SHAKURU - Die Stadt der Unreinen

In einer Ödenei der Einsamkeit, im ungangbaren Hochland Mokattams, erhebt sich diese Stadt der Verdammten Lamarans - Shakuru, Enklave der Aussätzigen, von der menschlichen Gesellschaft Verstoßenen, beherrscht von einer verschleierten Zauberin. Als Bettler verkleidet streifen ihre Spione durch die reichen Metropolen des Kalifats, um unter den Ärmsten der Armen den Zeitpunkt zur Rache an der prassenden Oberschicht vorzufühlen. Mit den Orks der Wüstenei und nomadischen Arracht, für die ohnehin alle Menschen gleich abstoßend aussehen, treiben die von ihrer eigenen Rasse gemiedenen Handel, und verüben gelegentlich Überfälle auf kleinere Karawanen und abgelegene Siedlungen, um Vorräte und Sklaven zu erbeuten.

Um die Identität der verschleierten Zauberin ranken sich selbst unter den Einwohnern der Stadt nur Gerüchte. Manche behaupten, sie wäre einst eine begehrenswert schöne Blume der Wüste, vielleicht gar eine Himjar-Prinzessin, gewesen, bevor die Lepra ihr Gesicht entstellt und eine heuchlerische Gesellschaft enttarnt hätte. Andere wiederum meinen, sie stehe in der Tradition der Blauen Hexe der Wüste und sei von ihrem Volk vertrieben worden, als unter ihrem bösen Blick alles Vieh erkrankte und kein Regen mehr vom Himmel fiel.

Wie dem auch sei, Shakuru selbst ist wenig mehr als ein gewaltiger, rattenverseuchter Trümmerhaufen, der immer wieder aufs Neue kollabiert, nur um von seinen Bewohnern ebenso oft wiederaufgebaut zu werden. In den wackeligen Tempeln der Zuflucht nähren die Aussätzigen ihren Haß auf die sie verachtende Menschheit, und verehren die Dämonenfürstin An-Tankh, Herrin des Südwindes, Bringerin von Pestilenz und Verfall, als ihre geistige Führerin. Um ihrer Patronin mit der Verbreitung unheiliger Seuchen über das Land zu dienen, züchten sie Ratten und Fliegen und setzen sie in Scharen frei.

In jüngster Vergangenheit bekam die Enklave großen Zulauf, als die Umsturzpläne gewisser Kultisten An-Tankhs einen empfindlichen Dämpfer erleiden mußten, nachdem ihre Offensive im Sturm über Mokattam in alle Winde zerstreut wurde. Die Überlebenden - zwielichtige Menschen, Harpyien, Kobolde, Untote oder Mumien - drifteten über die Folgemonate mit dem Sand der Dünen einzeln oder zu zweit hierher, in die vielleicht letzte Hochburg ihres Glaubens, um einmal mehr Kräfte zu sammeln und ihrer Fürstin dereinst erneut die Tore zu dieser Welt aufzustoßen. Doch die meisten Unreinen und ihre verhüllte Königin teilen, trotz ihrer gemeinsamen Gebieterin An-Tankh, nicht die selbstsüchtigen Motive und pervertierten Träume nach Macht, die die Kultisten verfolgen, sodas ihre Gruppe in Shakuru nur eine auf Zeit geduldete darstellt...

And so it goes!
Inspiratio, inspirationis natürlich aus "Sturm über Mokattam" und "Titan - The Fighting Fantasy World" (Weltbeschreibung zum Setting der Steve Jackson & Ian Livingstone Abenteuerbücher aus den 80er Jahren)!

Zurück aus den Ferien arbeite ich gerade die Korrespondenz auf - viele MDs dabei !

| Robert Wenners " Fliegenden Valianer " aus MD58 fand ich dabei | übrigens besonders toll!

Also, c.u.!

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Robert Eibl

Der Digest (MD/DRoSI/Archont)

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