Zum Thema Religionen

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Dirk fragt, wie andere Master das handhaben:

Also ich glaube, daß Priester vom Rollenspiel her einfach die etwas anspruchsvolleren Charakterklassen sind. Entsprechend mache ich das folgende:

Priester in einer Abenteurergruppe sollten immer 'tolerant' in ihrem Konzept haben, damit sie 'anstössige' Aktionen ihrer 'Freunde' mal durchgehen lassen können.

Aber echte 'Gotteslästerung' sollte durchaus auch zu einer kleinen Party Attacke führen...

2 Priester unterschiedl. Glaubens machen Schwierigkeiten, sind aber handhabbar: z.B. fetzen sich beider Spieler nur auf der intellektuellen Ebene ("Was willst du mit deinem aufgequollenen Seegott, regnen tut's auch ohne den und mehr Wasser brauch' ich nicht!"), oder beide haben den Auftrag, den jeweils anderen Orden auszuspähen...

Alles in allem ist das mit den entsprechenden Leuten/nach entsprechender Disziplinierung machbar, aber ich wende daßelbe Prinzip auch auf andere Charaktere an:

Der Glücksritter und Schürzenjäger, der aufgrund von Hintergrundwissen eine heiße Nacht ablehnt, der INT 13 Nordlandbarbar, der sie kompliziertesten Angriffspläne erstellt...

In meiner Gruppe spielte mal ein Druide mit, den wir dann nach kurzer Zeit nur noch "Assassinen Uriel" nannten, weil er mehr Meuchelmorde als unser Söldner auf dem Konto hatte. Nach Befragen meinerseits, wie er sich denn einen Druiden vorstellte (Antwort inhaltlich deckungsgleich mit Beschreibung im Regelwerk), hatte die Gruppe im nächsten Abenteuer ein

Problem:

Ein Druidenring, dessen Versammlungsort von einer lebenden Dornenhecke umgeben war, die nur Druiden durchläßt. Ratet, wer von der Gruppe unerwarteterweise NICHT durchkam und dann auch noch vorschlug, "man sollte die Scheiß Hecke abbrennen"... )

Hier gelang die optimale Synthese: Obwohl die Spielfigur 'bestraft' wurde, hatte der Spieler immer noch viel Spaß und die 'Verfehlungen' der Spielfigur führten oft zu lustigen Spieleabenden.

Bernd

Der Digest (MD/DRoSI/Archont)

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