedoch der Blondelf ins Gras biß. Es stellte sich heraus, daß der Kampfhund des Blondelfen genau so unfähig war wie der Blondelf, denn dieser biß doch glatt zweimal voll daneben.
Also zogen wir ab, mit der Leiche, um diese nach Gareth zu bringen. Vielleicht fand man ja jemanden, der bereit war die Locke wiederzuerwecken. Die Reise wurde schon in der ersten Nacht recht problematisch, als der Untote auftauchte um sein Schwert zu holen.
Pendraleyria versuchte einige Runden lang das Schwert zu halten, was ihr auch gelang. Jedoch hatte der Rest der Gruppe soviel Respekt vor dem Untoten, daß dieser mit dem Schwert dennoch entkam. Niedergeschlagen und frustriert zog sie mit den anderen nach Gareth. Hatte sie sich doch so auf den ersten Kampf mit dem Glasschwert gefreut. Was war das, hatte Schauschka sie verlassen, oder war es ihr nicht angedacht, dieses Schwert zu tragen. Nun, wie auch immer, sie akzeptierte die Meinung Ihrer Gottheit und strich dieses Schwert aus ihrem Gedankengut. Nur die Hoffnung, daß sie vielleicht für wichtigere Sachen gebraucht würde, lies sie weiter hoffen und den scheinbar unbesiegbaren Untoten vergessen.
In Gareth angekommen wurde die Blondlocke wiedererweckt. Jedoch mußten Pendraleyria und die anderen dafür einen Auftrag übernehmen. Da aber nichts direkt anlag, beschlossen alle erstmal, einige Sachen zu lernen.

Wolfgang Schmidt

Der Digest (MD/DRoSI/Archont)

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